Prophet Jesajah

Kapitel 1

Bußpredigt wider Judah und Jerusalem.

1. Gesicht Jesajahs (Jeschajahus), des

Sohnes Amoz, das er erschaute über Jehudah

und Jerusalem in den Tagen Ussijahs (Ussijahus),

Jothams, Achas, Chiskijahus (Jechiskijahus),

der Könige von Jehudah.

Jes.2/1; Hos.1/1; 4Mo.12/6.

2. Höret, ihr Himmel und nimm zu Ohren

du Erde, denn Jehovah redet: Söhne habe Ich

großgezogen und erhöht und sie sind von Mir

abgefallen. Jer.6/19; Hos.11/3; 5Mo.32/1.

3. Der Ochse kennt seinen Besitzer und der

Esel die Krippe seines Meisters; Israel weiß

es nicht, und Mein Volk hat keine Einsicht.

Ps.32/9; Hos.11/3; Jer.8/7.

4. Wehe der sündhaften Völkerschaft, dem

Volk mit Missetat beschwert, dem Samen der

Bösewichter, den verdorbenen Söhnen! Verlassen

haben sie Jehovah, verlästert den Heiligen

Israels, und sind Ihm entfremdet (rückwärts

entfremdet). Jes.57/3,4; 30/1; Ps.71/22; 2Ch.27/2.

5. Was sollt ihr weiter geschlagen werden?

Ihr mehret (tut hinzu) den Abfall. Das ganze

Haupt ist krank und es siecht das ganze Herz.

Mi.3/9f; Jer.2/30; 5/7; Ez.21/18; 2Ch.28/22.

6. Von der Fußsohle und bis zum Haupt ist

nichts Gesundes an ihm. Wunde und Strieme

und frischer Schlag, nicht ausgedrückt noch

verbunden, noch mit Öl erweicht.

5Mo.28/35; Hi.2/7.

7. Euer Land ist wüste, eure Städte verbrannt

mit Feuer. Vor euch fressen Fremde euren

Boden auf; und er ist wüste, als von Fremden

umgekehrt. Jes.5/5; 13/19; 5Mo.28/51; 29/23;

Jer.17/27; 2Ch.28/5f.

8. Und Zions Tochter bleibt übrig, wie eine

Hütte im Weinberg, wie eine Nachthütte im

Gurkenfeld, wie eine belagerte Stadt. 2Kö.19/21.

9. Hätte uns Jehovah der Heerscharen nicht

einen Rest übriggelassen, wie ein Kleines, wie

Sodom wären wir, Gomorrah glichen wir.

Jes.3/9; Jer.23/14; 1Mo.19/24; Rö.9/29.

10. Höret das Wort Jehovahs, Sodoms Anführer;

nimm zu Ohren das Gesetz unseres

Gottes, Volk Gomorrahs! Hos.5/1; Mi.3/1,9.

11. Was soll Mir eurer Opfer Menge? spricht

Jehovah. Satt bin Ich der Brandopfer der

Widder und des Fettes der Gemästeten, und

habe keine Lust am Blut der Farren und der

Schafe und Böcke. Jes.66/3; 3Mo.1/10; 3/16;

17/11; Ps.50/8; Am.5/22; Mi.6/6,7; Jer.6/20; 14/12; Spr.21/27.

12. Wenn ihr hereinkommt, Mein Angesicht

zu sehen, wer hat solches von eurer Hand

gefordert, daß ihr Meine Vorhöfe zerstampfen

sollt? 1Makk.3/45.

13. Bringt nicht mehr (tut nicht hinzu zu

bringen) eitel Speiseopfer herein! Ein Greuel

ist Mir Räuchwerk, Neumond und Sabbath,

das Ausrufen der Zusammenberufung. Nicht

ertrag (vermag) Ich das Unrecht und die

Festversammlung. 3Mo.23/3; 4Mo.28/11.

14. Eure Neumonde und Festzeiten hasset

Meine Seele, zur Beschwerde sind sie geworden

Mir, Ich bin es müde, sie zu tragen.

15. Und wenn ihr eure Hände (flachen

Hände) ausbreitet, so decke Ich Meine Augen

zu vor euch. Auch wenn ihr viel des Betens

macht, höre Ich es nicht: eure Hände sind voll

Blut. Jes.13/6; 59/2,3; 2Mo.9/29; 5Mo.31/17;

1Kö.8/22,29,38; Hi.11/14f.

16. Waschet, läutert euch, tut weg vor

meinen Augen das Böse eurer Werke. Höret

auf, Böses zu tun. Ps.3/11; 34/15; 37/27; Jer.4/14;

Am.5/14f; Joel 2/12,13; Ez.18/23,31.

17. Lernet Gutes tun, fraget nach Recht,

helfet auf den Unterdrückten, richtet die

Waise, hadert für die Witwe. Ps.82/3; Am.5/15;

Jer.7/3; 21/12.

18. Kommt doch und laßt uns rechten,

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spricht Jehovah. Sind wie Scharlach eure

Sünden, sie sollen weiß wie der Schnee werden,

und sind sie rot wie Rosinfarbe, sie sollen

wie die Wolle werden. Jes.41/1; 43/25,26; 44/22;

Ps.51/9; 147/16; Jer.2/35; 2Sa.1/24.

19. Seid ihr willig und höret, sollet ihr essen

das Gute des Landes. Jes.3/10; 3Mo.25/18.

20. Weigert ihr euch aber, und seid widerspenstig,

werdet ihr vom Schwert gefressen,

denn der Mund Jehovahs hat es geredet.

Jes.58/14; 3Mo.26/25; 2Sa.18/8; Ps.104/7.

21. Wie ist zur Buhlerin geworden die treue

Stadt (Hauptstadt), sie war voll von Recht,

Gerechtigkeit übernachtete in ihr, jetzt aber

Mörder. Jes.23/15f; Matth.21/13; 23/37;

Ez.16/15f; Jer.7/9f; Nah.3/4.

22. Dein Silber ist zu Schlacken geworden,

dein Wein (Getränk) mit Wasser vermischt

(beschnitten). Ez.22/18; 2Kor.2/17; Matth.15/6.

23. Störrisch sind deine Obersten und Gesellen

von Dieben, jeder liebt Geschenke und

jagen (setzen nach) der Vergeltung nach,

schaffen nicht Recht dem Waisen, lassen der

Witwe Rechtshandel nicht vor sich kommen.

Jes.1/17; 2Mo.22/21; Hos.9/15; Jer.5/28; Sach.7/10.

24. Darum, so spricht der Herr, Jehovah der

Heerscharen, der Gewaltige Israels: Wehe!

Ich tröste Mich an Meinen Drängern und räche

Mich an Meinen Feinden. 5Mo.32/41.

25. Und Ich wende Meine Hand zurück

gegen dich und läutere wie Lauterkeit deine

Schlacken und tue weg all dein Zinn.

Jes.1/22; Jer.9/7; 5Mo.32/41.

26. Und gebe dir wieder deine Richter, wie

zuerst, und deine Räte, wie zu Anbeginn.

Danach wird man dich nennen Stadt der

Gerechtigkeit, die getreue Stadt (Hauptstadt).

Jes.1/21; 60/14,17; Sach.8/3; Jer.3/17.

27. Zion wird durch das Gericht eingelöst

werden, und durch Gerechtigkeit, die in ihm

zurückkehren. Jes.35/10; 51/11; 59/17,20.

28. Und Bruch über die Übertreter und

Sünder allzumal, und verzehrt werden, die

Jehovah verließen.

29. Denn sie werden sich der Eichen schämen,

die ihr begehrtet, und erröten ob den

Gärten, die ihr euch erwähltet.

30. Denn ihr werdet wie eine Eiche sein,

deren Blatt welkt, und wie ein Garten, der kein

Wasser hat. Jes.5/6; 28/4.

31. Und werden wird zu Werg der Mächtige

(Feste) und sein Tun zum Funken, daß beide

zusammen brennen und niemand es lösche.

Jer.17/27.

Kapitel 2

Reich des Friedens.

Gericht über die Bösen.

1.Das Wort, das Jeschajahu, Amoz Sohn,

erschaute über Judah und Jerusalem.Jes.1/1; 13/1.

2. Und wird geschehen in den letzten Tagen,

daß der Berg von Jehovahs Haus befestigt wird

als Haupt der Berge, und erhaben über den

Hügeln, und zu ihm alle Völkerschaften strömen

werden. 5Mo.4/30; Ps.63/16,17; Mi.4/1f; Jer.3/17.

3. Und viele Völker werden gehen und

sprechen: Lasset uns gehen und hinaufziehen

zum Berg Jehovahs, zum Haus des Gottes

Jakobs, daß Er uns weise Seine Wege und wir

wandeln in Seinen Pfaden, denn von Zion geht

aus das Gesetz, und das Wort Jehovahs von

Jerusalem. Jer.3/17; Ps.46/8; 50/2; 110/2;

Luk.24/47; Joh.4/22; Mi.4/2.

4. Und richten wird Er zwischen den Völkerschaften

und strafen viele Völker. Und sie

werden ihre Schwerter zu Hacken und ihre

Spieße zu Winzermessern schmieden. Nicht

wird Völkerschaft wider Völkerschaft das

Schwert erheben, nicht wird man fürder streiten

lernen. Ps.96/10,13; Mi.4/3; Joel 3/15f.

5. Gehet, o Haus Jakobs, laßt uns im Lichte

Jehovahs wandeln! Joh.8/12.

6. Denn Du gabst dahin Dein Volk, das Haus

Jakobs, weil es voll vom Morgenland (Sw.

vom Ostwind), und Zeichendeuter sind gleich

den Philistern und fallen den Kindern des

Auslandes bei. Jes.18/45,46; Jer.12/17; Hi.1/3.

7. Und voll ward sein Land von Silber und

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von Gold, und seiner Schätze war kein Ende,

und sein Land ward voller Rosse, und seiner

Streitwagen war kein Ende. Ez.20/8; Mi.5/9.

8. Und sein Land ward voller Götzen; vor

seiner Hände Werk, das ihre Finger machten,

beugten sie sich nieder. Jes.17/8; 42/17; Mi.5/12,13.

9. Und der Mensch beugt sich nieder und

der Mann erniedrigt sich davor, das wirst Du

ihnen nicht vergeben.

10. Gehe ein in den Felsen und verkrieche

dich (lege dich hehlings) in den Staub vor

Jehovahs Schauer und vor der Ehre Seiner

Hoheit (Stolzes). Jes.2/19; 26/20.

11. Die hoffärtigen Augen des Menschen

müssen erniedrigt werden, der Männer Überhebung

sich bücken; und allein hoch wird an

jenem Tage Jehovah sein. Jes.2/17.

12. Denn der Tag Jehovahs ist über alles

Hochmütige und Erhöhte und über alles Erhabene,

und es wird erniedrigt werden.

13. Und über alle Zedern Libanons, die

Erhöhten und die Erhabenen, und über alle

Eichen Baschans; Sach.11/2.

14. Und über alle erhöhten Berge und über

alle erhabenen Hügel; Jes.41/15.

15. Und über jeden emporragenden Turm

und über jegliche befestigte Mauer, 2Ch.26/9,15.

16. Und über alle Schiffe von Tharschisch

und über alle Bilder des Begehrens. Ps.48/8.

17. Und die Hoheit des Menschen muß sich

beugen, sich erniedrigen der Männer Überhebung;

und allein hoch wird an jenem Tage

Jehovah sein. Jes.2/11; 5/15; Hi.9/13.

18. Und mit den Götzen wird es ganz und

gar vorbei sein (Sw. in Rauch aufgehen).

Jes.2/20.

19. Und sie gehen ein in die Höhlen der

Felsen und in des Staubes Löcher vor dem

Schauer Jehovahs und vor der Ehre Seiner Hoheit,

wenn Er Sich aufmacht, die Erde zu

schrecken. Hos.10/8; Luk.23/30; Offb.6/16.

20. An jenem Tage wirft der Mensch die

Götzen von seinem Silber und Götzen von

seinem Gold, die sie zur Anbetung sich gemacht,

den Maulwürfen und Fledermäusen

hin. Jes.30/22; 27/9; 31/7.

21. Daß er eingehe in die Klüfte der Felsen

und in das Geklüfte der Felsenklippen vor dem

Schauer Jehovahs, und vor der Ehre Seiner

Hoheit (denken), wenn Er Sich aufmacht, die

Erde zu schrecken. 2Th.1/9.

22. Höret auf auch vom Menschen, in dessen

Nase der Odem ist; denn für was ist er zu

achten (erhoben von Angesicht)?

Hi.27/2,3; Weish.2/2.

Kapitel 3

Göttliche Strafgerichte.

1. Denn siehe, der Herr Jehovah Zebaoth

nimmt von Jerusalem und von Judah Stütze

und Stecken weg, alle Stütze des Brotes und

alle Stütze des Wassers,

Jer.14/3; Ez.4/16; 5/16,17; 27/3; 3Mo.26/26.

2. Den Helden und den Mann des Krieges,

den Richter und den Propheten, den Wahrsager

und den Ältesten; 2Kö.24/14f.

3. Den Obersten von Fünfzig, den Angesehenen

(den Verherrlichten) und den Rat, den

weisen Flüsterer und den, der Beschwörung

versteht. 2Kö.1/9.

4. Und Ich gebe Jungen zu ihren Obersten,

und Unmündige sollen herrschen über sie.

Pr.10/16; 4/13.

5. Und erpressen wird das Volk, Mann wider

Mann, und der Mann wider seinen Genossen.

Wider den Greis erfrecht sich der Junge und

wider den Geehrten (den Verherrlichten) der

Geringe.

6. Ein Mann erfaßt seinen Bruder von des

Vaters Haus: Du hast ein Gewand, sollst unser

Anführer sein, und dieser Trümmerhaufen sei

unter deine Hand!

7. Der hebt an selben Tage an zu sprechen:

Ich werde nicht verbinden; und es ist kein Brot

in meinem Haus und kein Gewand; setzt mich

nicht dem Volk zum Anführer.

8. Denn es strauchelt Jerusalem und Jehudah

ist gefallen, weil ihre Zunge und was sie tun

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wider Jehovah ist, sich dem Auge Seiner

Herrlichkeit widersetzt. Mi.3/12; Hi.15/25.

9. Die Frechheit ihres Angesichts antwortet

wider sie. Und sie sagen an ihre Sünde wie

Sodom, verhehlen nicht. Wehe ihrer Seele,

sie erweisen sich selber Böses.

1Mo.13/13; 19/4f; Ez.16/49; Hos.13/9; Pr.8/12.

10. Saget dem Gerechten: Es ist gut, denn

die Frucht ihrer Handlungen werden sie essen.

Jes.32/13; Ps.128/1,2.

11. Wehe dem Ungerechten, es ist böse;

denn seiner Hände Verdienst wird ihm getan.

Jer.25/14; Spr.11/31; Ez.16/49; Hos.13/9.

12. Mein Volk, seine Treiber sind Kindlein

und Weiber herrschen über es. Mein Volk,

die so dich anleiten, führen dich irre, und verschlingen

deiner Pfade Weg. Jes.3/4; 9/16; Ez.13/18.

13. Jehovah ist aufgetreten zu hadern, und

steht, den Völkern Recht zu sprechen!Ps.96/10,13.

14. Jehovah kommt ins Gericht mit den

Ältesten Seines Volkes und seinen Obersten:

Und ihr habt den Weinberg abgebrannt und

das dem Elenden Entrissene in euren Häusern.

Jes.24/23; 5/5; Da.7/13.

15. Was ist euch? Zerstoßen habt ihr Mein

Volk und das Angesicht der Elenden zermahlen!

spricht der Herr, Jehovah Zebaoth. Am.2/7.

16. Und Jehovah spricht: Weil Zions Töchter

hoffärtig sind, und die Kehle gereckt

dahergehen und die Augen umherwerfen,

gehen und trippelnd einhergehen und mit ihren

Fußspangen klirren: Jes.4/4.

17. So wird der Herr den Scheitel der Töchter

Zions kahl machen, und Jehovah wird ihre

Scham entblößen. Jes.15/2; 47/2f.

18. Am selben Tage wird der Herr wegnehmen

der Knöchelringe Schmuck und der Netze

und der kleinen Monde;

19. Das Halsgeschmeide und die Kettchen

und die Goldblättchen;

20. Den Kopfschmuck und die Schrittfesseln,

die Bänder und die Riechfläschchen

(Häuser der Seele) und Ohrgehänge;

21. Die Fingerringe und die Nasenringe;

1Mo.24/22,47.

22. Die Feierkleider und die Mäntel, und

die Oberkleider und die Beutel; Hoh.5/7.

23. Die Spiegel, und die Hemdchen und die

Kopfbinden und Überwürfe. Hoh.5/7.

24. Und geschehen wird, daß statt Gewürzduft

Moder da sein wird, statt eines Gürtels

Lappen, Kahlheit statt des Lockwerks, und

statt des weiten Mantels ein Sack umgegürtet,

Brandmal statt Schönheit. 1Pe.3/3.

25. Es werden deine Leute durch das

Schwert fallen und deine Macht im Streit.

26. Und ihre Pforten ächzen und trauern,

und verödet (ausgeleert) sitzt sie auf der Erde.

Klg.2/8,10,18; Hi.2/13.

Kapitel 4

Weissagung von Christus.

1.Und es werden sieben Weiber anfassen

einen Mann an selbigem Tage und sprechen:

wir wollen unser Brot essen, und anziehen

unser eigenes Gewand, nur laß uns nach

deinem Namen nennen, nimm (sammle) unsere

Schmach von uns. 2Mo.21/10,11; 1Mo.30/23.

2. An jenem Tage wird Jehovahs Sproß zur

Zierde und zur Herrlichkeit, und der Erde

Frucht zum Stolz und zum Schmuck sein

denen aus Israel, die entkommen sind.

Jes.11/1; 53/2; 61/3; Jer.23/5; Sach.6/12,18f.

3. Und wer da verbleibt auf Zion und die

übrigen in Jerusalem, der wird Ihm heilig

heißen, ein jeglicher, der in Jerusalem zum

Leben geschrieben worden; Jes.6/13; Da.12/1;

Ps.69/29; Php.4/5; Luk.10/20.

4. Wenn der Herr den Unflat der Töchter

Zions gewaschen und das Blut Jerusalems aus

seiner Mitte abgespült hat mit dem Geist des

Gerichts und mit dem Geist des Brennens,

Jes.3/16; 40/9; Weish.10/17; 1Ch.19/1; Mal.3/2; Matth.3/11.

5. Da schafft Jehovah über jede Stätte des

Berges Zion und über ihre Zusammenberufung

bei Tag die Wolke und bei Nacht Rauch und

den Glanz der Flamme des Feuers; denn über

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alle Herrlichkeit wird eine Hülle sein.

3Mo.23/3,7f; Ps.105/39; Weish.10/17.

6. Und sie sei eine Hütte zum Schatten vor

der Gluthitze am Tag, und ein Schirm und eine

Verbergung vor Überschwemmung und vor

Regen. Jes.25/4,5.

Kapitel 5

Der Weinberg.

1. Laß mich doch meinem Geliebten singen

ein Lied meines Freundes von Seinem Weinberg.

Mein Geliebter hatte einen Weinberg

auf dem Horn des Ölsohns. Jes.27/2,3; Jer.2/21;

Matth.21/33; Mark.12/1f.

2. Und Er umzäunte ihn und säuberte ihn

von Steinen, und pflanzte ihn mit Edelreben.

Und Er baute einen Turm in seiner Mitte, und

Er grub auch darin eine Weinkufe aus und

hoffte, daß er Trauben (Weinbeeren) brächte

(machte) und er brachte (machte) Herlinge.

Jes.18/5; Jer.2/21.

3. Und nun, Bewohner Jerusalems und Mann

Jehudahs richtet doch zwischen Mir und

Meinem Weinberge!

4. Was sollte Ich noch für Meinen Weinberg

tun, das Ich nicht an ihm tat? Was hoffte Ich,

daß er Trauben (Weinbeeren) brächte (machte)

- und er brachte (machte) Herlinge?

5Mo.32/32,33.

5. Und nun will Ich euch doch zu wissen

tun, was Ich Meinem Weinberge tun werde:

Sein Heckenzaun wird weggetan, daß man

ihn abweidet, seine Mauer durchbrochen, daß

er zerstampft wird. Ps.80/13.

6. Zur Abödung mache Ich ihn, daß man

ihn nicht schneidet, noch behackt, und Dornsträucher

und Dorngestrüpp auf ihm aufgeht,

und den Wolken verbiete Ich, Regen auf ihn

regnen zu lassen.

7. Denn der Weinberg Jehovahs der Heerscharen

ist das Haus Israels und der Mann

Jehudahs die Pflanzung Seiner Ergötzungen.

Und Er hoffte auf Gericht, und siehe: Krätze;

auf Gerechtigkeit, und siehe: ein Schreien!

8. Wehe denen, die Haus an Haus reihen

(berühren lassen), die Feld an Feld fügen

(nahen lassen), bis kein Raum (Ort) da ist, und

ihr allein inmitten des Landes wohnt.

Mi.2/2; Hi.20/19; Ne.5/1-8.

9. In meinen Ohren ist es von Jehovah der

Heerscharen: Fürwahr, zur Verwüstung sollen

werden die vielen Häuser, die großen und

guten, daß niemand in ihnen wohne (sitze).

Jes.6/11; Jer.19/13.

10. Denn zehn Joch Weinberg sollen ein

Bath geben (machen), und ein Chomer Samen

ein Ephah bringen (machen). Hag.1/11; 2/17.

11. Wehe denen, die früh aufstehen am

Morgen, um starkem Getränk nachzusetzen,

in der Abenddämmung verweilen, daß der

Wein ihnen einschürt. Jes.5/22; Pr.10/16.

12. Und da sind Harfe und Psalter, Pauke

und Pfeife und der Wein ihrer Gastmahle, und

auf Jehovahs Werk blicken sie nicht, und das

Tun Seiner Hände sehen sie nicht.

Jes.22/11; Am.6/1-6; Ps.28/5; 64/10.

13. Darum wird Mein Volk, weil es nichts

weiß, weggeführt und seine Herrlichkeit sind

Leute des Hungers, und seine Menge verdorrt

vor Durst.

14. Darum erweitert die Hölle ihre Seele,

öffnet weit ohne Maß (Satzung) ihren Mund

und hinabfährt seine Ehre, und seine Menge

und sein Tosen und sein Jauchzen darin. Hab.2/5.

15. Und es wird gebeugt der Mensch und

erniedrigt der Mann. Und erniedrigt werden

die Augen der Hoffärtigen. Jes.2/11,17.

16. Und hoch ist Jehovah der Heerscharen

im Gericht und geheiligt in Gerechtigkeit Gott,

der Heilige.

17. Und Lämmer sollen weiden wie auf ihrer

Trift und Fremde zehren auf die Einöden der

Feisten. Jes.14/30.

18. Wehe denen, so die Missetat an Stricken

der Eitelkeit herbeiziehen und die Sünde wie

mit Wagenseilen!

19. Die sprechen: Er eile, Er beschleunige

Sein Tun, auf daß wir es sehen! Und der

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Ratschluß des Heiligen Israels nahe und

komme, daß wir es wissen. Jes.1/4; 66/5; Ps.89/19;

Am.5/18; Jer.17/15; Ez.12/22; 2Pe.3/4.

20. Wehe denen, so Böses gut und Gutes

böse heißen (sagen), die Finsternis zum Licht

und Licht setzen zur Finsternis; die aus bitter

süß und aus süß bitter machen (setzen).

Am.5/7; 6/12; Spr.17/15; Rö.12/17.

21. Wehe denen, die in ihren Augen weise

sind, und sind vor ihrem Angesichte einsichtsvoll.

Spr.3/7; Rö.12/16.

22. Wehe den Helden im Weintrinken und

den Männern der Tapferkeit im Mischen

starker Getränke! Sir.3/7; Rö.12/16.

23. Die um ein Geschenk den Ungerechten

rechtfertigen und die Gerechtigkeit des Gerechten

von ihm wegwenden. Jes.10/1,2;

5Mo.25/1,2; Ps.82/2; Ez.13/19; Spr.17/15.

24. Darum, wie des Feuers Zunge frißt die

Stoppel und Heu hinsinkt in der Flamme, so

wird wie Moder sein ihre Wurzel und ihre

Blüte fliege auf wie feiner Staub, weil sie das

Gesetz Jehovahs der Heerscharen verschmähten

und die Rede des Heiligen von Israel lästerten.

Jes.5/19; 1/4; Joel 2/5.

25. Darum ist Jehovahs Zorn entbrannt wider

Sein Volk und Seine Hand darüber aus-gestreckt;

und Er schlägt es. Und die Berge

zittern und ihr Leichnam liegt wie Unrat inmitten

der Gassen. Bei all dem kehret Sein

Zorn sich nicht zurück und noch ist Seine

Hand ausgestreckt.

Jes.10/4,6; 9/12,17,21; Jer.14/16; Jos.8/26.

26. Und Er erhebt ein Banner den Völkerschaften

von ferne und pfeift ihm von dem

Ende der Erde; und siehe, eilend, schnell,

kommt Er daher! Jes.11/12; 5Mo.28/49; Joel 2/7; Jer.5/15.

27. Kein Matter und kein Strauchelnder ist

darin. Er schlummert nicht, noch schläft Er;

Er tut nicht auf (öffnet nicht) den Gürtel Seiner

Hüften, reißt den Riemen Seiner Schuhe nicht

auf. Ps.105/37.

28. Geschärft sind Seine Pfeile und alle

Seine Bogen gespannt, wie Felsen sind geachtet

Seiner Rosse Hufen und wie der Sturmwind

Seine Räder. Nah.3/2.

29. Sein Gebrüll ist wie das des Löwen und

wie junger Löwen Gebrüll, und Er tobt und

ergreift das Zerfleischte und entschleppt, und

keiner befreit es.

30. Und Er tobt darüber her an selbem Tag

wie das Toben des Meeres; und Er blickt zur

Erde, und siehe, Finsternis, Bedrängnis und

das Licht wird Finsternis in ihren Trümmern.

Jes.8/22.

Kapitel 6

Heilig, heilig, heilig.

1. Im Jahr, da König Ussijahu starb, sah ich

den Herrn auf hohem (erhöhtem) und erhabenem

Throne sitzen, und Seine Säume füllten

den Tempel. Joh.12/41; 2Ch.26/23; 1Kö.22/19.

2. Seraphe standen über Ihm, sechs Flügel,

sechs Flügel hatte einer. Mit zweien deckte

er sein Angesicht und mit zweien deckte er

seine Füße und mit zweien flog er.

Ez.1/11; 2Mo.3/6;

3. Und einer rief zum anderen und sprach:

Heilig, heilig, heilig ist Jehovah der Heerscharen,

die Fülle der ganzen Erde ist Seine

Herrlichkeit! Offb.4/8; Hab.3/3.

4. Und es erbebten der Schwellen Pfosten

vor der Stimme des Rufenden, und das Haus

ward voll Rauch. Ez.10/4; 1Kö.8/10.

5. Und ich sprach: Wehe mir, ich vergehe

(ich gehe unter); denn ein Mann unreiner

Lippen bin ich und inmitten eines Volkes

unreiner Lippen wohne (sitze) ich; denn meine

Augen sahen den König, Jehovah der Heerscharen.

1Mo.32/30; Ri.6/22; 13/22; 2Mo.33/20; Offb.1/17.

6. Und es flog einer von den Seraphen zu

mir und in seiner Hand eine glühende Kohle,

die mit einer Zange er vom Altar genommen.

3Mo.16/12.

7. Und er berührte damit meinen Mund und

sprach: Siehe, diese berührt deine Lippen und

weggewichen ist deine Missetat und deine

Sünde ist gesühnt. Da.10/16; Sach.3/4.

JESAJAH 6/8

102

8. Und ich hörte die Stimme des Herrn, Der

sprach: Wen soll Ich senden, und wer geht

für Uns? Und ich sprach: Siehe mich, sende

mich, Jer.1/7; 2Mo.4/13.

9. Und Er sprach: Gehe hin und sprich zu

diesem Volk: Höret immerhin (hörend höret)

und verstehet nicht, sehet immerhin (sehend

sehet) und erkennet nicht! Matth.13/14; Mark.4/12;

Luk.8/10; Joh.12/40; Apg.28/26; Rö.11/8; Jer.5/22.

10. Verstocke (mache fett) dieses Volkes

Herz und mache seine Ohren schwer, verklebe

seine Augen, daß es nicht mit den Augen sehe

und höre mit seinen Ohren, und sein Herz

verstehe und sich umkehre, und ihm Heilung

werde. Jes.63/17; Ps.119/70; Rö.11/8f; 2Kö.3/14f.

11. Und ich sprach: Bis wie lange (bis wann)

Herr? Und Er sprach: Bis daß die Städte

verödet sind, daß niemand darin wohnt (sitzt)

und die Häuser ohne einen Menschen, und

bis der Boden zur Wüste verödet ist. Jes.5/9.

12. Und Jehovah wird entfernen den Menschen,

und viel Verlassenheit wird in des

Landes Mitte sein.

13. Und der zehnte Teil wird noch darin

sein, und wird zurückkehren und ausgerottet

(verbrannt) werden, wie eine Eiche und wie

eine Steineiche; wenn sie hingeworfen wird,

bleibt ihr Stock. Ein Same der Heiligkeit ist

ihr Stock! Jes.4/3; 65/8f.

Kapitel 7

Immanuel.

1. Und es geschah in den Tagen Achas des

Sohnes Jothams, des Sohnes Ussijahus, König

von Judah, daß Rezin, König von Aram, und

Pekach, der Sohn Remaljahus, König von

Israel, gen Jerusalem heraufzogen, um wider

dasselbe zu streiten, sie vermochten aber nicht,

es zu erstreiten. 2Kö.15/37; 16/5; 2Ch.28/5-19.

2. Und es ward dem Hause Davids angesagt

und man sprach: Aram ruht auf Ephraim. Und

es erbebten sein Herz und das Herz seines

Volkes, wie die Bäume des Waldes vor dem

Winde schwanken (erbeben). Jes.7/13.

3. Und Jehovah sprach zu Jeschajahu: Gehe

doch hinaus, dem Achas entgegen, du und dein

Sohn Schear-Jaschub an das Ende der Wassergraben

des oberen Teiches, an die Landstraße

beim Walkerfeld.

Jes.22/9,11; 36/2; 2Kö.13/17; 2Ch.32/3.

4. Und sprich zu ihm: Hüte dich und sei

ruhig (raste), fürchte dich nicht, und dein Herz

werde nicht weich, ob diesen zwei Schwänzen

rauchender Feuerbrände, ob dem Entbrennen

des Zornes von Rezin und Aram und dem Sohn

Remaljahus; Jes.30/15.

5. Darob, daß Aram Böses ratschlagte wider

dich, Ephraim und Remaljahus Sohn und

sprachen:

6. Laßt uns hinauf nach Jehudah ziehen und

es aufwecken und für uns spalten, und Tabeels

Sohn als König in seiner Mitte regieren lassen.

2Ch.32/1.

7. So spricht der Herr Jehovah: Nicht soll

es erstehen, und es soll nicht sein! Jes.8/9,10.

8. Denn Arams Haupt ist Damask, und

Damasks Haupt Rezin. Und in noch fünfundsechzig

Jahren ist Ephraim zerrüttet, daß

sie kein Volk mehr seien. Jes.7/17; 9/9.

9. Und Schomron (Samaria) ist Ephraims

Haupt, und Schomroms Haupt der Sohn

Remaljahus. Und glaubt ihr nicht, so bewähret

ihr euch nicht. 2Ch.20/20.

10. Und Jehovah redete wiederum (tat hinzu,

zu reden) zu Achas und sagte:

11. Bitte dir ein Zeichen von Jehovah,

deinem Gott, mache was du dir bittest, in der

Tiefe, oder droben in der Höhe.

12. Und Achas sprach: Ich bitte um nichts

und will Jehovah nicht versuchen. 5Mo.6/16.

13. Und Er sprach: So hört denn, o Haus

Davids! Ist es euch zu wenig, daß ihr die

Männer ermüdet, müßt ihr auch meinen Gott

ermüden? Jes.7/2.

14. Darum wird der Herr euch Selbst ein

Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau (Maid)

wird empfangen und einen Sohn gebären, und

Seinen Namen nennen Immanuel (d.h. Gott

JESAJAH 7/15

103

mit uns). Jes.8/8; 9/6; 54/1,4; 2Mo.3/12; Mi.5/2;

Matth.1/23; Luk.1/31.

15. Butter und Honig wird Er essen, daß

Er wisse, Böses zu verschmähen und Gutes

zu erwählen. Jes.7/22; 5Mo.1/39; Heb.5/14.

16. Denn ehe noch der Junge weiß, Böses

zu verschmähen und Gutes zu erwählen, wir

der Boden, vor dem dir graut (ekelt) verlassen

sein vor seinen zwei Königen. Jes.8/4.

17. Jehovah läßt über dich und über dein

Volk und über deines Vaters Haus Tage

kommen, wie sie nicht sind gekommen seit

dem Tag, da Ephraim von Judah abfiel: den

König von Assyrien.

Jes.7/8: 11/13; 1Kö.12/19; 2Ch.28/20.

18. Und es geschieht an jenem Tage, daß

Jehovah der Fliege zischt, die an den Enden

der Ströme Ägyptens ist, und der Biene im

dem Lande Aschurs.

19. Und sie werden kommen und allesamt

ruhen an den Bächen der Abödungen und in

den Klüften der Felsenklippen, und in allen

Dorngebüschen und an allen Bächlein.

20. An jenem Tage wird der Herr mit dem

Schermesser, gedungen an den Furten des

Flusses, durch Aschurs König abscheren das

Haupt und das Haar an den Füßen, und auch

den Bart nimmt es hinweg.

Jes.10/5f; 2Sa.10/4; 2Ch.28/20.

21. Und es geschieht an jenem Tag, daß ein

Mann eine Färse vom Rinde lebendig behält

und zwei Schafe (vom Kleinvieh);

22. Und ob der vielen Milch, die er gewinnt

(macht), wird er Butter essen; denn Butter und

Honig ißt jeder, der inmitten des Landes

übrigblieb. Jes.7/15; 5Mo.32/13,14.

23. Und an jenem Tage wird geschehen, daß

jeder Ort, da tausend Weinstöcke gewesen,

zu tausend Silberlingen, zum Dornstrauch und

Dorngestrüppe wird.

24. Mit Pfeilen und mit dem Bogen kommt

man hin: denn Dornsträucher und Dorngestrüppe

sind im ganzen Lande.

25. Und auf alle die Berge, die mit der

Hacke man behackt, dorthin wird nicht kommen

die Furcht von Dornstrauch und von

Dorngestrüpp; und es wird sein, daß man

Ochsen hinsendet, und von Schafen (vom

Kleinvieh) es zerstampfen läßt.

Kapitel 8

Immanuel. Seine Zeugnisse.

1.Und Jehovah sprach zu mir: Nimm dir

eine große Tafel und schreibe darauf mit dem

Griffel eines Menschen: Es eilt die Beute, es

sputet der Raub. Jes.30/8; Hab.2/2; Da.5/8.

2. Und ich ließ es mir bezeugen mit treuen

Zeugen, den Priester Urijah und Secharjahu,

Jeberechjahus Sohn;

3. Und nahte der Prophetin und sie empfing

und gebar einen Sohn und Jehovah sprach zu

mir: Nenne seinen Namen Maher Schalal

Chaschbas (d.h. es eilt die Beute, sputet der

Raub).

4. Denn ehe der Junge wird wissen, Vater

und Mutter zu rufen, trägt man das Vermögen

von Damask und Schomrons Beute vor

Aschurs König her. Jes.7/16; 2Kö.16/9; 15/29.

5. Und Jehovah redete wiederum (tat hinzu

zu reden) weiter zu mir und sprach:

6. Weil dies Volk Schiloachs Wasser verschmäht,

die sachte gehen und sich freut an

Rezin und Remaljahus Sohn, Jes.30/15; Ne.3/15.

7. Darum, siehe, bringt herauf über sie der

Herr des Flusses Wasser, die mächtigen und

vielen, Aschurs König und all seine Herrlichkeit.

Und er kommt herauf über all seine

Flußbette und geht über alle seine Ufer.

Jes.7/20; Jer.47/2; 2Kö.18/17.

8. Und dringt in Jehudah ein, überflutet und

geht darüber, er reicht bis zum Hals. Und die

Ausbreitung (das Ausstrecken) seiner Flügel

wird sein die Fülle der Breite Deines Landes,

Immanuel. Jes.7/14; 30/28.

9. Gesellet euch zusammen, ihr Völker und

entsetzet euch, und nehmet zu Ohren, all ihr

Fernen der Erde, umgürtet euch und entsetzet

JESAJAH 8/10

104

euch, umgürtet euch und entsetzet euch!

Jes.19/3; 2Kö.19/21.

10. Faßt (Ratet) einen Ratschluß und er soll

zunichte werden. Redet das Wort, und es

kommt nicht zustande; denn mit uns ist Gott

(Immanuel). Hi.5/12f; 7/14; 19/3.

11. Denn so sprach Jehovah zu mir mit

Kräftigung der Hand, und belehrte mich, nicht

auf dem Wege dieses Volkes zu gehen, und

sprach: Jer.20/7; Ez.3/14.

12. Saget nicht: Ein Bündnis! mit allen, mit

denen dieses Volk sagt: Ein Bündnis! und

fürchtet nicht was sie fürchten, laßt euch nicht

grauen; 2Kö.17/4; Luk.12/4,5; 1Pe.3/14,15.

13. Jehovah Zebaoth, Ihn heiligt! Und Er

sei eure Furcht und Er sei euer Grauen!

Jes.29/23; 30/15; Luk.12/4,5.

14. Und Er wird sein zum Heiligtum; aber

ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Strauchelns

den zwei Häusern Israels, eine Schlinge

und ein Fallstrick dem Bewohner Jerusalems.

Jes.28/16; Hos.14/10; Rö.9/33; 1Pe.2/7,8; Luk.2/34.

15. Und ihrer viele werden daran straucheln

und fallen und zerbrechen, und darin bestrickt

und gefangen werden. Jes.28/12,13; Hos.14/10.

16. Schnüret zu das Zeugnis, versiegle das

Gesetz für Meine Jünger. Jes.29/11; Da.12/4.

17. Ich aber harre auf Jehovah, Der Sein

Antlitz birgt vor Jakobs Haus und hoffe auf

Ihn. Jes.1/15; Ps.33/20; Heb.3/13.

18. Siehe, hier bin ich und die Kinder, die

Jehovah mir gegeben zu Zeichen und zu

Wahrzeichen in Israel von Jehovah der Heerscharen,

Der auf dem Berge Zion wohnt.

Jes.7/3; 8/3; 20/3; Ps.45/17; Heb.2/13.

19. Und wenn sie zu euch sagen: Fraget nach

den Totenbeschwörern und den Zeichendeutern,

die flüstern und murmeln: Soll nicht ein

Volk nach seinem Gott fragen? Soll man für

die Lebendigen zu den Toten?

Jes.29/4; 3Mo.19/31; 2Kö.1/3; Weish.13/18.

20. Zum Gesetz und zum Zeugnis! Sprechen

sie nicht nach solchem Wort, so haben sie noch

keine Morgenröte. Jes.8/16; 2Pe.1/19; 4Mo.23/23.

21. Und hart gedrückt und hungernd zieht

es darin vorbei; und wenn es hungert, dann

ist es entrüstet und flucht seinem König und

seinem Gott, und wendet sich aufwärts.

Ps.59/16; Offb.6/9,11.

22. Und blickt es zur Erde, und siehe,

Drangsal und Finsternis, umnachtet von Angst,

und ins Dunkel hinausgestoßen.

Jes.5/30; 59/10.

23. Denn nicht ist umnachtet, der geängstigt

war; wie Er in früherer Zeit gering hielt im

Lande Sebulon und im Lande Naphthali, aber

es später verherrlichte auf dem Weg nach dem

Meere jenseits des Jordans, in Galiläa, der

Völkerschaften. 1Kö.9/10f; 2Kö.15/29;

Ri.1/30; Matth.4/15f; Joh.7/52.

Kapitel 9

Der Messias.

1. Das Volk, das wandelt in der Finsternis,

hat ein großes Licht gesehen. Über die, so im

Land des Todesschattens wohnen, erglänzt

ein Licht. Jes.42/7; Matth.4/13,16; Luk.1/79.

2. Du machst der Völkerschaft viel, hast die

Fröhlichkeit groß gemacht. Sie sind fröhlich

vor Dir, wie man in der Ernte fröhlich ist, wie

man frohlockt beim Teilen der Beute.

Jes.26/15; Ps.119/162.

3. Denn das Joch seiner Last und den Stab

seiner Schulter, und die Rute, damit man ihn

trieb, hast Du zerbrochen, wie am Tage Midians.

Jes.10/26,27; 14/4f; 60/17; Ri.7/22,24.

4. Denn alles Gedränge wird verdrängt mit

Erdbeben, und das Gewand im Blut gewälzet

wird verbrannt, ein Fraß des Feuers. 1Sa.17/6.

5. Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn

ist uns gegeben, Der auf Seiner Schulter das

Fürstentum hat; und Sein Name wird genannt

Wunderbar, Rat, Gott, Held, Vater der Ewigkeit

(Vater immerfort), Friedensfürst (Oberst

des Friedens). Jes.7/14; 10/21; 22/22; Ri.13/18; Ps.72/7;

Mi.5/1; Luk.1/32; 2/7,11; Joh.3/16.

6. Der da mehret das Fürstentum, und des

Friedens ist kein Ende, auf Davids Throne und

JESAJAH 9/7

105

seinem Königreich, es zu befestigen und zu

stützen mit Recht und Gerechtigkeit von nun

an und bis in Ewigkeit. Der Eifer Jehovahs

der Heerscharen tut solches. Jes.26/3; 37/32;

2Kö.19/31; Ps.72/3,7; Mi.5/1-3; Luk.1/32,33.

7. In Jakob hat der Herr ein Wort gesandt.

Und es fällt in Israel.

8. Und wissen soll es das Volk allzumal,

Ephraim und Schomrons (Samariens) Bewohner,

die im Übermut und Großtun des

Herzens sprechen:

9. Backsteine sind gefallen, laßt uns bauen

mit Quadersteinen. Die Sykomoren sind

niedergehauen, laßt uns sie mit Zedern ersetzen.

1Kö.10/27.

10. Und Rezins Widersacher wird Jehovah

emporheben über ihn, und beschirmen seine

Feinde. Jes.7/1; 2Kö.16/9.

11. Aram von vorn und die Philister von

hinten, und sie fressen Israel auf mit ganzem

Munde. Bei all dem wendet sich Sein Zorn

nicht zurück und ist noch ausgestreckt Seine

Hand. Jes.5/25; 10/4; 4Mo.14/9; Jer.23/20.

12. Aber das Volk kehrt nicht um zu Dem,

Der es schlägt, und fragt nicht nach Jehovah

der Heerscharen. Jes.42/25.

13. Und abschneiden wird Jehovah von

Israel Haupt und Schwanz, Palmzweig und

Binse an einem Tag. Jes.10/33; 19/15; 5Mo.28/13.

14. Der Alte und Angesehene (der erhabenen

Angesichts ist) ist das Haupt, und der

Prophet, der in Lüge unterweist, der ist der

Schwanz.

15. Die dieses Volk anleiten, führen irre,

und verschlungen werden, die sich anleiten

lassen. Jes.3/12; Jer.38/22; Luk.6/39.

16. Darum ist der Herr nicht fröhlich über

Seine Jünglinge, und erbarmt Sich Seiner

Waisen und Witwen nicht; denn heuchlerisch

und böse sind sie alle. Und jeglicher Mund

redet Torheit. Ob all dem wendet sich Sein

Zorn nicht zurück, und Seine Hand ist noch

ausgestreckt. Jes.9/11; 5/25; 10/4; 37/32.

17. Denn die Ungerechtigkeit brennt wie

Feuer, das Dornstrauch und Dorngestrüpp

auffrißt, daß sich des Waldes Dickicht entzündet

und im Emporsteigen des Rauches aufwallt.

Jes.10/17; Mal.4/1.

18. In dem Wüten Jehovahs der Heerscharen

ist verdunkelt das Land, wie Feuers Speise

ist das Volk, der Mann bemitleidet den Bruder

nicht. Jes.8/22.

19. Und er schneidet ab zur Rechten und

hungert, und er ißt zur Linken und wird nicht

satt. Ein jeder Mann frißt das Fleisch seines

Arms. Sach.11/9; Gal.5/15.

20. Menascheh frißt auf den Ephraim, und

Ephraim den Menascheh. Zusammen sind sie

gegen Judah. Ob all dem wendet sich Sein

Zorn nicht zurück und Seine Hand ist noch

ausgestreckt. Jes.9/17; 11/13; 5/25; 10/4.

Kapitel 10

Aschurs Fall. Zions Errettung.

1. Wehe denen, die Satzungen des Unrechts

aufsetzen und Vorschriften der Mühsal schreiben,

Jes.5/23; Matth.23/4,14.

2. Die Armen vom Rechtsspruch zu verdrängen

und den Elenden Meines Volkes das

Recht zu entreißen, daß Witwen ihre Beute

werden und sie die Waisen berauben.

5Mo.27/19.

3. Und was wollt ihr tun am Tag der Heimsuchung

und des Unwetters, das von ferne

kommt? Zu wem wollt ihr um Beistand fliehen,

und wo lassen eure Herrlichkeit?

Jes.13/6f; Ps.7/6.

4. Der sich noch nie gebeugt, fällt unter die

Gefangenen und unter die Erwürgten. Bei all

dem wendet sich Sein Zorn nicht zurück, und

Seine Hand ist noch ausgestreckt.

Jes.5/25; 9/12,17,20.

5.Wehe, Aschur, die Rute Meines Zorns,

und er ist der Stab Meines Unwillens in ihrer

Hand. Jes.7/20; Ez.30/24.

6. Ich sende ihn wider eine heuchlerische

Völkerschaft und gegen das Volk Meines

Wütens entbiete Ich ihn, um Beute zu erbeuten

JESAJAH 10/7

106

und Raub zu rauben, es zu setzen zum Zerstampfen

wie der Gassen Ton.

Jes.5/25; 9/17; Ps.18/43; 83/11.

7. Er aber meint es nicht recht und sein Herz

denkt das Rechte nicht; weil es in seinem

Herzen ist zu vernichten und auszurotten

Völkerschaften, nicht wenige. Sach.1/15.

8. Denn er spricht: Sind meine Obersten

nicht allzumal Könige? 2Kö.18/19f; Ez.25/7.

9. Ist nicht Kalno wie Karchemisch, nicht

Chamath wie Arpad? nicht Schomron (Samaria)

wie Damaskus? Jes.36/18,19; 37/12;

Am.6/2; Jer.49/23; 2Ch.35/20.

10. Wie meine Hand gefunden hat die

Königreiche der Götzen und die Schnitzbilder

derer in Jerusalem und Schomron (Samaria)?

Jes.36/18f.

11. Kann ich nicht, wie ich Schomron

(Samaria) und seinen Götzen getan, auch

Jerusalem und seinen Götzenbildern tun?

12. Und geschehen wird, wenn der Herr all

Sein Tun am Zionsberg und an Jerusalem

ausgeführt hat, will ich heimsuchen die Frucht

des Großtuns des Herzens von Aschurs König

und das Prahlen der Überhebung seiner

Augen; Jes.37/36; 2Kö.19/35.

13. Daß er sprach: Ich habe es getan mit der

Kraft meiner Hand und mit meiner Weisheit;

denn ich bin einsichtsvoll, tue weg der Völker

Grenzen und plündere ihre Vorräte, unterwerfe

als Gewaltiger die Bewohner.

5Mo.8/17.

14. Und es findet wie ein Vogelnest meine

Hand das Vermögen der Völker, und wie man

verlassene Eier einsammelt, sammle ich die

ganze Erde ein, und keiner ist, der nur mit dem

Flügel flattert, noch den Mund aufsperrt und

zirpt.

15. Prahlet die Axt gegen den, der mit ihr

haut? Tut auch die Säge groß gegen den, der

sie zieht? Als schwänge die Rute den, der sie

emporhebt; als höbe der Stab den empor, der

kein Holz ist. Jes.10/5.

16. Darum sendet der Herr, der Herr der

Heerscharen, Magerkeit unter seine Fetten und

statt seiner Herrlichkeit läßt Er auflodern eine

Lohe wie eines Feuers Lohe. Jes.37/36.

17. Und Israels Licht wird zum Feuer und

sein Heiliger zur Flamme und brennt und frißt

auf sein Dorngestrüpp und seinen Dornenstrauch

an einem Tag. Jes.5/19.

18. Und die Herrlichkeit seines Waldes und

seines Fruchtgefildes wird Er verzehren von

der Seele und bis zum Fleische, und wird

werden wie das Hinschwinden (zerschmelzen)

eines Siechenden. Jes.29/17; 37/24; 2Kö.19/23.

19. Und der Überrest der Bäume seines

Waldes ist eine Zahl, so daß ein Junge sie

schreiben kann.

20. Und es wird geschehen an jenem Tag,

daß der Überrest Israels und der Entkommene

von Jakobs Haus sich nicht mehr stützt (nicht

hinzutut zu stützen) auf den, der es geschlagen,

sondern sich stützet auf Jehovah, den Heiligen

Israels in Wahrheit. Jes.10/17; 5/19; 37/31.

21. Der Überrest (schaar-jaschub), Jakobs

Überrest, kehrt (schaar-jaschub) dann zurück

zum Gott dem Mächtigen. Jes.9/6; Jos.22/22;

Rö.9/27,28.

22. Denn war auch dein Volk, o Israel, wie

der Sand des Meeres, so kehrt ein Überrest

davon zurück; Vollendung ist entschieden,

es überflutet die Gerechtigkeit. Hos.1/10; Rö.9/27.

23. Denn eine Vollendung macht und eine

Entscheidung der Herr Jehovah der Heerscharen

in des ganzen Landes Mitte. Jes.28/22.

24. Darum so sprach der Herr, Jehovah der

Heerscharen: Fürchte dich nicht, Mein Volk,

Zions Bewohner, vor Aschur, der mit der Rute

dich schlägt und seinen Stab aufhebt wider

dich im Weg Ägyptens. Jes.10/26.

25. Denn noch um ein winzig Kleines ist

der Unwille vollendet und auf ihren Untergang

ist Mein Zorn. Jes.12/1.

26. Und Jehovah der Heerscharen schwingt

über ihn die Geißel, wie Er am Felsen Oreb

Midjan schlug; und über dem Meere ist Sein

Stab, und Er erhebt ihn auf dem Wege Ägyptens.

Jes.10/24; 37/36; 2Mo.14/26; 17/5; Ri.7/25.

27. Und an jenem Tag geschieht, daß seine

Last von deiner Schulter weggenommen wird,

und sein Joch von deinem Nacken, und in

JESAJAH 10/28

107

Stücke geht das Joch vor dem Fette.

Jes.14/25; 2Kö.18/7; Jer.30/8.

28. Er kommt gen Ajath, zieht hin durch

Migron, mustert zu Michmasch sein Zeug.

1Sa.13/2,16; 14/2.

29. Sie ziehen durch Mebara; unser Nachtlager

ist zu Geba, Ramah erzittert, Gibea

Schaul flieht. 1Sa.13/23; 11/4.

30. Laß tönen deine Stimme, Gallims Tochter,

horche, Laisch, elendes Anathoth!

1Sa.25/44; Jer.1/1.

31. Madmenah entflieht, die so in Gebim

wohnen flüchten sich zusammen. Jos.15/31.

32. Noch diesen Tag zu stehen in Nob; es

wird schwingen seine Hand der Berg der

Tochter Zions, der Hügel Jerusalems. Ne.11/32.

33. Siehe, der Herr Jehovah der Heerscharen

haut ab das Geäste mit Grauen, und die von

hohem Wuchse werden niedergehauen, und

die Emporragenden erniedrigt. Jes.9/14; 37/36.

34. Und umgehauen werden des Waldes

Dickichte vom Eisen, und durch den Stattlichen

fällt der Libanon. Jes.10/18.

Kapitel 11

Das Messiasreich.

1. Und ein Reis geht aus Jischais Stamm

hervor, und ein Schößling aus seinen Wurzeln.

Jes.4/2; 6/13; 53/2; 1Sa.17/12; Matth.2/23; Offb.5/5; Hi.14/7f.

2. Und auf Ihm ruht der Geist Jehovahs, der

Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist

des Rates und der Macht, der Geist der Kenntnis

und der Furcht Jehovahs.

Jes.61/1; 42/1; Offb.1/4; Matth.12/18; Kol.2/9.

3. Und Sein Wohlgefallen (Riechen) wird

sein in der Furcht Jehovahs. Und Er richtet

nicht nach dem, was Seine Augen sehen, und

rügt nicht nach dem, was Seine Ohren hören.

1Sa.16/7; Joh.7/24; Rö.3/6.

4. Sondern Er richtet mit Gerechtigkeit die

Armen, und rügt in Geradheit die Elenden im

Lande, und schlägt die Erde mit der Rute

Seines Mundes, und tötet den Ungerechten

mit dem Hauch Seiner Lippen.

Jes.49/2; Hi.4/9; Ps.72/12f; Offb.19/15.

5. Und Gerechtigkeit ist Seiner Lenden Gurt

und Wahrheit der Gurt Seiner Hüften.

Ps.109/19; Eph.6/14.

6. Und der Wolf weilt beim Lamm und der

Pardel lagert sich bei dem Böcklein; und das

Kalb und der junge Löwe und das Mastvieh

beisammen, und ein kleiner Junge treibt sie.

Jes.65/25; Hi.40/10.

7. Und die Färse und die Bärin weiden,

zusammen lagern ihre Jungen (Kinder). Und

der Löwe frißt Stroh wie das Rind.

Jes.65/25; Hi.40/10.

8. Und es spielt der Säugling an der Natter

Loch, und in des Basilisken Höhle steckt seine

Hand das Entwöhnte. Jes.14/29.

9. Sie tun nichts Böses, noch verderben sie

auf dem ganzen Berg Meiner Heiligkeit; denn

die Erde wird voll sein der Kenntnis Jehovahs,

wie die Wasser das Meer bedecken. Hab.2/14.

10. Und geschehen wird an jenem Tag, daß

nach Jischais Wurzel, die dasteht, ein Panier

den Völkern, nach Ihm die Völkerschaften

fragen werden; und Seine Ruhe ist Herrlichkeit.

Jes.42/6; Offb.5/5; 22/16; Luk.2/31,32.

11. Und an jenem Tage geschieht, daß der

Herr zum zweitenmal hinzutut Seine Hand,

den Überrest Seines Volkes zu erwerben, der

verblieben ist von Aschur und von Ägypten

und von Pathros und von Kusch und von Elam

und von Schinear und von Chamath und von

des Meeres Inseln. Jes.21/2; 24/15; 1Mo.10/14; Da.1/2.

12. Und wird den Völkerschaften ein Panier

erheben, und sammeln Israels Verstoßene und

die Zerstreuten Jehudahs zusammenbringen

von den vier Fittichen der Erde.

Jes.5/26; 49/22; 56/8; Ps.146/2.

13. Und die Eifersucht Ephraims weicht fort,

und ausgerottet werden Jehudahs Dränger.

Ephraim eifert nicht wider Jehudah, und

Jehudah bedrängt nicht Ephraim.

Jes.7/17; 9/20; Ez.37/19f.

14. Und sie werden fliegen auf die Schulter

der Philister dem Meere zu, und berauben

JESAJAH 11/15

108

zusammen des Ostens Söhne; nach Edom und

Moab ihre Hand ausstrecken, und Ammons

Söhne werden auf sie hören. Ps.60/10.

15. Und verbannen wird Jehovah die Zunge

des Meeres von Ägypten und Seine Hand

schwingen über den Fluß, mit Seines Hauches

Heftigkeit und ihn zerschlagen (schlagen) zu

sieben Bächen, daß man in Schuhen ihn betritt.

Offb.16/12.

16. Und eine Bahn wird sein für Seines

Volkes Überrest, der verbleibt von Aschur,

wie eine war für Israel am Tag, da es heraufzog

aus dem Lande Ägypten.

Jes.10/24; 19/23; 2Mo.14/29.

Kapitel 12

Danksagung.

1.Und du wirst sprechen an jenem Tage:

Ich bekenne Dich, Jehovah, denn Du zürntest

mir; Dein Zorn hat sich zurückgewandt, und

Du hast mich getröstet. Jes.10/25; Ps.118/1; To.11/17.

2. Siehe, der Gott meines Heils! Ich will

vertrauen und will nicht schaudern, denn meine

Stärke und Gesang ist Jah Jehovah, und Er

ward mir zum Heil. 2Mo.15/2; Offb.15/3;

Ps.118/14,27.

3. Und Wasser werdet ihr schöpfen mit

Freudigkeit aus dem Brunnquell des Heils;

Jes.44/3; Joel 3/1; 4/18; Joh.7/37,38.

4. Und werdet sagen an jenem Tag: Bekennet

Jehovah, rufet Seinen Namen an! Machet

kund unter den Völkern Seine Taten! Laßt

gedenken, daß erhaben (emporragend) ist Sein

Name! Ps.105/1; 148/13; 1Ch.16/8.

5. Singt Psalmen dem Jehovah; denn Hohes

hat Er getan. Kund ist es auf der ganzen Erde!

Ps.47/2; 2Mo.15/1,14.

6. Laß es ertönen und juble, Zions Bewohnerin;

denn groß in deiner Mitte ist der

Heilige Israels. Jes.10/24,32.

Kapitel 13

Babels Fall.

1. Die Weissagung über Babel, was Jeschajahu,

Amoz Sohn, erschaute: Jes.1/1; 14/4; 15/1;

Jer.23/33f; 50/1; 51/1.

2. Auf ragendem Berge erhebet das Panier,

erhöhet die Stimme für sie, winket mit der

Hand, daß sie eingehen durch der Fürsten

Eingänge. Jes.13/17; 11/12; 18/3; 5/26; Jer.51/27.

3. Ich habe geboten meinen Geheiligten,

auch meine Helden gerufen zu meinem Zorn,

die jauchzen ob meiner Hoheit. Jer.6/4.

4. Die Stimme einer Menge ist auf den

Bergen, gleich wie von vielem Volk, die

Stimme des Tosens von Königsreichen versammelter

Völkerschaften. Jehovah der Heerscharen

mustert das Heer zum Streit.

5. Aus fernem Lande kommen sie, von der

Himmel Ende, Jehovah und die Werkzeuge

Seines Unwillens, um zu zerstören alles Land.

Jes.10/28; 5Mo.28/49.

6. Heulet, denn nahe ist Jehovahs Tag.

Verheerung von Schaddai kommt.

Joel 1/15; 2/1,2; Ez.30/3; Ze.1/7.

7. Darob erschlaffen die Hände aller, und

jegliches Menschen Herz zerschmilzt.

2Sa.4/1; Nah.2/11.

8. Sie sind bestürzt, Wehen und Geburtsnöte

ergreifen sie, sie kreißen wie eine Gebärerin;

ein Mann starrt an seinen Genossen. Flammengesichter

sind ihre Angesichter. Jes.21/3.

9. Siehe, Jehovahs Tag kommt grausam und

wütend und mit Entbrennung des Zornes, das

Land in Verwüstung zu legen und seine Sünder

daraus zu vernichten.

10. Denn die Sterne der Himmel und ihre

Sternbilder lassen ihr Licht nicht leuchten, die

Sonne ist finster in ihrem Ausgang und der

Mond läßt sein Licht nicht glänzen.

Joel 2/10; 3/4; 4/15; Ez.32/7; Mi.3/6; Matth.24/29;

Mark.13/24; Luk.21/25; Am.5/8; Hi.9/9.

11. Und heimsuchen will Ich in der Welt

das Böse, und an den Ungerechten ihre MisseJESAJAH

13/12

109

tat und dem Stolz der Vermessenen Einhalt

tun (feiern lassen), und der Trotzigen Übermut

erniedrigen. Jes.10/12.

12. Kostbarer will Ich den Mann machen,

denn feines Gold, und den Menschen, denn

Ophirs lauteres Gold. 1Kö.9/23,28.

13. Darum lasse Ich die Himmel zittern und

die Erde erbeben von ihrem Ort, bei dem

Wüten Jehovahs der Heerscharen und am Tage

des Entbrennens Seines Zornes.

Jes.24/19,20; Hag.2/6,7.

14. Und es geschieht, daß wie ein verscheuchtes

Reh, und wie die Herde, die keiner

zusammenbringt, der Mann zu seinem Volke

sich wendet und der Mann nach seinem Lande

flieht. 4Mo.27/17.

15. Jeder, der gefunden wird, wird durchstochen,

und jeder, der sich versammelt, fällt

durch das Schwert.

16. Und ihre Kindlein werden vor ihren

Augen zerschmettert, geplündert ihre Häuser

und geschändet ihre Weiber.

Nah.3/10; Ps.137/9; Sach.14/2.

17. Siehe, Ich errege wider sie die Meder,

die Silber nicht achten und keine Lust am

Golde haben; 2Kö.17/6; Ri.5/19.

18. Und die Jünglinge zerschmettern die

Bogen und erbarmen sich nicht der Frucht des

Leibes, noch schont ihr Auge der Söhne.

Jes.13/16; Nah.3/10.

19. Und Babel, die Zierde der Königreiche,

der Schmuck des Stolzes der Chaldäer wird

wie die Umkehrung Gottes von Sodom und

Gomorrah. 1Mo.19/24f; Jer.50; Da.2/37; 4/27.

20. Nimmermehr wird man darin wohnen

(sitzen), und nicht wohne man da auf Geschlecht

und Geschlecht, nicht zeltet dort der

Araber und die Hirten lassen dort nicht lagern.

Jer.50/39f.

21. Und die Zijim (d.s. abscheuliche Nachtvögel)

lagern dort, und ihre Häuser füllen die

Ochim (d.s. abscheuliche Nachtvögel), und

die Töchter der Nachteulen wohnen da, und

allda hüpfen die Feldteufel.

Jes.34/11; 3Mo.17/7; Ze.2/14; Offb.18/2.

22. Und die Ijim (d.s. Wüstentiere) antworten

einander in ihren Palästen und Drachen

in den Tempeln der Üppigkeit. Und nah ist

ihre Zeit, daß sie komme und ihre Tage werden

nicht verziehen. Jer.27/7; Mi.1/8; Ze.2/14.

Kapitel 14

Untergang Babels und Aschurs.

1. Denn Jehovah wird Sich Jakobs erbarmen

und Israel wiederum erwählen und sie auf

ihren Boden setzen, und ihnen hängt an der

Fremdling und hält sich zum Hause Jakobs.

Sach.1/17; Esr.2/65; 6/12; Ne.10/29; Est.8/17.

2. Und die Völker werden sie nehmen und

hineinbringen an ihren Ort. Und das Haus

Israel wird sie ererben auf dem Boden Jehovahs

zu Knechten und zu Dienstmägden, und

wird gefangen führen, die so es hatten gefangengeführt,

und sich unterwerfen seine

Treiber. 3Mo.25/23; Esr.2/65.

3. Und es wird geschehen, daß am Tag, da

dir Jehovah Ruhe gibt von deinen Schmerzen

und von deiner Beunruhigung und von der

harten Knechtschaft, in der du dienen mußtest,

Jes.14/1.

4. Da wirst du diesen Spruch erheben über

den König Babels und sprechen: Wie hört

doch der Treiber auf (feiert), wie hört die

Goldsucht auf (feiert)! Jes.9/4; 16/4.

5. Zerbrochen hat Jehovah den Stab der

Ungerechten, die Rute der Herrschenden,

6. Er, Der die Völker schlug in Wut, mit

Schlägen ohne Ablenken, Der die Völkerschaften

beherrscht im Zorn, Der verfolgt ohne

Zurückhaltung. Da.5/19.

7. Es ruhet und rastet die ganze Erde, sie

sind in Jubel ausgebrochen. Ri.3/11,30; Hab.2/20.

8. Auch die Tannen sind fröhlich ob dir, die

Zedern Libanons: Seitdem du liegst, kommt

niemand herauf, um uns umzuhauen.

Jes.37/24.

9. Die Hölle drunten zitterte ob dir, entgegen

dir zu kommen, sie erregte dir die Rephaim,

JESAJAH 14/10

110

alle die Rüstigen der Erde; sie ließ aufstehen

von ihren Thronen alle Könige der Völkerschaften.

Jes.34/6; Sach.10/3.

10. Sie alle antworten und sprechen zu dir:

Auch du bist wie wir hinfällig geworden, bist

uns gleich geworden. Jes.28/13; Ez.32/21f.

11. Zur Hölle ist hinabgefahren dein Stolz

und deiner Psalter Toben; Maden sind deine

Streue unter dir und deine Decke Würmer.

Ez.32/18f; Hi.21/26.

12. Wie bist vom Himmel du gefallen, du

Leuchtender, Sohn der Morgenröte? Zur Erde

niedergehauen, geschwächt unter den Völkerschaften!

Ez.28/2f; Hi.38/7; Matth.11/23;

Luk.10/15,18; Offb.8/10.

13. Und du sprachst in deinem Herzen: Zu

den Himmeln steige ich auf, über die Sterne

Gottes erhöhe ich meinen Thron, und will

sitzen auf dem Berg der Versammlung auf den

Hinterseiten der Mitternacht.

Da.11/36,45; 2Th.2/4.

14. Ich will hinaufsteigen auf der Wolken

Höhen (Opferhöhen), will mich dem Höchsten

gleichmachen. 1Mo.8/5; 3/5; Ps.48/3;

Ez.28/14; 1/4; 36/6; 2Th.2/4.

15. Doch wirst du hinabgestürzt zur Hölle,

auf die Hinterseiten der Grube.

Jes.30/33; Ez.26/20; 32/23; Matth.11/23.

16. Die dich sehen, schauen dich an, betrachten

dich: Ist das der Mann, der die Erde zittern,

die Königreiche erbeben machte?

17. Er machte zur Wüste die Welt, riß nieder

ihre Städte, löste (öffnete) seine Gebundenen

nicht, nach Hause [zu kehren] (steht nicht im

Hebr.). Jer.50/33.

18. Alle Könige der Völkerschaften liegen

allzumal in Herrlichkeit, jeder Mann in seinem

Haus! 1Kö.13/22.

19. Du aber wirst aus deinem Grab geworfen,

wie ein verabscheuter Schößling, das

Kleid Erwürgter, vom Schwert Durchbohrter,

die an die Steine der Grube hinabfahren, wie

eine zertretene Leiche. Jer.22/19.

20. Nicht wirst du mit ihnen vereint in dem

Grabe; denn du hast verdorben dein Land und

hast dein Volk erwürgt, nicht wird in Ewigkeit

genannt der Bösen Samen. Jes.1/4; Nah.1/14.

21. Bereitet für ein Schlachten seine Söhne

um ihrer Väter Missetat willen, daß sie nicht

aufstehen und das Land besitzen, und der Welt

Angesicht mit Städten füllen. 2Mo.20/5.

22. Und Ich will Mich aufmachen wider sie,

spricht Jehovah der Heerscharen, und ausrotten

zu Babel Namen und Überrest und Sproß und

Schoß, spricht Jehovah. Hi.18/19.

23. Und will es machen (setzen) zum Erbbesitze

der Entenadler und zu Teichen des

Wassers; und sie fortkehren mit dem Besen

der Vernichtung, spricht Jehovah der Heerscharen.

Jes.34/11.

24. Jehovah der Heerscharen schwor es und

sprach: Wie Ich es gemeint, so soll es werden,

und wie Ich es beratschlagte, soll es erstehen!

25. Daß Aschur zerbreche in Meinem Land

und Ich ihn zertrete auf Meinen Bergen, auf

daß sein Joch von ihnen fortweiche und seine

Last fortweiche von ihrer Schulter.

Jes.10/27; 31/8; 9/4.

26. Dies ist der Ratschluß, beschlossen über

alles Land, und das ist die Hand, über alle

Völkerschaften ausgestreckt.

27. Denn Jehovah der Heerscharen hat es

beschlossen, und wer will es zunichte machen?

Und Seine Hand ist ausgereckt. Und wer will

sie zurückwenden? Da.4/32.

28. Im Jahr, da König Achas starb, war dies

die Weissagung: Jes.13/1,2; 2Ch.28/27.

29. Sei nicht fröhlich, du ganz Philistäa, daß

die Rute, die dich schlug, zerbrochen ist; denn

aus der Wurzel der Schlange geht ein Basilisk

hervor, und seine Frucht ist eine fliegende

Feuerschlange.

Jes.30/6; 2Kö.18/8; Jer.47/1f; 48/17; 2Ch.26/6.

30. Und die Erstgeborenen der Armen

weiden und die Dürftigen lagern in Sicherheit,

aber durch Hunger töte Ich deine Wurzel und

deinen Überrest erwürget er. Jes.5/17; 2Kö.18/8.

31. Heule, Tor! Schreie, Stadt! Zerfließe,

du ganz Philistäa, weil von Mitternacht ein

Rauch kommt, und kein Einsamer in seinen

Versammlungen ist. Jes.3/26; Klg.2/8,18.

32. Und was wird man den Boten der  Heiden

hin und wieder sagen?

Jehovah hat Zion

gegründet, und daselbst werden die Elenden

seines Volkes Zuversicht haben

 Jes.33/7; 26/1; Ps.87/5; 102/16f.

 

Kapitel 15

Moab.

1. Weissagung über Moab. Fürwahr, in der

Nacht ist Ar verheert, ist Moab untergegangen.

Fürwahr in der Nacht ist Kir-Moab verheert,

ist untergegangen.

Jes.16/7,13; 17/1; Ze.2/8f; Jer.48/1; 4Mo.21/28.

2. Bajith und Dibon ziehen hinauf nach

Bamoth, zu weinen. Auf Nebo und auf Medeba

heult Moab. Kahlheit ist auf aller Haupt, jeder

Bart ist abgeschoren. Jes.16/12; 22/12;

4Mo.21/30; Jer.7/29; 48/37; Ez.7/18.

3. In seinen Gassen gehen sie mit Säcken

gegürtet. Auf seinen Dächern und in seinen

Straßen heult alles, es rinnt herab mit Weinen.

Jes.22/1; Jer.48/38; Ez.7/18.

4. Und Chesbon schreit und Elealeh, bis

Jahaz wird ihre Stimme gehört. Darum schreien

auf Moabs Gerüstete, Übel ist es in seiner

Seele. 4Mo.21/23,26.

5. Mein Herz schreit um Moab, seine Flüchtlinge

sind bis Zoar hin, eine dreijährige Färse,

denn den Steig nach Luchith - unter Weinen

steigt man ihn hinan; denn auf dem Weg nach

Choronajim erregen sie ein Geschrei des

Zerbrechens. Jer.48/15,34,36; 5Mo.34/3.

6. Denn wüste sind die Wasser Nimrims;

denn vertrocknet ist das Gras, verzehrt das

junge Kraut, nichts Grünes ist da.

2Kö.3/19,25; Jos.13/27.

7. Darum tragen sie das übrige, das sie

gemacht, und ihr Erspartes über den Bach der

Weiden.

8. Denn Geschrei umringt Moabs Grenze;

bis Eglajim ihr Heulen, und das Heulen bis

Beer-Elim.

9. Denn Dimons Wasser sind voll Blut; denn

weiteres lege Ich auf Dimon, auf Moabs

Entkommene: einen Löwen, und für das übrige

des Bodens. Jes.15/2; 2Kö.3/22f; Jer.4/7.

Kapitel 16

Fortsetzung.

1. Sendet das Lamm des Herrschers des

Landes von Sela nach der Wüste zum Berg

der Tochter Zions. 2Kö.3/4; 14/7.

2. Und wie ein flüchtiger Vogel, ein entsandtes

Nest, werden die Töchter Moabs sein an

Arnons Furten. Jes.10/14; 4Mo.21/13.

3. Bringet Rat, machet Entscheid, setze

deinen Schatten in der Mitte des Mittags wie

die Nacht, birg die Verstoßenen und offenbare

den Flüchtigen nicht.

4. Lasset meine Verstoßene in dir weilen;

o Moab, sei ihnen eine Burg vor dem Verheerer,

bis der Bedrücker ein Ende hat, alle wird

der Verheerer, der Zerstampfer ein Ende

nimmt. Jes.14/4.

5. Und befestigt wird der Thron durch

Barmherzigkeit, und auf ihm sitzt in Wahrheit

in Davids Zelt ein Richter, der nach Recht

fragt und eilends fördert die Gerechtigkeit.

Jes.9/6,7; Ps.89/15; Jes.32/1; Da.7/14,27; Mi.4/7.

6. Wir hören von Moabs Stolz, er ist sehr

hochmütig, von seinem Hochmut und seinem

Stolz und seinem Wüten, und von seinen

Unwahrheiten, die nicht richtig sind.

Jes.44/25; Jer.48/29; Ze.2/8.

7. Darob wird heulen Moab, ganz Moab

wird heulen ob den Grundfesten von Kir-

Chareseth; ihr werdet seufzen ganz zerknirscht.

Jes.15/1; 22/6; Jer.48/31.

8. Denn Cheschbons Gefilde ist verschmachtet,

der Weinstock Sibmahs; die Meister der

Völkerschaften zerschlugen seine Edelreben,

bis Jaeser reichten sie, sie wanderten über die

Wüste hin, und seine Ranken breiteten sich

hin und gingen hinüber über das Meer.

Jer.48/32.

9. Darum beweine ich mit Weinen Jaeser,

JESAJAH 16/10

112

den Weinstock Sibmahs, netze mit meiner

Träne dich, Cheschbon und Elealeh, daß auf

deine Lese und auf deine Ernte fällt das Kelterlied.

Jes.15/4; Jer.48/32.

10. Und Fröhlichkeit und Frohlocken ist

weggenommen (eingesammelt) vom Karmel,

und in den Weinbergen jubelt man nicht, man

schreit nicht, Wein in den Kufen tritt nicht der

Treter. Den Kelterruf lasse ich feiern.

Jes.9/3; Jer.48/5,33.

11. Darum dröhnen meine Eingeweide um

Moab, wie die Harfe, und mein Inwendiges

über Kir-Chares. Jes.15/5; Jer.48/36; Hi.30/27.

12. Und es geschieht, daß man sieht, wie

Moab sich abmüht auf der Opferhöhe, und

er kommt in sein Heiligtum zu beten und

vermag nichts. Jes.15/2; 4Mo.22/41.

13. Dies ist das Wort, das vordem Jehovah

über Moab geredet hat.

14. Nun aber redet Jehovah und sagt: In drei

Jahren, wie des Löhners Jahren, wird Moabs

Herrlichkeit gering werden bei aller seiner

vielen Menge, und verbleibt nur ein winzig

Weniges, ohne Gewalt. Jes.21/16; Hi.14/6.

Kapitel 17

Damaskus und Israel.

1. Weissagung über Damaskus. Siehe, hinweggenommen

ist Damaskus, so daß es keine Stadt

mehr ist, und ist zum Trümmerhaufen verfallen.

Jes.7/8; 19/1; Jer.49/23; Am.1/3; 2Kö.16/9.

2. Verlassen sind Aroers Städte, für Herden

(die Triebe) sind sie, und sie lagern sich und

niemand scheucht sie auf. Jos.13/16.

3. Zu Ende ist (es feiert) die Festung aus

Ephraim und das Königreich aus Damask, und

Arams Überrest wird wie die Herrlichkeit von

Israels Söhnen! spricht Jehovah der Heerscharen.

Jes.17/7,9. Mi.1/6.

4. Und an jenem Tag geschieht, daß Jakobs

Herrlichkeit verarmt und seines Fleisches Fett

wird mager. Jes.9/8; Am.7/2.

5. Und sein wird es, wie wenn einer die

Ernte sammelt, die stehende Saat, und sein

Arm die Ähren erntet, so wird es sein, wie

wenn einer im Talgrunde Rephaim Ähren

aufliest. Jos.15/8.

6. Und eine Nachlese verbleibt darin, wie

beim Abschlagen der Oliven zwei, drei Beeren

an des Gipfels Spitze (Haupt), vier, fünf im

Geäst des Fruchtbaumes (Fruchtbaren), spricht

Jehovah, der Gott Israels.

Jes.24/13; 2Kö.15/29; 2Ch.30/11,18.

7. Am selben Tage schaut aus der Mensch

nach Dem, so ihn gemacht, und seine Augen

sehen auf den Heiligen Israels.

Jes.1/4; 2Ch.30/11,18; 35/18.

8. Und er schaut nicht aus auf die Altäre,

die seine Hände gemacht, noch sieht er auf

das, was seine Finger gemacht, und auf Ascheren

und Sonnensäulen. Jes.2/8; 3Mo.26/30; 1Kö.14/23.

9. An jenem Tage sind die Städte seiner

Stärke wie Verlassenes des Forstes und des

Gipfels, das sie verlassen vor den Söhnen

Israels und sind Wüstenei.

10. Weil du vergessen den Gott deines Heils,

und des Felsen deiner Stärke nicht gedacht

hast, darum wirst du liebliche Pflanzen anpflanzen,

aber du wirst es besäen mit des

Fremden Reben. 5Mo.32/15,18.

11. Am Tage bringst du deine Pflanzen zum

Wachsen, und am Morgen blüht deine Saat:

Der Erntehaufen am Tage des Erbes und ein

verzweifelter Schmerz. Jes.16/9.

12. Wehe! Ein Getobe vieler Völker, wie

das Getobe von Meeren toben sie, und ein

Tosen von Volksstämmen, wie gewaltiger

Wasser Tosen tosen sie. Jes.17/14; Jer.46/7; Offb.17/15.

13. Wie Tosen vieler Wasser tosen die

Volksstämme; und Er droht ihm und von ferne

flieht er und wird gejagt (verfolgt), wie Spreu

der Berge vor dem Wind, wie vor dem Sturmwind

der Staubwirbel. Jes.29/5; Ps.76/7; 1/4; 83/14.

14. Zur Zeit des Abends, und siehe, da ist

Bestürzung; bevor es Morgen wird, ist keiner

da. Das ist das Teil, das unseren Plünderern

wird, und das Los unserer Räuber.

Jes.37/36; Hi.20/29; 2Kö.19/35.

JESAJAH 18/1

113

Kapitel 18

Die Kuschiter - Mohrenland.

1. Wehe dem Lande, von Flügeln beschattet,

das jenseits der Flüsse von Kusch ist;

Jes.7/18; Ze.3/10; Ez.30/9; 1Mo.10/6.

2. Das Botschafter auf das Meer sendet und

in Fahrzeugen aus Binsen auf den Angesichten

der Wasser: Gehet hin, ihr schnellen Boten

zu der langgestreckten und ausgeplünderten

Völkerschaft, dem Volke furchtbar, seitdem

es ist und fürderhin, der Völkerschaft ausgemessen

und zerstampft, dessen Land Flüsse

berauben. Jes.45/14; Hi.9/26.

3. Ihr alle, die ihr wohnt in der Welt und

ihr Einwohner der Erde, so man auf den

Bergen das Panier erhebt, so sehet, und wenn

man in die Posaune stößt, höret!

Jes.13/3; Jer.4/5; 6/1.

4. Denn also spricht zu mir Jehovah: Ich

will rasten und blicken in Meiner Stätte, wie

die heitere Hitze über dem Licht, wie eine

Wolke von Tau in der Ernte Hitze.

Jes.25/5; Ps.33/14.

5. Denn vor der Ernte, wenn die Blüte zu

Ende ist, und die Blume zum reifenden Herling

geworden ist, wird man die Ranken abschneiden

und die Reben wegtun und abkippen.

Hi.15/33.

6. Sie werden allesamt den Raubvögeln der

Berge und dem Vieh des Landes überlassen;

aber dem Raubvogel ekelt davor, und alles

Vieh des Landes schmäht sie. Ez.31/13.

7. Zu jener Zeit wird dem Jehovah der

Heerscharen eine Opfergabe herbeigebracht,

ein langgestrecktes und ausgeplündertes Volk,

von einem Volke furchtbar, seitdem es ist und

fürderhin, einer ausgemessenen und zerstampften

Völkerschaft, dessen Land die Flüsse

berauben, an den Ort des Namens Jehovahs,

nach dem Berge Zion.

Jes.18/2; 5Mo.12/5; Ps.68/30,32; Apg.8/27.

Kapitel 19

Weissagung über Ägypten.

Aschur. Israel.

1. Weissagung über Ägypten. Siehe, Jehovah

fährt daher auf leichter Wolke und kommt

nach Ägypten, und Ägyptens Götzen erbeben

vor Seinem Angesicht, und Ägyptens Herz

zerschmilzt in seinem Inneren.

Jes.21/1; 2Mo.12/12; Ez.29/2; 30/18; Jer.43/12; 46/2.

2. Und Ich will Ägypter wider Ägypter

verwirren, daß sie streiten, der Mann gegen

seinen Bruder, und ein Mann gegen seinen

Genossen, Stadt gegen Stadt, Königreich wider

Königreich. Matth.12/25; Luk.11/17.

3. Und ausgeleert soll werden der Geist

Ägyptens in seinem Inneren, und seinen Rat

will Ich verschlingen. Und sie werden die

Götzen befragen und die Bezauberer und die

Totenbeschwörer und die Zeichendeuter.

Ps.33/10.

4. Und Ich überantworte die Ägypter in die

Hand eines harten Herrn, und ein starker

König soll herrschen über sie, spricht der Herr

Jehovah der Heerscharen.

5. Und versiegen sollen die Wasser aus dem

Meer, und der Fluß soll austrocknen und

trocken werden. Jes.30/12; Ez.29/9f; Hi.14/11.

6. Und die Flüsse werden verlaufen, arm

und ausgetrocknet werden die Ströme Ägyptens;

Rohr und Schilf versiechen. Jes.37/25.

7. Und die Auen am Strom und an der

Mündung des Stromes, und alle Saat des

Stromes verdorrt, zerstiebt und ist nicht mehr.

8. Und die Fischer ächzen und es trauern

alle, so die Angel werfen in den Strom; und

die, so das Fischernetz ausbreiten über der

Wasser Fläche, verschmachten.2Mo.7/21; 4Mo.11/5.

9. Beschämt werden die, so in Seidenflachs

arbeiten (dienen), und die weben durchbrochenes

Zeug. Ez.27/7.

10. Zerstoßen sind seine Grundpfeiler; alle,

die um den Lohn Teiche für Fische (Teiche

der Seele) machen.

JESAJAH 19/11

114

11. Nur Narren sind die Obersten Zoans,

die Weisen der Räte Pharaos, ihr Rat ist

unvernünftig geworden. Wie sprechet ihr zu

Pharao: Ein Sohn der Weisen bin ich, ein Sohn

von Königen der Vorzeit. Jes.30/4; Ps.78/12; Ez.30/14.

12. Wo sind sie nun, deine Weisen? Und

laß doch sie dir ansagen und wissen, was

Jehovah der Heerscharen über Ägypten hat

beratschlagt? Jes.47/13; 1Kor.1/20.

13. Närrisch sind Zoans Oberste, verführt

die Obersten Nophs, sie führen Ägypten, den

Eckstein seiner Stämme, irre. Jer.44/1; Sach.10/4.

14. Jehovah goß den Geist der Verkehrtheiten

in sein Inneres, daß sie Ägypten in all

seinem Tun irre führen, wie in seinem Gespei

der Trunkene irre geht. Jes.24/20; 28/8; 29/10.

15. Kein Werk hat Ägypten, das Kopf und

Schwanz, Palmast und Binse ausmachte.

Jes.9/14.

16. An jenem Tage wird Ägypten sein wie

Weiber, und wird erzittern und schaudern vor

dem Schwingen der Hand Jehovahs der Heerscharen,

wenn Er sie schwingt über sie.

Jes.10/32; Sach.2/9.

17. Und Jehudahs Boden wird für Ägypten

ein Schreckwort. Jeder, der sein gedenkt bei

ihm, schaudert vor dem Ratschluß Jehovahs

der Heerscharen, den Er gegen es beschlossen.

Jes.14/27.

18. An jenem Tage werden in Ägyptenland

fünf Städte sein, so reden mit der Lippe Kanaans

und schwören bei Jehovah der Heerscharen.

Sonnenstadt heißt man die eine.

Jes.36/11; Jer.12/16.

19. An jenem Tag wird ein Altar für Jehovah

sein in der Mitte des Landes Ägypten und

neben seiner Grenze eine Denksäule für Jehovah.

Jos.22/26,27; 1Mo.28/18,22.

20. Und wird zum Zeichen und zum Zeugnis

für Jehovah der Heerscharen im Land Ägypten.

Wenn sie schreien zu Jehovah ob den

Unterdrückern, wird Er ihnen einen Retter und

Fürsten (Großen) senden, daß Er sie errette.

Ne.9/27.

21. Und kund wird den Ägyptern Jehovah

werden, daß an jenem Tage die Ägypter

Jehovah kennen und Ihm mit Schlachtopfer

und Speiseopfer dienen, und Gelübde Jehovah

geloben und entrichten. Ps.68/32; Mal.1/11; Pr.5/3.

22. Und Jehovah wird Ägypten schlagen,

es schlagen und heilen, und sie werden zu

Jehovah zurückkehren, und Er läßt Sich von

ihnen erflehen und heilt sie.

5Mo.32/39; 1Sa.2/6; 1Ch.5/20.

23. An jenem Tag wird eine Bahn von

Ägypten nach Aschur sein, und Aschur nach

Ägypten und Ägypten nach Aschur kommen;

und die Ägypter werden Aschur dienen.

Jes.11/16; 57/14.

24. An jenem Tag wird Israel der dritte sein

für Ägypten und für Aschur, ein Segen inmitten

des Landes, 1Mo.12/2.

25. Das segnen wird Jehovah der Heerscharen

und sprechen: Gesegnet sei Mein Volk

Ägypten und Aschur, Meiner Hände Werk,

und Israel, Mein Erbe. 5Mo.32/9; Ps.100/3.

 

Kapitel 20

Gefangenschaft von Ägypten und

Äthiopien symbolisch dargestellt.

1. Im Jahr, da Tharthan nach Aschdod kam,

da ihn Sargon, König von Aschur, sandte, und

er wider Aschdod stritt und es gewann.

2Kö.18/17; Jos.13/3; 1Sa.5/1.

2. Zur selben Zeit redete Jehovah durch die

Hand Jeschajahus, des Sohnes des Amoz, und

sprach: Gehe und löse (öffne) den Sack von

deinen Lenden und zieh ab den Schuh von

deinem Fuß. Und er tat so und ging nackt und

barfuß. 1Sa.19/24; 2Kö.1/8; Jer.13; Ez.4.

3. Und Jehovah sprach: Wie mein Knecht

Jeschajahu nackt und barfuß geht drei Jahre,

als Zeichen und Wahrzeichen über Ägypten

und über Kusch: Jes.8/18.

4. So wird wegtreiben Aschurs König die

Gefangenschaft Ägyptens und Kuschs Verbannte,

Junge und Alte, nackt und barfuß mit

aufgedecktem Gesäß, die Blöße Ägyptens.

JESAJAH 20/5

115

5. Daß sie entsetzt und beschämt werden

ob Kusch, auf den sie vertrauten, und auf

Ägypten, ihren Schmuck. Jes.30/2.

6. Und sprechen wird an jenem Tag, der auf

dieser Insel wohnt: Siehe, so ist unsere Zuversicht,

zu der wir flohen um Beistand, zur

Errettung vor Aschurs König! Und wie sind

wir entronnen? Ez.33/24.

 

Kapitel 21

Babels Untergang.

1. Weissagung über des Meeres Wüste. Wie

Stürme eindringen im Mittag, kommt es von

der Wüste, vom furchtbaren Land.

Jes.21/11; Sach.9/14.

2. Ein hartes Gesicht ward mir angesagt:

Der Treulose handelt treulos, es verheert der

Verheerer. Zieh herauf, Elam, belagere Madai;

alles Seufzen laß Ich zu Ende kommen.

Jes.13/17; 24/16; 22/6; 1Mo.10/2; 4Mo.12/6; Da.8/2.

3. Darum sind von Pein erfüllt meine Lenden;

Wehen wie Wehen der Gebärerin ergreifen

mich. Ich krümme mich, daß ich nichts

höre; ich bin bestürzt, daß ich nichts sehe.

Jes.13/8; 26/17.

4. Mein Herz geht irre, Grausen hat geängstigt

mich; die Dämmerung, nach der mich

verlangt, macht Er zum Erzittern mir. Da.5/30.

5. Man richte den Tisch zu, man wache auf

der Wache, man esse, trinke. Machet euch auf,

ihr Obersten, salbet den Schild! 2Sa.1/21.

6. Denn also spricht der Herr zu mir: Gehe,

laß den Wächter stehen, der, was er sieht,

ansage. 2Sa.18/24f.

7. Und er sah einen Streitwagen, ein Paar

Reiter, einen Streitwagen mit Esel, einen

Streitwagen mit Kamel, und horchend horchte

er mit vielem Horchen. Jes.66/20.

8. Und es ruft der Löwe auf der Warte: Herr,

ich stehe am Tag beständig, und alle Nächte

stelle ich mich auf meine Hut. Hab.2/1; Offb.10/3.

9. Und siehe, da kam der Streitwagen eines

Mannes, ein Paar Reiter. Und er antwortete

und sprach: Gefallen, gefallen ist Babel; und

alle Schnitzbilder ihrer Götter sind zerbrochen

auf der Erde. Jer.51/8; Ez.30/13; Offb.14/8.

10. Du, meine Gedroschene und du, Sohn

meiner Tenne: was ich von Jehovah der Heerscharen,

dem Gott Israels gehört, sage ich euch

an. Jer.51/33.

11.Weissagung über Dumah: Man ruft zu

mir aus Seir: Hüter, wie ist es mit der Nacht?

Hüter, wie ist es mit der Nacht?1Mo.25/14; 5Mo.2/5.

12. Der Hüter spricht: Der Morgen kommt,

und es kommt auch die Nacht. Wenn ihr es

wollt erfragen, erfraget, kehret zurück, kommet!

13. Weissagung über Arabien: Im Walde

in Arabien übernachtet, ihr Wanderzüge der

Dedaniter! 1Mo.25/3; Jer.49/8.

14. Bringet Wasser dem Dürstenden entgegen,

die ihr im Land Thema wohnet; mit

seinem Brot empfanget die Flüchtigen.

15. Denn vor dem Schwerte entfliehen sie,

vor dem gezückten Schwert und vor dem

gespannten Bogen, vor des Streites Schwere.

16. Denn also spricht der Herr zu mir: Ein

Jahr noch, wie des Löhners Jahre, dann ist zu

Ende (alle) Kedars ganze Herrlichkeit.

Jes.16/14; Jer.49/28.

17. Und der Überrest der Zahl, des Bogens

der Mächtigen, der Söhne Kedars soll weniger

werden, denn Jehovah, der Gott Israels, hat

geredet. Jes.22/25.

 

Kapitel 22

Jerusalem belagert, Sebna gestürzt.

Eljakim berufen.

1. Weissagung über die Schlucht des Schauens:

Was ist dir doch, daß dir alles auf die

Dächer hinaufsteigt? Jes.13/1; 23/1; 15/3; Jer.48/38.

2. Du Stadt, voll Tobens und Getümmels,

du Stadt des Jauchzens! Deine Erschlagenen

sind nicht vom Schwert erschlagen und nicht

JESAJAH 22/3

116

im Streit gestorben. Ze.2/15; Klg.4/9f.

3. Alle deine Anführer zumal entfliehen,

vor dem Bogen sind sie gebunden, alle, die

man in dir fand, sind gebunden, von ferne

entwichen sie.

4. Darum sprach ich: Schauet von mir weg,

laßt bitterlich mich weinen, dringet nicht in

mich, mich zu trösten ob der Verheerung der

Tochter meines Volkes! Jer.4/11.

5. Denn ein Tag ist es des Getümmels und

der Zertretung und Verworrenheit, vom Herrn

Jehovah der Heerscharen in der Schlucht des

Schauens; ob des Untergrabens der Mauer und

des Getöses bis zum Berge. Jes.13/6.

6. Und Elam trägt den Köcher, im Streitwagen

des Menschen, mit Reitern, und Kir entblößt

den Schild. Jes.15/1; 21/2.

7. Und geschehen wird es, daß deiner Talgründe

auserwählte sich füllen mit Streitwagen

und Reitern, sie stellen sich in Stellung an das

Tor.

8. Und er deckt auf die Decke von Jehudah,

und nach den Waffen im Waldhause blickst

du an diesem Tage.

Jes.47/2,3; 1Kö.7/2; Jer.13/26; Ne.3/19; Klg.1/10.

9. Und ihr seht die Mauerrisse der Stadt

Davids, daß ihrer viel sind; und ihr bringt

zusammen des unteren Teiches Wasser.

Jes.7/3; 2Ch.32/3,4.

10. Und ihr zählet die Häuser Jerusalems

und reißet die Häuser nieder, die Mauer zu

befestigen. Jes.22/5; Jer.33/4.

11. Und ihr machet einen Behälter zwischen

den beiden Mauern, für das Wasser des alten

Teiches. Und ihr blicket nicht nach Dem, Der

solches tut; auf Den, Der solches aus der Ferne

bildet, seht ihr nicht.

Jes.7/3; 2Kö.20/20; 2Ch.32/3,4; 33/14.

12. Und an selbem Tage ruft der Herr Jehovah

der Heerscharen zum Weinen und zum

Klagen, und zur Kahlheit und zur Gürtung mit

dem Sacke. Jes.15/2; Mi.1/16.

13. Und siehe, Freude und Fröhlichkeit ist

es, man würgt Rinder und schlachtet Kleinvieh,

man ißt Fleisch und trinkt Wein: Laßt

essen uns und trinken; denn morgen sterben

wir! Jes.56/12; 1Kor.15/32; Weish.2/1f.

14. Und es ist geoffenbart in meinen Ohren

von Jehovah der Heerscharen: Fürwahr, gesühnt

wird diese Missetat euch nicht, bis daß

ihr sterbet! spricht der Herr, Jehovah der Heerscharen.

1Sa.9/15.

15. So spricht der Herr Jehovah der Heerscharen:

Komm, gehe hinein zu diesem Pfleger,

zu Schebna, der über das Haus ist.

Jes.36/3; 2Kö.18/18.

16. Was hast du hier? Und wen hast du hier,

daß du dir hier ein Grab aushaust? Er haut hier

in der Höhe sich sein Grab aus, gräbt sich eine

Wohnung in die Felsenklippe ein. Jer.49/16.

17. Siehe, Jehovah schleudert dich hin mit

dem Wurf eines Mannes, und umhüllt dich

mit einer Umhüllung.

18. Zu einem Bündel bündelt (bündelnd

bündelt) Er dich, zu einem Knäuel, in ein

Land, weit nach beiden Seiten (Händen), dort

sollst du sterben und dort seien die Streitwagen

deiner Herrlichkeit, du Unehre des Hauses

deines Herrn. Ps.83/14.

19. Von deiner Stelle stürze Ich dich herab,

von deinem Stande reiße man dich nieder.

20. Und an jenem Tage geschieht es, daß

Ich rufe Meinen Knecht Elijakim, Chilkijahus

Sohn, Jes.36/3; 2Kö.18/18.

21. Und ziehe ihm an deinen Leibrock und

stärke ihn mit deinem Gurt, und gebe deine

Herrschaft in seine Hand, daß er Vater sei

dem, der in Jerusalem wohnt und dem Haus

Jehudahs. Da.5/29.

22. Und gebe auf seine Schulter den Schlüssel

von Davids Haus: und er öffnet und niemand

schließt, und er schließt und niemand

öffnet. Offb.3/7; Hi.12/14.

23. Und Ich will ihn einschlagen als Pflock

an festem Ort, und er soll zum Thron der

Herrlichkeit dem Hause seines Vaters werden.

1Sa.2/8; Sach.10/4; Esr.9/8.

24. Daß sie an ihn hängen alle Herrlichkeit

des Hauses seines Vaters, der Söhne (Sprößlinge)

und der Enkel (Abkömmlinge), alle Gefäße

des Kleinen, von den Gefäßen der Becken und

bis zu allen Gefäßen der Psalter.

JESAJAH 22/25

117

25. An jenem Tage, spricht Jehovah der

Heerscharen, wird der Pflock, der an festem

Ort eingeschlagen, weichen und wird abgehauen

und wird niederfallen, und die Last, die an

ihm hing, ausgerottet werden; denn Jehovah

hat geredet. Jes.21/17; 24/3.

 

Kapitel 23

Ausspruch über Tyrus.

1. Die Weissagung über Zor (d.i. Tyrus):

Heulet, ihr Schiffe von Tharschisch; denn es

ist verheert, kein Haus, kein Eingehen; aus

dem Lande der Kittäer wird es ihnen geoffenbart.

Jes.2/6,16; 30/6; Jer.2/10; 47/4;

Ez.26/3; 27/2,16f; Sach.9/2.

2. Still sind der Insel Bewohner, der Händler

Zidons, der über das Meer fuhr, der dich füllte.

1Mo.10/15; Jos.19/28.

3. Und in vielen Wassern war Schichors

Saat; des Stromes Ernte war sein Ertrag. Und

es war der Handelsplatz der Völkerschaften.

Ez.27/9-23; Jos.13/3.

4. Schäme dich, Zidon, denn es spricht das

Meer, des Meeres Festung und sagt: Ich kreiße

nicht und gebäre nicht, ich ziehe keine Jünglinge

groß und erziehe keine Jungfrauen.

5. Wie bei dem Gerücht von Ägypten kreißten

sie ob dem Gerücht von Zor (d.i. Tyrus).

2Mo.15/14f.

6. Fahret hinüber nach Tharschisch, heulet,

ihr Bewohner der Insel! Ez.38/13.

7. Ist das euch die Jauchzende? Aus der

Vorzeit Tagen ist ihre Vorzeit. Es werden ihre

Füße sie fernhin tragen, als Fremdling sich

aufzuhalten. Jes.22/2; Ru.1/1.

8. Wer hat solches beschlossen über Zor

(d.i. Tyrus), die sich krönte, deren Händler

Fürsten, deren Kaufleute die Herrlichen des

Landes waren. Offb.18/23.

9. Jehovah der Heerscharen hat es beschlossen,

den Stolz jeglicher Zierde zu entweihen,

und gering zu machen alle Herrlichen des

Landes.

10. Gehe durch dein Land hin, wie der

Strom, Tochter von Tharschisch; da ist keine

Umgürtung mehr. Jes.23/6; Hi.12/18,21.

11. Er reckte Seine Hand über das Meer aus,

machte zittern Königreiche, Jehovah gebot

über Kanaan, seine Festungen zu vernichten.

1Mo.10/15; Hi.12/24.

12. Und Er sprach: Jauchze nicht noch

weiter (tue nicht noch hinzu zu jauchzen),

niedergedrückte Jungfrau, Tochter von Zidon,

mache dich auf, ziehe zu den Kittäern hinüber!

Auch dort wird keine Ruhe dir werden.

Ez.28/21.

13. Siehe der Chaldäer Land, kein Volk war

es, Aschur hat es gegründet in Zijim, sie

werden ihre Warttürme aufrichten, aufführen

(erregen) ihre Paläste - zum Fall hat Er es

gesetzt.

14. Heulet, ihr Schiffe von Tharschisch,

denn eure Festung ist verheert. Jes.23/1.

15. Und an selbem Tage wird geschehen,

daß Zor siebzig Jahre vergessen wird, gleich

eines Königs Tagen. Vom Ende der siebzig

Jahre an wird es mit Zor sein wie das Lied der

Buhlerin.

16. Nimm die Harfe, zieh in der Stadt umher,

vergessene Buhlerin, mache es gut mit

Spielen, mehre den Gesang, daß deiner man

gedenke. Spr.7/11,13.

17. Und am Ende von siebzig Jahren wird

geschehen, daß Jehovah Zor heimsucht, und

sie zu ihrem Buhlerlohn zurückkommt, und

buhlt mit allen Königreichen der Erde auf den

Angesichten des Bodens. Hos.2/12; Offb.17/2.

18. Und ihr Erhandeltes und ihr Buhlerlohn

wird Jehovah geheiligt werden. Nicht werden

sie aufgehäuft, noch zurückgelegt; aber denen,

die vor Jehovah wohnen, wird ihr Erhandeltes

sein zum Essen bis zur Sättigung und zur

dauernden Bedeckung (Bedeckung mit Altem).

5Mo.23/18; Jos.6/19.

JESAJAH 24/1

118

Kapitel 24

Verwüstung der Kirche.

1. Siehe, Jehovah leert das Land aus und

legt es öde und verkehrt dessen Angesicht,

und zerstreut, die darin wohnten.

2. Und wird sein wie das Volk, so der

Priester; wie der Knecht, so sein Herr; wie

die Dienstmagd, so ihre Gebieterin; wie der

Käufer, so der Verkäufer; wie der Leiher, so

der Borger; wie der Gläubiger, so der Schuldner.

Hos.4/9; Ez.7/12.

3. Ausgeleert (ausleerend wird ausgeleert)

wird das Land und beraubt (beraubend wird

beraubt); denn Jehovah hat dies Wort geredet.

Jes.22/25.

4. Es trauert und welkt das Land, die Welt

verschmachtet und welket, es verschmachtet

die Höhe des Volkes des Landes. Jes.33/9; Jer.14/2.

5. Und das Land wird entheiligt unter seinen

Bewohnern, weil sie die Gesetze übergehen,

die Satzung verändern; den Bund der Ewigkeit

zunichte machen. Jer.11/10.

6. Darum frißt der Fluch das Land, und die

darin wohnen sind schuldig; darum entbrennen

die Bewohner des Landes, daß nur wenige

Leute verbleiben. Jer.44/22.

7. Es trauert der Most, der Weinstock verschmachtet,

alle, die fröhlichen Herzens waren,

seufzen. Joel 1/12,17,18.

8. Der Pauken Freude feiert, der Jauchzenden

Tosen hört auf; es feiert der Harfe

Freude. Jes.5/12; Jer.7/34; 16/9; Offb.18/22.

9. Sie trinken nicht Wein bei Gesang, bitter

wird stark Getränk den Trinkenden.

10. Gebrochen ist die Stadt (die Hauptstadt)

der Leere, verschlossen jedes Haus, daß man

nicht eingeht.

11. Klagegeschrei auf den Gassen um den

Wein, abgeödet ist alle Fröhlichkeit, alle Freude

aus dem Lande verbannt.

12. Verwüstung nur ist in der Stadt verblieben.

Zu Trümmern ist das Tor geschlagen.

13. Denn so wird es sein, inmitten des

Landes, in der Mitte der Völker, wie beim

Abschlagen der Oliven, wie bei der Nachlese,

wenn die Weinlese vollendet ist. Jes.17/5,6; Jer.6/9.

14. Sie erheben ihre Stimme, sie jubeln, ob

der Hoheit Jehovahs lassen sie es ertönen vom

Meere her.

15. Darum verherrlicht Jehovah in Urim,

auf des Meeres Inseln den Namen Jehovahs,

des Gottes Israels. Jes.49/1f; Ps.97/1.

16. Vom Saum (Flügel) der Erde her hören

wir Psalmen zur Zierde des Gerechten. Und

ich spreche: Meine Magerkeit! meine Magerkeit!

wehe mir! Die Treulosen handeln treulos!

Und mit Treulosigkeit handeln die Treulosen

treulos, Jes.17/4; 21/2; Ps.147/7.

17. Schauer und Fallgrube und Schlinge über

dich, der du im Lande wohnst! Jer.48/43f.

18. Und es wird geschehen, daß wer da flieht

vor des Schauers Stimme, fällt in die Fallgrube,

und wer aufsteigt aus der Fallgrube

Mitte, der wird in der Schlinge gefangen; denn

der Höhe Fenster haben sich geöffnet, und der

Erde Grundfesten erbeben. Jes.13/13; 1Mo.7/11;

Ps.82/5; Am.5/19; Jer.48/44.

19. Berstend birst die Erde, klaffend klaffet

die Erde, wankend wanket die Erde.

20. Schwankend schwankt die Erde, wie

ein Trunkener, und sie schaukelt wie eine

Hängematte, und ihre Übertretung ist schwer

auf ihr; und sie fällt und steht nicht wieder auf

(tut nicht hinzu aufzustehen). Jes.19/14.

21. Und an selbigem Tage sucht Jehovah

das Heer der Höhe in der Höhe heim, und die

Könige des Bodens auf dem Boden.

Jes.27/1; Ps.110/5; Offb.19/17; 20/2,3; Eph.2/2; 6/12.

22. Zur Sammlung werden sie versammelt,

gebunden zur Grube und verschlossen für den

Verschluß, und nach vielen Tagen werden sie

heimgesucht werden.

Jos.10/17,18; Offb.20/7,8; 2Pe.2/4.

23. Und der Mond wird erröten und die

Sonne (die Heiße) sich schämen; denn Jehovah

der Heerscharen regiert auf dem Berge Zion

und in Jerusalem und vor Seinen Ältesten in

Herrlichkeit. Jes.13/10; 3/14; 2Mo.24/9f;

Offb.4/4; Joel 3/4.

JESAJAH 25/1

119

 

Kapitel 25

Lobgesang. Jehovahs Mahl.

1. Jehovah, mein Gott bist Du! Ich will Dich

erhöhen, will bekennen Deinen Namen; denn

Wunder tatest Du, Ratschlüsse von ferne her

sind Wahrheit, Treue. Jes.26/5.

2. Du hast zum Haufen die Stadt gesetzt,

in Verfall die befestigte Stadt (die Hauptstadt);

der Palast der Fremden, daß er keine Stadt

sei, soll in Ewigkeit nicht aufgebaut werden.

Jes.26/5.

3. Darum verherrlicht Dich ein starkes Volk,

Dich fürchtet die Stadt (die Hauptstadt) gewaltiger

Völkerschaften.

4. Denn zur Festung wurdest Du dem Armen,

zur Festung dem Dürftigen in seiner

Drangsal, zum Verlaß vor der Überschwemmung,

ein Schatten vor der Gluthitze; denn

der Hauch der Trotzigen ist wie eine Überschwemmung

wider die Mauer.

Jes.4/6; 32/2; Ps.62/4; Sir.34/16.

5. Wie Gluthitze in der Dürre beugst Du

das Tosen der Fremden, die Gluthitze durch

den Schatten dichter Wolken; Er demütigt den

Siegesjubel der Trotzigen. Jes.18/4.

6. Und allen Völkern wird Jehovah der

Heerscharen ein Festmahl auf diesem Berg

machen von Fettigkeiten, ein Festmahl von

süßen Weinen (oder: ohne Hefen), von markigem

Fett, von geläuterten süßen Weinen (oder:

ohne Hefen). Jes.11/9; Matth.22/2; Luk.14/16,17.

7. Und verschlingen wird Er auf diesem

Berge das Angesicht der Umschleierung, womit

alle Völker umschleiert sind, und die

Decke, die über alle Völkerschaften gedeckt

ist. Joh.11/44.

8. Für immer verschlingt den Tod und wischt

aber der Herr Jehovah die Träne von allen

Angesichten, und Seines Volkes Schmach

nimmt Er weg von der ganzen Erde; denn

Jehovah hat es geredet.

Ez.36/15; Offb.7/17; 21/4; 1Kor.15/55.

9. Und sprechen wird man an jenem Tag:

Siehe, das ist unser Gott, auf Den wir hofften,

daß Er uns rette, das ist Jehovah, auf Den wir

hofften. Laßt uns frohlocken und fröhlich sein

in Seinem Heil. Ps.42/6,12; 48/15.

10. Denn es ruht Jehovahs Hand auf diesem

Berg, und Moab wird unter ihm gedroschen,

wie gedroschen wird Stroh in der Mistjauche.

Jes.25/6.

11. Und breitet Seine Hände aus inmitten

darin, wie sie der Schwimmer ausbreitet, um

zu schwimmen. Und Er erniedrigt seinen Stolz

mit Seiner Hände Schwingen;

12. Und die Festung der Bergfeste deiner

Mauer beugt Er nieder, erniedrigt sie, bringt

sie zur Erde nieder bis in den Staub.

Kapitel 26

Lobgesang. Jehovahs Schutz.

1. An jenem Tage wird im Lande Jehudahs

dies Lied gesungen: Wir haben eine starke

Stadt. Zum Heile stellet Er Mauern und Vormauer.

Jes.33/20; 60/18; Ps.46/5; 48/9; 87/1.

2. Öffnet die Tore, daß einziehe eine gerechte

Völkerschaft, welche die Treue hält;

Ps.24/7f; 118/19; Hab.2/4.

3. Dem stetigen (anlehnenden) Gemüte

(Gebilde) bewahrst Du Frieden, den Frieden;

denn es vertraut auf Dich.

Jes.27/5; 44/23; 52/7; Ps.33/4.

4. Vertrauet auf Jehovah fort und fort, denn

in Jah Jehovah ist der Fels der Ewigkeiten.

Ps.18/3; 118/8,9; 2Mo.3/14,15; 5Mo.32/4.

5. Denn Er beugt, die in der Höhe wohnen;

die emporragende Stadt niedrigt Er; Er niedrigt

sie bis zur Erde, bringt sie nieder bis in den

Staub. Jes.25/2.

6. Der Fuß zerstampft sie, die Füße des

Elenden, die Fußtritte des Armen.

7. Gerade ist des Gerechten Pfad; gerade

ebnest Du das Geleise des Gerechten.

Ps.143/10; Spr.3/7-9; 14/2.

8. Auch auf dem Pfade Deiner Gerichte, o

JESAJAH 26/9

120

Jehovah, haben wir auf Dich gehofft, nach

Deinem Namen und nach Deinem Gedächtnis

ist der Seele Sehnen. Ps.27/4; 73/24.

9. Nach Dir sehnt sich meine Seele in der

Nacht, auch sucht nach Dir mein Geist in

meinem Inneren in der Frühe; denn wie Deine

Gerichte auf der Erde, lernen Gerechtigkeit,

die in der Welt wohnen. Ps.63/2; 119/55.

10. Begnadigt man den Ungerechten, so lernt

er nicht Gerechtigkeit. Im Land der Nichtigkeit

tut er Verkehrtheit und sieht nicht die Hoheit

Jehovahs. Jes.30/10.

11. Erhöht ist, Jehovah, Deine Hand, sie

erschauen es nicht. Sie werden es erschauen

und sich schämen ob dem Eifer (Sw. Hasse)

des Volkes; ja, Feuer fresse sie, Deine Dränger.

Jes.9/7; Sach.1/14; Ps.118/16.

12. Jehovah, Du bestellst Frieden für uns;

denn auch alles unser Tun hast Du für uns

gewirkt.

13. Jehovah, unser Gott, gemustert haben

uns Herren außer Dir, in Dir allein gedenken

wir Deines Namens. Jes.17/5,6; Jer.6/9.

14. Die Toten leben nicht auf, die Rephaim

erstehen nicht, weil Du sie heimsuchtest, sie

vernichtetest, und lässest verzehren all ihr

Gedächtnis. Offb.20/5.

15. Hinzugetan hast Du, Jehovah, zu der

Völkerschaft, hinzugetan zu der Völkerschaft,

Du wardst verherrlicht, all des Landes Enden

hast Du fern gemacht. Jes.49/1; Ps.97/1.

16. Jehovah, in der Bedrängnis suchten sie

Dich (suchten sie Dich heim), gossen ihr

Flüstern aus, als Du sie züchtigtest.

Jes.28/19; Jer.2/27; Hos.5/15; Ps.18/7; 77/4.

17. Wie einer Schwangeren, wenn es nahet,

daß sie gebären soll: sie kreißet, schreit in

ihren Geburtsnöten, also waren wir vor Deinem

Angesichte, o Jehovah.

Jes.13/8; 66/9; Joh.16/21; Offb.12/2.

18. Wir empfingen, wir kreißten und gebaren

gleich wie Wind; doch kein Heil taten wir dem

Land, und die Bewohner des Erdkreises fielen

nicht. Jes.33/11; 59/4; Ps.7/15; Mi.4/10; Hi.15/35.

19. Es werden leben Deine Toten, auferstehen

mein Leichnam; erwachet und jubelt

ihr Bewohner des Staubes; denn ein Tau der

Pflanzen ist Dein Tau, aber das Land der

Rephaim stürzest Du hinab. Ez.37/3-5; Da.12/2;

Offb.20/1,4f; Esr.1/1f; Sir.46/14.

20. Gehe hin, mein Volk, gehe hinein in

deine Kammern, schließ deine Türe hinter dir,

verstecke dich einen kleinen Augenblick, bis

daß der Unwille vorüber ist.

Jes.2/10; Ps.57/2; 1Mo.7/16.

21. Denn siehe, Jehovah geht aus von seinem

Orte, daß Er die Missetat der Bewohner der

Erde heimsuche; und die Erde wird ihr Blut

aufdecken und nicht mehr bedecken ihre

Erwürgten. Mi.1/3; Offb.6/10; Hi.16/18.

 

Kapitel 27

Die Schlange. Der Weinberg. Das Gericht.

Israels Verstoßung und Wiederkehr.

1. An jenem Tage wird Jehovah mit Seinem

harten und großen und gewaltigen Schwert

heimsuchen den Leviathan, die längliche

Schlange, und Leviathan, die gewundene

Schlange, und erwürgen die Walfische im

Meer. Jes.24/21; Ez.29/3; Hi.40/20; Offb.13/1,2.

2. An jedem Tage singet (antwortet) vom

Weinberg des Weines (ungemischten Weines).

Jes.5/1.

3. Ihn bewahre Ich, Jehovah, und tränke ihn

alle Augenblicke, daß keiner ihn heimsuche,

Nacht und Tag bewahre Ich ihn. Ps.1/3.

4. Grimm ist nicht bei Mir. Wer gibt Mir

Dornstrauch, Dorngestrüpp in den Streit? Ich

greife sie an und entzünde sie insgesamt.

Ps.118/15.

5. Oder wenn er erfaßt Meine Stärke, und

Frieden mit Mir macht, so mag er Frieden mit

Mir machen. Jes.26/3.

6. Die Kommenden läßt Jakob Wurzeln

schlagen und Israel wird blühen und sprossen,

und die Angesichte der Welt werden voll vom

Ertrag. Jes.37/31.

7. Schlug Er es denn, wie er seinen Schläger

JESAJAH 27/8

121

schlug? Ward er erwürgt, wie seine Erwürgten

er erwürgte?

8. Nach dem Maße, durch Fortsendung

haderst du mit Ihm. Er besann Sich über

Seinen harten Wind am Tage des Ostwindes.

Jer.18/17; Ez.17/10.

9. Darum ist dadurch Jakobs Missetat gesühnt,

und dies ist alle Frucht: Wegnahme

seiner Sünde, daß er alle Steine des Altares

macht wie zerstreute Kalksteine. Nimmer

erstehen werden die Ascheren und die Sonnensäulen.

Jes.2/20; 30/22; 31/7; 17/8; Mi.5/13; 2Mo.34/13.

10. Denn die befestigte Stadt ist einsam, der

Wohnort verstoßen (entsandt) und verlassen

wie die Wüste; das Kalb weidet dort und lagert

dort, und frißt ab das Geäste. Jes.26/5.

11. Ist ihre Ernte vertrocknet, so kommen

Weiber, brechen sie ab es anzuzünden (leuchten

zu lassen); denn kein einsichtsvolles Volk

ist es, darum erbarmt Sich nicht, Der es gemacht,

und Der es bildete, wird ihm nicht

gnädig. 5Mo.32/28.

12. Und geschehen wird an jenem Tage, daß

Jehovah die Ähren abschlägt vom Flusse (d.i.

vom Euphrat) bis zum Bache Ägyptens, und

ihr zusammengelesen werdet, der eine zum

anderen, ihr Söhne Israels.

5Mo.24/20; 4Mo.34/5; 2Kö.24/7.

13. Und an jenem Tag geschieht, daß man

in die große Posaune stößt, und daß die Verlorenen

im Lande Aschur und die Verstoßenen

im Lande Ägypten kommen und werden anbeten,

Jehovah, auf dem Berge Seiner Heiligkeit

in Jerusalem. Sach.9/14; Ze.3/10; 3Mo.25/9f.

 

Kapitel 28

Gerichte über Judah und Israel.

1. Wehe der Krone des Hochmuts, den

Trunkenen Ephraims, und der abfallenden

Blüte, der Zierde seines Schmuckes, der da

ist auf dem Haupte der Schlucht der Fetten,

die berauscht vom Weine sind.

Jes.19/14; 1Kö.16/24; Am.4/1; Weish.2/7,8.

2. Siehe, ein Starker und Gewaltiger kommt

für den Herrn, wie Überschwemmung von

Hagelwetter, ein Sturm der Zerstörung, wie

eine Überschwemmung ungestümer überflutender

Gewässer stürzt Er sie mit der Hand

zur Erde. 2Kö.17/5f; 18/9-11.

3. Mit den Füßen werden sie zerstampft,

die Krone des Hochmuts, die Trunkenen

Ephraims.

4. Und es wird sein mit der abgefallenen

Blüte, der Zierde seines Schmuckes auf dem

Haupt der Schlucht der Fetten, wie mit der

Frühfeige vor dem Sommer, die sieht, wer sie

sieht - kaum ist sie in seiner Hand (hohlen

Hand), so hat er sie verschlungen.

Hos.9/10; Jer.24/2; Mi.7/1.

5. An jenem Tage wird Jehovah der Heerscharen

eine Krone der Zierde sein und ein

Kopfbund des Schmuckes dem Überrest Seines

Volkes.

6. Und zum Geist des Gerichts dem, der da

sitzt zum Gericht, und zur Macht denen, die

den Streit zum Tor zurücktreiben.

7. Aber auch diese gehen fehl vom Weine

und gehen irre durch stark Getränk, Priester

und Prophet gehen fehl durch stark Getränk,

sie sind verschlungen vom Wein, wegen

starkem Getränk gehen sie irre, sie gehen fehl

unter den Sehenden (oder: im Sehen), sie

schlottern im Urteil. 2Kö.17/19f; Spr.20/1; Hos.4/11.

8. Denn alle Tische sind voll unflätigen

Gespeis, daß kein Ort mehr da ist. Jes.19/14.

9. Wen soll Er unterweisen in der Wissenschaft,

wem Einsicht geben für das Gehörte?

Den von der Milch Entwöhnten, den von den

Brüsten Weggerissenen?

Ps.131/2; Matth.11/25; Jer.6/10.

10. Denn es ist: Gebot auf Gebot, Gebot

auf Gebot! Regel auf Regel, Regel auf Regel!

Hier ein wenig, dort ein wenig!

11. Dann wird Er mit unverständlicher Lippe

und mit einer anderen Zunge zu diesem Volke

reden. Jes.33/19; 1Kor.14/21.

12. Er, Der zu ihnen sprach: Dies ist die

JESAJAH 28/13

122

Ruhe, laßt den Matten ruhen, dies ist die

Erquickung! Sie aber wollten nicht hören.

Jer.6/16; Matth.11/28,29; 23/37.

13. Und das Wort Jehovahs wird ihnen werden.

Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot! Regel

auf Regel, Regel auf Regel! Hier ein wenig,

da ein wenig; so daß sie hingehen und rückwärts

straucheln, zerbrechen, und sich verstricken

und sich fangen. Jes.28/10; 8/15.

14. Darum hört das Wort Jehovahs, ihr

Männer des Spottes, die ihr herrscht über dies

Volk, so in Jerusalem ist.

15. Weil ihr sprechet: Mit dem Tode haben

wir einen Bund geschlossen und ein Gesicht

mit der Hölle, daß, wenn die Geißel überflutet,

sie vorüberfährt und nicht an uns kommt; denn

Falschheit haben wir zu unserem Verlaß

gesetzt und in Lüge uns verborgen.

Jes.59/13; Jer.7/10; Sir.14/12; Joh.8/44.

16. Darum spricht so der Herr, Jehovah:

Siehe, Ich legte auf Zion einen Stein zum

Grund, einen Stein der Prüfung, einen kostbaren

Eckstein, gegründet auf den Grund. Wer

daran glaubt, wird sich nicht sputen.

Jes.8/14; 30/18; Ps.118/22; Matth.21/42; Mark.12/10;

Luk.20/17; Apg.4/11; Rö.9/33; 10/11; 1Kor.3/11; 1Pe.2/6.

17. Und das Gericht werde Ich zur Regel

setzen, und Gerechtigkeit zum Senkblei, und

den Verlaß der Falschheit fegt der Hagel, und

die Burg überfluten die Wasser. Jes.28/15; 34/11.

18. Und zunichte (gesühnt) wird euer Bund

mit dem Tod, und euer Gesicht mit der Hölle

hat keinen Bestand, die Geißel überflutet,

wenn sie herüberkommt, so werdet ihr zerstampft.

Jes.28/15.

19. Sooft als sie vorübergeht, nimmt sie

euch, denn Morgen nach Morgen geht sie

vorüber, bei Tag und bei Nacht; und nur

Aufregung ist es das Gerücht zu verstehen.

20. Zu kurz wird sein das Lager, sich zu

strecken, zu schmal die Decke, sich darein

einzuwickeln. Offb.2/22; 2Mo.22/27.

21. Denn wie auf dem Berg Perazim (der

Durchbrüche) wird Jehovah erstehen, Sich

erregen (erzittern) wie im Talgrund zu Gibeon,

Sein Werk zu tun, Sein fremdes Werk, und

zu dienen Seinen Dienst, Seinen ausländischen

Dienst! Jos.10/12,13; Hab.1/5; 2Sa.5/20; 1Ch.14/11.

22. Und nun spottet nicht, daß nicht verstärkt

werden eure Banden, denn Vollendung und

Entscheidung über die ganze Erde habe ich

gehört von dem Herrn, Jehovah der Heerscharen.

Jes.10/22,23.

23. Nehmet zu Ohren und höret auf meine

Stimme, horchet auf, und höret meine Rede!

24. Pflügt wohl der Pflüger den ganzen Tag,

zu säen, öffnet und eggt seinen Boden?

25. Nicht wahr? Wenn seine Fläche (dessen

Angesicht) er geebnet hat, streut er Dill aus

und sprengt Kümmel, und legt den gemessenen

Weizen hinein und die dazu auserlesene Gerste

und den dazu bestimmten Spelt,

Ps.65/11; Ez.4/9.

26. Und so belehrt (züchtigt) Er ihn im

Recht, sein Gott unterweist ihn. Jes.27/7,8.

27. Denn man drischt den Dill nicht mit dem

Dreschwagen, läßt nicht das Wagenrad über

den Kümmel herumgehen; sondern mit dem

Stabe wird der Dill geklopft und der Kümmel

mit dem Stock (der Rute). Jes.41/25; Ru.2/17.

28. Wird das Brot zerstoßen? Vielmehr soll

man nicht dreschen (dreschend dreschen)

immerdar und toben mit dem Walzen seines

Wagens und der Reiter es nicht zerstoßen.

1Kor.10/13; 11/32.

29. Auch dies ist von Jehovah der Heerscharen

ausgegangen. Wunderbar macht Er

den Rat, groß Seine Weisheit (oder: Wesen).

Jes.9/5; Ps.73/24.

 

Kapitel 29

Jerusalem soll zerstört, die Juden

verblendet, die Heiden bekehrt werden.

1. Wehe, Ariel, Ariel, du Stadt (Hauptstadt),

in der David sich hat gelagert. Tut Jahr zu

Jahr, laßt Feste umlaufen! Jes.29/7,8; 31/9;

2Sa.5/9; Ez.43/15,16.

2. Aber ängstigen will Ich Ariel, da wird

JESAJAH 29/3

123

Ächzen und Geächze sein, wie Ariel wird sie

Mir sein.

3. Und Ich lagere wider dich wie ein Knäuel,

und bedränge dich mit Besatzungen, und richte

Bollwerke auf wider dich.

Jer.4/3,17; Ez.17/17; Luk.19/43.

4. Und du wirst erniedrigt, von der Erde aus

redest du, gedämpft (niedergebeugt) steigt

deine Rede aus vom Staub, und deine Stimme

ist wie die eines Geistesbanners aus der Erde,

und auf dem Staube flüstert deine Rede.

Jes.8/19; 1Sa.28/7,13.

5. Und wie feiner Staub wird die Menge

deiner Fremden, gleich vorbeigehender Spreu

die Menge der Trotzigen, und wird sein plötzlich,

unversehens. Jes.17/13; Ps.35/5.

6. Heimgesucht wirst du von Jehovah der

Heerscharen mit Donner und Erdbeben und

großer Stimme, Sturmwind und Gewitter, und

mit der Flamme fressenden Feuers.

Jes.30/30; 66/15.

7. Und wird sein wie ein Traum, ein Gesicht

der Nacht, die Menge aller Völkerschaften,

die ausrückten wider Ariel und all seine Heerscharen

und seine Feste, und die sie ängstigten.

Jes.29/1,8.

8. Und wird sein, wie der Hungernde, der

träumt, und siehe, er ißt, und er erwacht, und

seine Seele ist leer; und wie wenn dem Dürstenden

träumt, und siehe, ertrinkt, und er

erwacht und siehe, er ist matt und seine Seele

verlangt. So wird es mit der Menge aller

Völkerschaften sein, die wider den Berg Zion

ausrücken.

9. Zaudert und staunet, stieret und schreit.

Sie sind trunken, und nicht vom Wein, sie

schwanken, und nicht vom starken Getränk.

Jes.28/7; 51/21.

10. Denn des tiefen Schlafes Geist hat über

euch Jehovah ausgegossen und eure Augen

zugedrückt, die Propheten und eure Häupter,

die Seher hat Er bedeckt.

Jes.6/10; 1Sa.9/9; Joh.9/40,41; Rö.11/8.

11. Und alles Gesichte ist euch wie die

Worte eines versiegelten Buches, das man

einem gibt, der die Buchstaben kennt und sagt:

Lies doch das! Und er sagt: Ich kann nicht,

denn es ist versiegelt. Jes.8/16.

12. Und man gibt das Buch einem, der die

Buchstaben nicht kennt und sagt: Lies doch

das! Und der sagt: Ich kenne die Buchstaben

nicht. 2Kor.3/14.

13. Und der Herr spricht: Weil dies Volk

zu Mir herzutritt mit dem Mund und Mich mit

seinen Lippen verherrlicht, aber sein Herz fern

von Mir ist; und ihre Furcht vor Mir nur Gebot

ist, von Menschen angelernt,

Jes.58/2f; Matth.15/8,9; Mark.7/6; Luk.4/8; 18/11;

Joh.9/31; Ps.19/15; Jer.2/27; Am.5/23.

14. Darum, siehe, will Ich, Jehovah, hinzutun,

wunderbar mit diesem Volk umzugehen,

wunderbar und wundersam, daß seiner Weisen

Weisheit vergeht und seiner Einsichtsvollen

Einsicht sich verberge.

Jes.44/25; 5Mo.28/59; Ob.8; 1Kor.1/19.

15. Wehe denen, die vor Jehovah ihren Rat

tief bergen wollen, und ihr Werk ist im Finstern,

und sie sprechen: Wer sieht uns, und

wer kennt uns? Jes.64/8; Hi.22/13; 24/15f; Ez.8/12.

16. Wie seid ihr so verkehrt (umgekehrt)!

Wird der Töpfer dem Ton gleich geachtet, daß

das Werk von dem, der es macht, spräche: Er

hat mich nicht gemacht! Und das Gebilde von

dem Bildner spräche: Er hat keine Einsicht!

Jes.64/8; Rö.9/20,21.

17. Ist es nicht noch um ein gar Kleines, so

wird der Libanon wieder zum Fruchtland, und

das Fruchtland wird dem Walde gleich geachtet?

Jes.32/15.

18. Und an jenem Tag werden die Tauben

hören die Worte des Buches, und aus Dunkel

und Finsternis der Blinden Augen sehen?

Jes.35/5; 42/7.

19. Und Fröhlichkeit werden die Elenden

wiederum (hinzutun zu haben) in Jehovah

haben, und die Dürftigen der Menschen im

Heiligen Israels frohlocken. Jes.41/16; 17/7.

20. Denn ein Ende hat der Trotzige, denn

zu Ende (alle) ist es mit dem Spötter, und

ausgerottet sind alle, die auf Unrecht lauerten,

Jes.28/14; Mi.2/1.

21. Die, so Menschen sündigen machten

JESAJAH 29/22

124

mit einem Worte, und den verstricken, so am

Tore rügt, und den Gerechten ins Öde abwenden.

Jer.20/1f; Am.5/10.

22. Darum spricht so Jehovah zu dem Hause

Jakobs, Er, Der Abraham einlöste. Nicht soll

Jakob nun sich schämen, und sein Angesicht

soll nun nicht erblassen. Jos.24/2,3.

23. Denn wenn er sieht seine Kinder, Meiner

Hände Werk, werden in ihrer Mitte sie Meinen

Namen heiligen, und heiligen Jakobs Heiligen,

und vor dem Gotte Israels wird ihnen grauen.

Jes.19/25; Ps.87/5,6.

24. Und die, so irren im Geiste, werden

kennen Einsicht, und die Murrenden werden

Lehre lernen. Jes.32/4.

 

Kapitel 30

Selbstgenügsamkeit. Demut.

1. Wehe den störrischen Söhnen, spricht

Jehovah, die zu Rate gehen (Rat machen) ohne

Mich, sich Gußbilder gießen und nicht aus

Meinem Geist, so daß sie Sünde zu Sünde

hinzutun; Jes.1/2,4; 31/7.

2. Die hingehen, um hinabzusteigen nach

Ägypten, und Meinen Mund nicht erfragen,

sich mit Pharaos Stärke zu stärken und sich

zu verlassen auf Ägyptens Schatten.

Jes.20/5,6; 25/4; 31/1; 2Kö.17/4; 18/21; Jos.9/14; Ps.36/8; 2/12.

3. Aber Pharaos Stärke wird euch zur Scham

und der Verlaß auf Ägyptens Schatten zur

Schande euch werden.

4. Denn seine Obersten sind in Zoan gewesen,

und seine Boten haben Chanes erreicht.

Jes.19/11; Jer.2/16.

5. Jeder wird beschämt über das Volk, sie

nützen ihnen nichts; nicht zum Beistand, noch

zum Nutzen, sondern zur Scham und auch zur

Schmach sind sie. Jes.30/7.

6. Weissagung über die Tiere des Mittags:

Im Land der Drangsal und der Angst sind der

alte Löwe und der Löwe (oder: große Löwe),

aus ihnen die Natter und die fliegende Feuerschlange;

sie tragen auf der Schulter der

Eselsfüllen ihr Vermögen, und auf dem Höcker

der Kamele ihre Schätze zu einem Volk, das

ihnen nichts nützt. Jes.13/1; 14/29; 57/9; Ps.87/4.

7. Und Ägypten - nichtig, und leer ist, was

die beistehen! Darum nenne ich es: Rahab;

sie feiern (oder: sitzen).

Jes.33/6; 51/9; Ps.87/4; 89/11; Jer.37/7.

8. Komme nun, schreibe es auf eine Tafel

vor ihnen; verzeichne es in einem Buch, daß

es für einen späteren Tag bleibe, immerfort

und in Ewigkeit. Jes.8/1,2; Hab.2/2; Hi.19/21.

9. Denn ein Volk der Widerspenstigkeit sind

sie, Söhne der Täuschung, Söhne, die das

Gesetz Jehovahs nicht hören wollen;

10. Die zu den Sehern sagen: Sehet nicht!

und zu denen, so ein Gesicht haben: Erschauet

für uns nicht das Richtige! Redet zu uns

Schmeicheleien, erschauet uns Blendwerke!

Am.7/12; Mi.2/6,11.

11. Weicht ab vom Weg, wendet euch ab

von dem Pfad! Schaffet weg (lasset feiern)

von unserem Angesicht den Heiligen Israels.

Jes.17/7.

12. Darum spricht also der Heilige Israels:

Weil ihr solches Wort verschmäht, und auf

Plackerei und Verdrehung vertrauet und darauf

euch stützet; Jes.47/10; 28/15.

13. Darum soll diese Missetat euch werden

zum fallenden Durchbruch, in hochragender

Mauer, die sich vorbiegt und plötzlich, unversehens

kommt ihr Bruch. Ps.62/4; Ez.13/14.

14. Und zerbricht, wie ein Geschirr des

Töpfers zerbricht, das man zerstößt und nicht

schont, und unter dessen Bruchstücken kein

Scherben sich findet, Feuer vom Herd zu

nehmen, oder Wasser zu schöpfen aus der

Pfütze. Jer.19/11.

15. Denn so spricht der Herr Jehovah, der

Heilige Israels: Durch Rückkehr und Ruhe

kann euch Heil werden. Durch Stillesein und

Vertrauen wird euch Macht. Ihr aber habt es

nicht gewollt, Ps.62/2; 37/7.

16. Und sagtet: Nein, zu Rosse wollen wir

fliehen, darum sollt ihr fliehen; und auf dem

Schnellen wollen wir reiten, darum sind

JESAJAH 30/17

125

schnell, die euch verfolgen.

Jes.31/1; Hos.14/4; Mi.1/13.

17. Vor eines einzigen Drohen werden euer

eintausend, vor dem Drohen von fünfen werdet

ihr fliehen, bis nicht mehr von euch verbleibt,

als ein Mastbaum auf des Berges Spitze

(Haupt) und als ein Panier auf dem Hügel.

Jes.13/2; 3Mo.26/36f; 5Mo.28/62; 32/30.

18. Und darum harret Jehovah, daß Er euch

gnädig sei, und darum wird Er Sich erhöhen,

Sich euer zu erbarmen, denn Jehovah ist ein

Gott des Gerichts, selig sind alle, die auf Ihn

harren. Jes.49/23; 40/31; 2Pe.3/9,15.

19. Denn du Volk in Zion, das da wohnt in

Jerusalem: Du sollst nicht weinen (weinend

weinen), gnädig ist Er dir, gnädig auf die

Stimme deines Schreiens. Wie Er es hört, so

antwortet Er dir. Jes.65/24.

20. Und geben wird euch der Herr der

Drangsal Brot, und das Wasser der Unterdrückung,

aber die dich unterweisen, müssen

nimmermehr davonfliehen, und deine Augen

werden sehen die, so dich unterweisen.

1Kö.22/27; Ps.74/9; Am.7/12; Joel 2/23.

21. Und deine Ohren hören hinter dir das

Wort sprechen: Dies ist der Weg! Gehet darin,

ob rechts ihr oder links euch wenden wollet.

Jes.30/11; 35/8; 5Mo.5/32; 28/14.

22. Und unrein wird euch sein der Überzug

der Schnitzbilder deines Silbers und die Bekleidung

der Gußbilder deines Goldes. Als

befleckt wirfst du sie hin und heißest es Unflat.

Jes.2/20; 27/9; 31/7; 1Mo.35/2,4; 2Ch.29/5,6.

23. Und Er gibt Regen deiner Saat, womit

du den Berg eingesät, und Brot von dem Ertrag

des Bodens, und es wird sein fett und ölig;

deine Viehherde wird Er an jenem Tag auf

weiter Flur weiden. Ez.34/26.

24. Und die Ochsen und die Eselsfüllen, die

den Boden bauen (dem Boden dienen), fressen

gemengtes Futter, das einer worfelt mit der

Wanne und der Wurfschaufel. Jes.32/20.

25. Und auf jeglichem hohen Berge und

jeglichem erhabenen Hügel sind Bäche, Wasserströme

am Tag des großen Würgens, da

die Türme fallen. Jes.2/15; 25/2; Kap.34; Ps.110/6.

26. Und wird das Licht des Mondes wie das

Licht der Sonne (der Heißen) sein, und das

Licht der Sonne (der Heißen) siebenfach, wie

das Licht von sieben Tagen am Tage, da

Jehovah Seines Volkes Bruch verbinden und

Seines Schlages Wunden heilen wird.

Jes.1/6; 24/23; 53/5; 61/1,2; 1Pe.2/24.

27. Siehe, Jehovahs Name kommt von fern,

es brennt Sein Zorn und lastet schwer, voll

Unwillens sind Seine Lippen und Seine Zunge

ist wie fressend Feuer, 2Mo.23/21; Ps.18/9.

28. Und Sein Geist wie ein überflutender

Bach, der bis zum Halse zweiteilt, zu sieben

die Völkerschaften in dem Siebe der Eitelkeit,

und ein Gebiß, das in die Irre führt, ist an den

Kinnbacken der Völker. Jes.8/8; 11/14; 37/29;

2Th.2/11.

29. Der Gesang wird sein bei euch, wie in

der Nacht, da ihr ein Fest heiligt. Und Fröhlichkeit

wird in eurem Herzen sein, wie da man

unter Flöten wallt, zu kommen auf den Berg

Jehovahs, zum Felsen Israels.

Jes.2/3; 2Mo.12/42.

30. Und Seiner Stimme Majestät läßt Jehovah

hören, und Ruhe läßt sehen Sein Arm: mit

Grollen des Zornes und der Flamme fressenden

Feuers, und Zerstreuung und Überschwemmung

und Steine des Hagels.

Jes.28/2; 29/6; 2Mo.12/42; Weish.16/16;

Ps.29/3; Ez.10/5; Am.1/2.

31. Denn vor Jehovahs Stimme entsetzt sich

Aschur, Er schlägt ihn mit der Rute. Ps.29/4,7.

32. Und wird sein jeglicher Übergang des

Stabs auf dem Grunde, auf dem Jehovah es

wird ruhen lassen, unter Pauken und Harfen.

Und im Streite des Schwingens streitet Er

wider sie.

33. Denn seit gestern ist das Thophet zugerichtet,

auch für den König ist es zubereitet,

tief und weit. Sein Scheiterhaufen hat viel

Feuer und Holz. Der Odem Jehovahs, wie ein

Bach von Schwefel macht ihn brennen.

2Kö.16/3; 23/10; 2Ch.28/3; Offb.19/20.

JESAJAH 31/1

126

Kapitel 31

Fortsetzung.

Nichtigkeit ägyptischer Hilfe.

Sieg über Aschur.

1. Wehe denen, die um Beistand hinab nach

Ägypten ziehen, und sich auf Rosse stützen

und auf Streitwagen vertrauen, daß deren viel

sind, und auf Reiter, daß sehr mächtig sie sind,

und nicht schauen auf den Heiligen Israels,

und nicht fragen nach Jehovah.

Jes.30/2,11,16; 2/7; Ps.20/8; 33/17.

2. Aber Er ist auch weise und bringt Böses,

und tut nicht weg Seine Worte und steht auf

wider das Haus der Bösen und wider den

Beistand derer, die Unrecht wirken.

Jes.45/7; 1Sa.15/29; 2Kö.6/33; Am.3/6.

3. Und Ägypten ist ein Mensch und nicht

Gott, und ihre Rosse Fleisch und nicht Geist.

Und Jehovah reckt Seine Hand aus, und es

strauchelt der Beistand, und der, dem er

beisteht, fällt, und es ist aus mit ihnen allen

zumal. Jer.17/5; Sach.4/6; Ps.146/3f.

4. Denn also sprach zu mir Jehovah: Gleich

wie der Löwe knurrt, und der junge Löwe ob

dem Zerfleischten, wenn ihm der Hirten Fülle

begegnet, sich nicht entsetzt ob ihrer Stimme

und von ihrem Toben nicht gedrückt wird; so

steigt herab Jehovah der Heerscharen, zu

kriegen auf dem Berge Zion und auf seinem

Hügel. Am.3/4.

5. Wie Vögel daherfliegen, so schirmt

Jehovah der Heerscharen über Jerusalem, Er

schirmt und errettet, überspringt und läßt

entrinnen. 5Mo.32/11; Matth.23/37.

6. Kehret zurück zu Dem, von Dem so tief

ihr seid abgewichen, Söhne Israels. Hos.9/1,9.

7. Denn an selbigem Tage werden sie verschmähen,

jeder Mann die Götzen seines

Silbers und die Götzen seines Goldes, die eure

Hände euch gemacht als Sünde.

Jes.2/20; 27/9; 30/1,22; 5Mo.9/21.

8. Und fallen wird Aschur durch das Schwert

nicht eines Mannes, und das Schwert nicht

eines Menschen wird ihn fressen, und er wird

für sich fliehen vor dem Schwert, und zinsbar

werden seine Jünglinge.

Jes.17/13,14; 37/36; 2Kö.19/35.

9. Und seine Felsenklippe wird vergehen

(vorbeigehen) vor Bangen, und vor dem Panier

sich entsetzen seine Fürsten, spricht Jehovah,

Der einen Feuerherd hat auf Zion und einen

Ofen in Jerusalem. Jes.37/37; 5Mo.32/31.

 

Kapitel 32

Das neue Reich.

1. Siehe, in Gerechtigkeit wird regieren ein

König, und die Fürsten - sie werden schalten

nach dem Recht. Jes.16/5; Hos.3/5; Sach.9/9; Jer.23/5.

2. Und der Mann ist wie ein Versteck vor

dem Winde und eine Burg in der Überschwemmung,

wie Bäche der Wasser in der Dürre,

wie der Schatten einer schweren Felsenklippe

in dem matten Land. Jes.25/4.

3. Verklebt werden nicht sein die Augen

der Sehenden, und horchen werden die Ohren

der Hörenden. Jes.29/10,18; 6/10; 5Mo.29/4.

4. Und es wird einsichtsvoll zur Kenntnis

das Herz der Eiligen, und die Zunge der

Stammelnden ist eilig, Deutliches zu reden.

Jes.29/24; 35/6.

5. Den Toren nennt man dann nicht mehr

einen Edlen (Freiwilligen), noch heißt der

Habsüchtige freigebig.

6. Denn Torheit wird der Tor reden und sein

Herz wird Unrecht tun, Heuchelei tun und

Irriges reden wider Jehovah, will leeren des

Hungernden Seele und dem Dürstenden das

Getränk lassen mangeln.

7. Und der Habsüchtige - seine Werkzeuge

sind böse, er berät Schandtaten, die Elenden

zu verstören mit der lüge Reden, wenn auch

der Dürftige redet nach Recht. Spr.29/4.

8. Der Edle aber berät Edles und besteht

bei Edlem. Spr.8/6.

9. Ihr sorglosen Weiber, stehet auf, höret

JESAJAH 32/10

127

meine Stimme; ihr sicheren Töchter, nehmet

zu Ohren meine Rede! Jes.3/16f.

10. Jahr (Tage) auf Jahr sollt ihr zittern, ihr

Sicheren! Denn zu Ende ist es mit der Weinlese,

ein Einsammeln kommt nicht.

11. Erbebt, ihr Sorglosen, zittert, ihr Sicheren!

Ziehet euch aus und entblößt euch,

und umgürtet eure Hüften!

12. Schlagt auf die Brüste, klagend um die

Felder des Begehrens, um den fruchtbaren

Weinstock! Nah.2/8.

13. Auf meines Volkes Boden schießt der

Dorn, der Dornstrauch auf, ja in allen Häusern

der Freude in der jauchzenden Stadt (Hauptstadt).

14. Denn dahingegeben ist der Palast, verlassen

die Menge der Stadt, Anhöhe und Wartturm

sind Höhlen bis in Ewigkeit, die Freude

der Waldesel und Weideplatz für die Herden

(Triften). Jes.2/15; Ne.3/26; 2Ch.27/3.

15. Bis daß sich über uns ergießt der Geist

aus der Höhe; und es wird die Wüste zum

Fruchtgefilde und das Fruchtgefilde wird als

Wald geachtet; Jes.10/18; 29/17; 44/3; Joel 3/1; Ez.39/29.

16. Und in der Wüste wohnt das Recht, und

die Gerechtigkeit hat ihren Wohnsitz in dem

Fruchtgefilde. Ps.72/3.

17. Und das Werk der Gerechtigkeit wird

Friede sein, und der Gerechtigkeit Arbeit

(Dienst) Rast und Sicherheit ewiglich.

Rö.5/1; Heb.12/11.

18. Und mein Volk wohnt (sitzt) in Wohnorten

des Friedens und in sicheren Wohnungen

und in sorglosen Ruhestätten. Jer.33/16.

19. Und es wird hageln, bis der Wald hinabsteigt,

und in der Niederung die Stadt wird

erniedrigt sein.

Jes.10/18; 25/5; 28/17; 29/2f; 30/30; Hi.38/23.

20. Selig ihr, die ihr an allen Wassern sät;

die ihr entsendet den Fuß des Ochsen und des

Esels. Jes.30/24.

 

Kapitel 33

Babels Untergang. Zions Sieg.

1.Wehe dir, Verwüster. Und der du nicht

bist verwüstet worden, und dir, Treuloser, den

sie nicht treulos behandelt haben. Wenn du

zu Ende mit Verwüsten bist, wirst du verwüstet

werden. Wenn du deine Treulosigkeit zu Ende

hast gebracht (abschließest), wird man auch

dich treulos behandeln. Jes.37/38.

2. Jehovah, sei uns gnädig! Auf Dich hoffen

wir. Sei ihr Arm an dem Morgen, und unser

Heil in der Zeit der Drangsal! Jes.49/23.

3. Vor der Stimme des Getümmels entfliehen

die Völker, vor deiner Erhöhung zerstreuen

sich die Völkerschaften; Ps.68/2.

4. Und weggerafft wird eure Beute, wie

Grillen aufraffen; wie Heuschrecken dahinrennen,

wird man in ihr dahinrennen.

5. Erhaben (emporgehoben) ist Jehovah,

denn Er wohnt in der Höhe, Er füllt Zion mit

Gericht und Gerechtigkeit. Jes.32/16; 57/15.

6. Und die Wahrheit deiner Zeiten wird die

Festigkeit sein des Heils, der Weisheit und

der Kenntnis, und die Furcht Jehovahs wird

sein Schatz sein.

7. Siehe, ihre Helden (ihre Rüstigen) schreien

draußen, die Friedensengel weinen bitterlich.

Jes.14/32; 36/22; 2Sa.23/20.

8. Wüste sind die Landstraßen, es feiert, der

auf dem Pfade vorübergeht; den Bund macht

er zunichte, verschmäht die Städte, achtet nicht

des Menschen. Ri.5/6; Hab.1/10.

9. Das Land trauert, verschmachtet; es

errötet der Libanon, er versiecht. Der Scharon

ist wie die Einöde (Arabah), und der Baschan

und der Karmel entblättern sich.

Jes.10/18; 24/4; 35/2.

10. Nun stehe Ich auf, spricht Jehovah, nun

erhöhe Ich Mich, nun erhebe Ich Mich.

11. Mit Heu gehet ihr schwanger und gebäret

Stoppeln. Und euer Geist, ein Feuer frißt euch.

Jes.26/18; 50/11; 59/4; Ps.7/15.

12. Und die Völker werden zu Kalk verJESAJAH

33/13

128

brannt, sind abgehauene Dornen, die zum

Feuer angezündet werden. 2Sa.23/6,7.

13. Höret, ihr Fernen, was Ich habe getan;

und wisset, ihr Nahen, Meine Macht. Jes.57/19.

14. In Zion schauert es den Sündern, Beben

ergreift die Heuchler. Wer weilt uns bei dem

fressenden Feuer? Wer weilt uns bei dem

ewigen Glutherd? 5Mo.4/24.

15. Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet

Geradheit, verschmäht, durch Plackereien zu

gewinnen, schüttelt seine Hände (hohlen

Hände), daß sie nicht Geschenke erhalten, sein

Ohr verstopft, daß er von Blut nicht hört, seine

Augen zudrückt, daß sie Böses nicht sehen,

Ps.15/2f; 24/3,4; Matth.5/5,8.

16. Der wird auf den Höhen wohnen, und

Festen der Felsenklippe sind seine Burgfeste,

sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser ist

ihm gewiß. Jes.51/14; Ps.15/1.

17. Den König in Seiner Schönheit werden

deine Augen erschauen, sie werden sehen das

Land der Fernen. Jes.32/1.

18. Dein Herz wird sinnen über den Schrekken.

Wo ist er, der da zählt? Wo, der da darwägt?

Wo, der die Türme zählt?

1Kor.1/20; 2Kor.10/4,5.

19. Das bestärkte Volk siehst du nicht, das

Volk von tiefen Lippen, daß man es nicht

hören kann, von stammelnder Zunge, daß man

es nicht versteht. Jes.28/11; Ez.3/5; 5Mo.28/49.

20. Erschaue Zion, die Stadt (Hauptstadt)

unserer Festversammlung, deine Augen sehen

Jerusalem, den sorglosen Wohnort, das Zelt,

das nicht fortwandert, dessen Pflöcke nimmermehr

aufgezogen werden und von dessen Seile

keines abgerissen wird. Jer.10/20; Ps.122/3,4; 129/4.

21. Denn der herrliche (stattliche) Jehovah

ist daselbst bei uns, ein Ort der Flüsse, der

Ströme, weit von Räumen (weit zu beiden

Händen), nicht geht darin ein Fahrzeug mit

Rudern und ein stattlich Schiff fährt nicht da

durch. Jes.26/1; Nah.3/8.

22. Denn Jehovah ist unser Richter, Jehovah

unser Gesetzgeber, Jehovah unser König, Er

rettet uns. Jes.43/15; 25/9; Ps.89/18,19.

23. Losgelassen sind deine Seile, nicht

stärken sie ihres Mastes Gestell, sie breiten

nicht aus das Segel (Panier). Dann teilt man

der vielen Beute Plunder; die Hinkenden

rauben den Raub. Jes.34/6; 2Sa.5/6.

24. Und keiner, der da wohnt wird sagen:

Ich bin krank. Dem Volk, das drinnen wohnt

(sitzt), ist die Missetat verziehen.

Jes.40/29f; 45/24; Jer.31/34.

Kapitel 34

Völkergericht. Edoms Verwüstung.

1. Ihr Völkerschaften, nahet euch zu hören,

und horchet, ihr Volksstämme. Die Erde höre

und was sie füllt, die Welt und all ihre Sprößlinge.

Jes.28/23; 42/5,6.

2. Denn über alle Völkerschaften ist entrüstet

Jehovah und ergrimmt wider all ihr Heer,

verbannt hat Er sie, zum Schlachten sie gegeben.

Jos.6/17.

3. Und hingeworfen werden ihre Erschlagenen,

und von ihren Leichen steigt ihr Gestank

auf, und Berge zerfließen von ihrem Blut.

Jer.25/33.

4. Und das ganze Himmelsheer schwindet

hin, und die Himmel rollen sich zusammen

wie ein Buch, und all ihr Heer fällt ab, gleich

wie das Blatt vom Weinstock abfällt, und das,

so vom Feigenbaum abfällt. Jes.51/6; Offb.6/12-14.

5. Denn es schwelgt Mein Schwert im

Himmel; siehe, auf Edom fährt es herab und

auf das Volk Meines Bannes zum Gericht.

Jes.24/21; Mal.3/23; 5Mo.32/42.

6. Das Schwert Jehovahs ist voll Blut, fett

gemacht von dem Fett, vom Blut der Lämmer

(fette Lämmer) und der Böcke, vom Fett der

Nieren der Widder; denn ein Opfer hat Jehovah

zu Bozrah, und ein großes Schlachten in

dem Lande Edom. Ez.39/13,22; Jer.49/13.

7. Und niederstürzen werden die Einhörner

mit ihnen, und die Farren samt den Gewaltigen,

und schwelgen wird ihr Land im Blut und

JESAJAH 34/8

129

ihr Staub vom Fett fett gemacht.

Hi.39/9; Ps.22/13,22.

8. Denn für Jehovah ist es ein Tag der

Rache, das Jahr der Vergeltung, daß Er für

Zion hadert. Jes.63/4; 13/9f; Offb.16/14.

9. Und seine Bäche verwandeln sich in Pech,

und Schwefel wird ihr Staub und zu brennendem

Pech ihr Land. 1Mo.19/24.

10. Bei Nacht und bei Tag erlischt es nicht,

ewiglich steigt Rauch davon auf, von Geschlecht

zu Geschlecht ist es verödet, nimmermehr

und nimmermehr geht man da hindurch.

Jes.66/24; Offb.14/11; 19/3.

11. Und Pelikan und Entenadler besitzen

es erblich, Eulen und Raben wohnen darin.

Die Meßschnur der Verwüstung spannt Er aus

über sie, die Senksteine der Verödung.

Jes.14/23; 13/21; 3Mo.17/15; Am.7/8; Klg.2/8.

12. Und seine Edelleute, keine sind da, daß

sie das Königtum ausriefen; und alle ihre

Obersten sind zu Ende.

13. Und Dornen steigen auf in ihren Palästen,

und Disteln und Dornsträucher in ihren

Festungen. Ein Wohnort wird es der Drachen,

ein Gehöft für Käuzlein (die Töchter des

Käuzleins). Jes.13/21,22; 32/13; 43/20.

14. Dort treffen sich die Zijim (garstige

Wüstenvögel) und die Ijim, der Waldteufel

begegnet dem Genossen, auch rastet dort die

Nachteule und findet für sich eine Ruhestätte.

Jes.13/21; Matth.12/43; Offb.18/2; Ba.4/35.

15. Dort nistet auch die Pfeilschlange, und

legt, heckt aus (spaltet aus) und häuft an unter

ihrem Schatten ihre Jungen; ja, dort kommen

zusammen die Weihen, einer zum anderen (das

Weib ihre Genossin). 5Mo.14/13.

16. Suchet nach im Buch Jehovahs und

leset. Nicht eines wird davon fehlen. Das eine

wird das andere (das Weib ihre Genossin)

nicht vermissen; denn mit dem Munde hat Er

es geboten und Sein Geist brachte sie zusammen.

Jes.29/18; 30/8; Jos.23/14;

Matth.5/18; Joh.5/39; 2Pe.1/4.

17. Und Er ließ ihnen fallen das Los und

Seine Hand teilt es ihnen nach der Meßschnur

zu. Sie nehmen es in ewigen Besitz; auf Geschlecht

und Geschlecht wohnen sie darinnen.

Jos.18/6; 17/14.

 

Kapitel 35

Das verwüstete Judäa kommt wieder auf

und das Volk Gottes wird glücklich.

1. Freuen wird sich Wüste und Dürre, und

frohlocken die Einöde, und blühen wie die

Rose. Jes.32/15; Hoh.2/1; Sir.39/18; Matth.6/28.

2. Blühend erblüht sie und frohlockt; nur

Frohlocken und Jubel ist da. Die Herrlichkeit

des Libanon wird ihr gegeben, Karmels und

Scharons Ehre. Sie sehen die Herrlichkeit

Jehovahs, die Ehre unseres Gottes.

Jes.33/9; 40/5; 60/13; Joh.1/14.

3. Stärket die schlaffen Hände und kräftigt

die strauchelnden Knie.

Sach.8/9,13; Ze.3/16; Hi.4/3,4; Luk.3/8.

4. Sprecht zu den übereiligen Herzen: Seid

stark, fürchtet euch nicht! Siehe, euer Gott

kommt zur Rache, zur Vergeltung (Erwiderung)

Gottes; Er kommt und rettet euch.

Jes.45/17; Ps.94/1; Hos.1/7; Rö.12/19.

5. Dann werden aufgetan der Blinden Augen

und die Ohren der Tauben geöffnet.

Jes.29/18; Matth.11/5f.

6. Dann hüpft wie ein Hirsch der Lahme und

des Stummen Zunge jubelt, denn Wasser

brechen (spalten sich) in der Wüste hervor

und Bäche in der Einöde.

Jes.32/4; 33/23; Hab.3/19; Apg.3/6f.

7. Zum Teiche wird die Sandwüste und das

durstige Land zum Quellengrunde der Wasser.

In der Drachen Wohnort, wo er lagert, ist Gras

statt Rohr und Binsen. Jes.34/13.

8. Und eine Bahn wird dort sein und ein

Weg, und man nennt ihn den Weg der Heiligkeit.

Kein Unreiner geht darüber, sondern er

ist für sie. Wer auf dem Wege geht, auch

Narren, gehen nicht irre. Jes.19/23; 30/21; 52/1.

9. Dort ist kein Löwe und kein reißend Tier

geht darin hinauf; es läßt sich dort nicht finden.

JESAJAH 35/10

130

Aber die Erlösten gehen ihn.

Jes.11/6-9; Hos.2/18.

10. Und die Losgekauften Jehovahs kehren

zurück und kommen mit Jubeln nach Zion,

und ewige Fröhlichkeit auf ihrem Haupt;

Freude und Fröhlichkeit ergreift sie, und Gram

flieht und Seufzer. Jes.51/11; 61/7; 62/12; 66/14;

Joh.16/22; Offb.21/4.

 

Kapitel 36

Sancherib belagert Jerusalem.

1. Und es geschah im vierzehnten Jahr des

Königs Chiskijahu, daß Sancherib, König von

Aschur, wider alle festen Städte Jehudahs

heraufzog und sie einnahm. 2Kö.18/13f; 2Ch.32/1f.

2. Und der König von Aschur sandte Rabschakeh

mit schwerer Streitmacht von Lachisch

gen Jerusalem an den König Chiskijahu,

und er stand an dem Wassergraben des oberen

Teiches auf der Landstraße beim Feld des

Walkers. Jes.7/3.

3. Und es ging zu ihm hinaus Eljakim, der

Sohn Chilkijahus, der über das Haus war, und

Schebna, der Schreiber, und Joach, Asaphs

Sohn, der Kanzler. Jes.22/15,20.

4. Und Rabschakeh sprach zu ihnen: Saget

doch dem Chiskijahu: So spricht der große

König, der König von Aschur: Was für ein

Vertrauen ist das, womit du vertraust? Jes.36/13.

5. Ich sage, nur ein Wort der Lippen ist es:

Rat und Macht habe ich zum Streit. Nun, auf

wen vertraust du, daß du dich empörtest wider

mich?

6. Siehe, du vertraust auf die Stütze dieses

zerquetschten Rohres, auf Ägypten. So ein

Mann sich darauf lehnt, dem fährt (kommt)

es in die Hand hinein und durchsticht sie. So

ist Pharao, Ägyptens König, für alle, die auf

ihn vertrauen. 2Kö.18/21.

7. Und wenn du zu mir sagst: Wir vertrauen

auf Jehovah, unseren Gott; ist es denn nicht

Der, Dessen Opferhöhen und Altäre Chiskijahu

hat weggetan und zu Jehudah und Jerusalem

gesprochen hat: Vor diesem Altar da sollt ihr

anbeten?

8. Und nun, verbürge dich doch meinem

Herrn, dem König von Aschur, und ich will

dir zweitausend Rosse geben, wenn du vermagst

für dich zu geben, die darauf reiten.

9. Und wie wolltest du das Angesicht eines

der Statthalter, der geringsten Knechte meines

Herrn zurückwenden; und du vertraust auf

Ägypten, auf Streitwagen und auf Reiter?

Jes.31/1.

10. Und nun bin ich ohne Jehovah heraufgezogen
wider dieses Land, es zu verderben?
Jehovah hat zu mir gesprochen: Ziehe
hinauf wider dieses Land und verdirb es.
11. Und Eljakim und Schebna und Joach
sprachen zu Rabschakeh: Rede doch zu deinen
Knechten auf aramäisch; denn wir verstehen
(hören) es. Und rede nicht auf jüdisch mit uns
vor den Ohren des Volkes auf der Mauer.
Jes.19/18.
12. Rabschakeh aber sprach: Hat mein Herr
mich zu deinem Herrn und zu dir gesandt,
diese Worte zu reden, und nicht zu den Männern,
die auf der Mauer sitzen, um ihren
eigenen Kot zu essen und mit euch ihren
eigenen Harn zu trinken?
13. Und Rabschakeh stand und rief mit
großer Stimme auf jüdisch und sprach: Höret
die Worte des großen Königs, des Königs von
Aschur. Jes.36/4.
14. So spricht der König: Laßt euch von
Chiskijahu nicht verführen; denn er vermag
euch nicht zu erretten.
15. Und laßt euch nicht von Chiskijahu auf
Jehovah vertrösten, indem er spricht: Jehovah
wird gewißlich uns erretten (errettend erretten),
daß diese Stadt nicht in die Hand des
Königs von Aschur gegeben werde.
16. Hört nicht auf Chiskijahu; denn so
spricht der König von Aschur: Macht bei mir
einen Segen, und kommt heraus zu mir. Und
esset, jeder Mann von seinem Weinstock und
jeder Mann von seinem Feigenbaum, und jeder

Mann trinke vom Wasser seiner Grube.
1Kö.4/25; 2Kö.18/31; Mi.4/4.
17. Bis daß ich komme und euch nehme in
ein Land, wie euer Land, ein Land des Korns
und Mostes, ein Land des Brotes und der
Weinberge.
18. Laßt Chiskijahu euch nicht antreiben,
wenn er sagt: Jehovah wird uns erretten. Hat
von den Göttern der Völkerschaften ein Mann
sein Land von der Hand des Königs von
Aschur errettet? Jes.10/10,11; 37/12.
19. Wo waren denn die Götter von Chamath
und von Arpad, wo die Götter von Sepharvajim?
Haben sie denn Schomron (Samaria) aus
meiner Hand errettet? Jes.10/9.
20. Wer von allen Göttern dieser Länder
hat sein Land aus meiner Hand errettet, daß
Jehovah Jerusalem aus meiner Hand erretten
sollte?
21. Und sie schwiegen stille und antworteten
ihm kein Wort; denn des Königs Gebot war
das, indem er sprach: Antwortet ihm nicht.
22. Und es kamen Eljakim, Chilkijahus
Sohn, der über das Haus war, und Schebna,
der Schreiber, und Joach, Asaphs Sohn, der
Kanzler, zu Chiskijahu mit zerrissenen Kleidern
und sagten ihm die Worte Rabschakehs
an.


Kapitel 37
Sancheribs Niederlage und Tod.


1. Und es geschah, da der König Chiskijahu
es hörte, da zerriß er seine Kleider und bedeckte
sich mit dem Sack und ging hinein in das
Haus Jehovahs. 2Kö.19/1f.
2. Und sandte Eljakim, der über das Haus
war, und Schebna, den Schreiber, und die
Ältesten der Priester mit Säcken bedeckt, an
Jeschajahu, des Amoz Sohn, den Propheten.
Jes.1/1; 2Kö.19/2.
3. Und sie sagten zu ihm: So spricht Chiskijahu:
Ein Tag der Drangsal, der Rüge und der
Lästerung ist dieser Tag; denn die Söhne sind
gekommen bis zum Durchbruch (Brechen),
und keine Kraft ist zum Gebären da. Hos.13/13.
4. Vielleicht hört Jehovah, dein Gott, die
Worte Rabschakehs, den der König von
Aschur, sein Herr, gesendet hat, zu schmähen
den lebendigen Gott und straft ihn für die
Worte, die Jehovah, dein Gott, gehört hat, und
du, erhebe ein Gebet für den Überrest, der sich
findet. Jer.37/3.
5. Und die Knechte des Königs Chiskijahu
kamen zu Jeschajahu. 2Kö.19/5.
6. Und Jeschajahu sprach zu ihnen: So sollt
ihr sprechen zu eurem Herrn: Also spricht
Jehovah: Fürchte dich nicht vor den Worten,
die du gehört, mit denen Mich die Jungen des
Königs von Aschur verhöhnt haben.
7. Siehe, Ich will einen Geist in ihn geben,
daß er ein Gerücht hört und in sein Land
zurückkehrt, und Ich lasse ihn durch das
Schwert in seinem Lande fallen.
8. Und Rabschakeh kehrte zurück und fand
den König von Aschur im Streit wider Libnah;
denn er hatte gehört, daß er von Lachisch
aufgebrochen war.
9. Und er hörte über Tirhakah, den König
von Kusch sprechen: Er ist ausgezogen, mit
dir zu streiten. Und er hörte es und sandte
Boten an Chiskijahu, die sprachen: 2Kö.19/9.
10. So sprechet zu Chiskijahu, dem König
von Judah und sagt: Laß dich nicht verführen
von deinem Gotte, auf Den du vertraust, daß
du sprächest: Jerusalem wird nicht in die Hand
des Königs von Aschur gegeben werden.
11. Siehe, du hast gehört, was die Könige
von Aschur allen den Ländern getan, daß sie
dieselben verbannten, und du willst errettet
werden?
12. Haben die Götter der Völkerschaften
diejenigen errettet, die meine Väter verdorben
haben: Gosan und Charan und Rezeph und
die Söhne Edens, zu Thelassar?
13. Wo ist der König von Chamath und der
König von Arpad und der König der Stadt
Sepharvajim, Hena und Ivah? 2Kö.18/34; 19/13.
14. Und Chiskijahu nahm die Briefe aus der
JESAJAH 37/15
132
Hand der Boten und las sie und ging hinauf
in das Haus Jehovahs und Chiskijahu breitete
sie aus vor dem Angesichte Jehovahs.
15. Und Chiskijahu betete zu Jehovah und
sprach:
16. Jehovah der Heerscharen, der Gott
Israels, Der Du auf den Cheruben sitzest. Du
allein bist der Gott über alle Königreiche der
Erde, Du hast die Himmel und die Erde gemacht.
Jes.40/28; Ps.24/2; 80/2; 99/1.
17. Neige, Jehovah, Dein Ohr und höre. Tue
auf, Jehovah, Dein Auge und siehe, und höre
alle die Worte Sancheribs, die er gesandt hat,
den lebendigen Gott zu schmähen.
18. Wahr ist es, Jehovah, Aschurs Könige
haben alle Länder und ihr Land verödet.
19. Und ihre Götter in das Feuer gegeben;
denn sie sind keine Götter, sondern das Werk
der Hände des Menschen, Holz und Stein; und
die haben sie zerstört, Ba.6/50.
20. Und nun, Jehovah, unser Gott, rette uns
aus seiner Hand, daß alle Reiche der Erde
wissen, daß Du allein, Jehovah, bist.
Jes.40/5; Ju.9/15.
21. Und Jeschajahu, Amoz Sohn, sandte an
Chiskijahu und sprach: So spricht Jehovah,
der Gott Israels: Was du zu Mir wegen Sancherib,
des Königs von Aschur, gebetet hast:
22. Ist dies das Wort, das Jehovah über ihn
geredet hat: Die Jungfrau, die Tochter Zions,
verachtet dich, verlacht dich, es schüttelt
(nickt) hinter dir mit dem Haupt die Tochter
Jerusalems.
23. Wen hast du geschmäht und verhöhnt,
und gegen wen deine Stimme erhöht und zur
Höhe erhoben deine Augen? Gegen den Heiligen
Israels. Jes.5/24.
24. Durch deiner Knechte Hand hast du den
Herrn geschmäht und gesprochen: Mit meiner
Streitwagen Menge stieg ich auf der Berge
Höhen, die Seiten (Hüften) des Libanon und
ich haue um den Wuchs seiner Zedern und
die auserwählten seiner Tannen, und komme
in die Höhe an sein Ende, in den Wald seines
Karmels. Jes.14/8; 10/18.
25. Ich grabe hinab und trinke Wasser und
trockne mit der Sohle meiner Füße (Fußtritte)
alle Ströme Mazors (d.h. Ägyptens).
26. Hast du nicht gehört, daß aus der Ferne
Ich es getan, seit der Vorzeit Tagen, und habe
es gebildet? Nun lasse Ich es kommen, und
wird sein, daß Ich zu Steinhaufen zertrümmere
die Bollwerke, die befestigten Städte.
27. Und ihre Bewohner sind kurz von Hand,
entsetzt und beschämt; sie werden Kraut des
Feldes und Grünes vom jungen Kraut, Gras
der Dächer und Brandkorn, ehe es aufschießt.
Ps.92/8; 129/6; 37/2.
28. Aber Ich weiß dein Sitzen und deinen
Ausgang und deinen Eingang und deinen
Aufruhr wider Mich.
29. Weil dein Aufruhr wider Mich und deine
Sorglosigkeit zu Meinen Ohren aufgestiegen
ist, so lege Ich Meinen Haken in deine Nase
und Meinen Zaum an deine Lippen, und bringe
dich auf dem Weg zurück, den du gekommen
bist. Jes.30/28.
30. Und das soll dir das Zeichen sein: Esset
dieses Jahr solches, das von selbst gewachsen
und das zweite Jahr solches, das aus diesem
nachgewachsen; und im dritten Jahre säet und
erntet und pflanzet Weinberge, und esset ihre
Frucht. 2Kö.19/29.
31. Und wiederum werden die Entkommenen
des Hauses Jehudah, die verbleiben,
Wurzeln ansetzen nach unten und Frucht
bringen nach oben. Jes.27/6; 7/13.
32. Denn von Jerusalem wird ausgehen der
Überrest, und die Entkommenen vom Berge
Zion. Der Eifer Jehovahs der Heerscharen wird
solches tun. Jes.9/7.
33. Darum, so spricht Jehovah über Aschurs
König: Nicht soll er kommen an diese Stadt
und soll keinen Pfeil dahin abschießen, und
nicht vor sie bringen den Schild, noch einen
Wall aufschütten wider sie.
34. Auf dem Wege, den er gekommen, kehre
er zurück, aber zu dieser Stadt soll er nicht
kommen, spricht Jehovah.
35. Und schirmen will Ich diese Stadt, sie
zu retten um Meinetwillen und um Davids,
Meines Knechtes, willen. 2Kö.20/6.
JESAJAH 37/36
133
36. Und es ging der Engel Jehovahs aus und
schlug im Lager Aschurs hundertfünfundachtzigtausend.
Und da sie des Morgens früh
aufstanden, und siehe, da waren sie alle tote
Leichen. Jes.17/14; 31/8; 2Kö.19/35; 2Ch.32/21.
37. Und Sancherib, Aschurs König, brach
auf und ging hin und kehrte zurück und wohnte
(saß) in Niniveh.
38. Und es geschah, als er im Hause Misrochs,
seines Gottes, anbetete, daß seine Söhne
Adrammelech und Scharezer ihn mit dem
Schwert schlugen. Und sie entrannen nach dem
Lande Ararat, und sein Sohn Esarchaddon
ward König an seiner Stelle.


Kapitel 38
Chiskijahus Krankheit, Genesung, Loblied.


1. In selbigen Tagen erkrankte Chiskijahu
auf den Tod. Und Jeschajahu, der Sohn des
Amoz, der Prophet, kam zu ihm und sprach
zu ihm: So spricht Jehovah: Gebiete deinem
Hause, denn du wirst sterben und nicht leben.
2. Und Chiskijahu wandte sein Angesicht
zur Wand und betete zu Jehovah,
2Kö.20/1f; 2Ch.32/24.
3. Und sprach: Ach, Jehovah, gedenke doch,
daß ich in Wahrheit und mit ganzem Herzen
vor Deinem Angesicht gewandelt und getan
habe, was gut in Deinen Augen ist. Und Chiskijahu
weinte sehr (mit großem Weinen).
2Kö.18/4,6.
4. Und es geschah das Wort Jehovahs zu
Jeschajahu, und Er sprach:
5. Gehe hin und sprich zu Chiskijahu: So
spricht Jehovah, der Gott Davids, deines
Vaters: Ich habe dein Gebet gehört, gesehen
deine Träne. Siehe, Ich werde fünfzehn Jahre
zu deinen Tagen dazutun.
6. Und von der Hand (hohlen Hand) von
Aschurs König dich und diese Stadt erretten
und schirmen diese Stadt. Jes.37/35.
7. Und dies sei von Jehovah dir das Zeichen,
daß Jehovah dieses Wort, das Er geredet hat,
tun wird:
8. Siehe, Ich will den Schatten an den Stufen,
welcher ist herabgegangen an des Achas
Stufen durch die Sonne, zehn Stufen hinter
sich zurückkehren lassen, und die Sonne kehrte
zehn Stufen zurück, an den Stufen, die sie
hinabgegangen war.
9. Die Schrift des Chiskijahu, König von
Judah, da er erkrankt und von der Krankheit
wieder auflebte:
10. Ich sprach: Durch Verstörung meiner
Tage gehe ich zu den Toren des Grabes (der
Hölle), ich ward gemustert, der Rest meiner
Jahre. Jes.14/9; Ps.107/18.
11. Ich sprach: Nicht sehe ich mehr Jah, Jah
im Lande der Lebendigen, nicht erblicke ich
hinfort den Menschen bei den Bewohnern der
Vergänglichkeit. Ps.27/13; 49/2; 89/48.
12. Mein Wohnplatz wird abgebrochen und
von mir weggeführt wie das Zelt des Hirten.
Ich ziehe wie der Weber mein Leben ein, Er
schneidet es ab vom Trumm [Kettfäden]. Vom
Tage bis zur Nacht machst Du mit mir ein
Ende. Hi.4/20,21; 7/6.
13. Ich stellte es mir vor bis zum Morgen:
Wie ein Löwe, so zerbricht Er meine Gebeine.
Vom Tage bis zur Nacht machst Du mit mir
ein Ende. Hi.10/16; Hos.5/14.
14. Wie die Schwalbe, der Kranich zwitscherte
ich; ich girrte wie die Taube. Schwach
waren meine Augen zur Höhe. Jehovah, ich
bin beklommen, bürge für mich. Jes.59/11; Jer.8/7.
15. Was soll ich reden? Und Er sprach zu
mir und tat es. Alle meine Jahre will ich zu
Ihm dahinwallen, ob der Bitterkeit meiner
Seele. 1Kö.21/27; 2Ch.32/25.
16. Herr, dadurch leben sie; und in ihnen
allen hat mein Geist Leben. Und Du ließest
mich genesen und leben. 5Mo.8/3; 1Sa.2/6.
17. Siehe, zum Frieden ward mir das Bittere,
das Bittere. Aber Du hattest Gefallen an
meiner Seele, mehr als am nichtigen Graben;
denn hinter Deinen Rücken warfst Du alle
meine Sünden. Ps.32/1f; Mi.7/18f; 1Kö.14/9.
18. Denn nicht bekennt Dich die Hölle, noch
JESAJAH 38/19
134
lobt Dich der Tod, nicht harren (erwarten) auf
Deine Wahrheit die, so in die Grube hinabfahren.
19. Der Lebende, der Lebende, der bekennt
Dich, wie ich heute. Der Vater wird den
Söhnen kundtun Deine Wahrheit.
20. Jehovah rettet mich; und lasset uns alle
Tage unseres Lebens zum Saitenspiel meine
Lieder singen im Hause Jehovahs. Ps.146/2f.
21. Und Jeschajahu sprach: Bringt einen
Feigenkuchen und zerquetscht ihn auf das
Geschwür, daß er am Leben bleibe. 2Kö.20/7.
22. Und Chiskijahu hatte gesagt: Was ist
das Zeichen, daß ich hinaufgehe zum Hause
Jehovahs?


Kapitel 39
Chiskijahus Eitelkeit gerügt.


1. Um diese Zeit sandte Merodach Baladan,
der Sohn Baladans König von Babel, ein
Schreiben und ein Geschenk (Speiseopfer)
an Chiskijahu, denn er hatte gehört, daß er
erkrankt und wieder erstarkt war.
2Kö.20/12f; 2Ch.32/25.
2. Und Chiskijahu ward fröhlich über sie,
und ließ sie sehen das Haus seines Vorrats,
das Silber und das Gold, und die Gewürze und
das gute Öl und das ganze Rüsthaus und alles,
was sich in seinen Schätzen fand. Es war nichts
(kein Wort) das Chiskijahu in seinem Hause
und in seiner ganzen Herrschaft ihnen nicht
zeigte.
3. Und es kam Jeschajahu, der Prophet, zum
König Chiskijahu und sprach zu ihm: Was
sagten diese Männer und woher kamen sie zu
dir? Und Chiskijahu sprach: Aus fernem Lande
kamen sie zu mir, von Babel.
4. Und er sprach: Was haben sie in deinem
Hause gesehen? Und Chiskijahu sprach: Alles,
was in meinem Hause ist, sahen sie. Da ist
nichts (kein Wort), das ich sie nicht sehen ließ
in meinen Schätzen. 2Kö.20/14.
5. Und Jeschajahu sprach zu Chiskijahu:
Höre das Wort Jehovahs der Heerscharen:
6. Siehe, Tage kommen, da alles, was in
deinem Hause ist, und was deine Väter aufgespeichert
haben bis auf diesen Tag, nach Babel
getragen wird, und nichts (kein Wort) überbleibt,
spricht Jehovah.
2Kö.20/16,17; 24/13f; 2Ch.32/11,25.
7. Und von deinen Söhnen, die von dir
ausgehen werden, die du zeugst, wird man
nehmen und sie werden Hofbeamte sein im
Palaste (Tempel) des Königs von Babel.
2Kö.20/18; Da.1/3-5.
8. Und Chiskijahu sprach zu Jeschajahu:
Gut ist das Wort Jehovahs, das du geredet hast.
Und er sagte: Denn es wird Friede und Treue
in meinen Tagen sein.
2Kö.20/19; 2Ch.32/26; 1Kö.2/38,42; 1Sa.3/18.


Kapitel 40
Rettung durch Jehovah.


1. Tröstet, tröstet Mein Volk! spricht euer
Gott. Jes.35/3f; Ps.73/1.
2. Redet zum Herzen Jerusalems und ruft
ihr zu: Vollendet ist ihr Kriegsdienst, abgetragen
ihre Missetat; denn Doppeltes hat sie
empfangen von Jehovahs Hand für alle ihre
Sünden. Jes.61/7; Hi.42/10; 5Mo.21/17.
3. Die Stimme eines Rufenden in der Wüste:
Räumt den Weg Jehovahs, macht gerade eine
Bahn in der Einöde unserem Gotte.
4. Erhoben soll jedes Tal (jede Schlucht),
geniedrigt aller Berg und Hügel werden; und
was krumm ist, soll gerade, das Abschüssige
zur Ebene werden.
Jes.42/16; 45/2; Matth.3/3; Mark.1/3; Luk.3/4; Joh.1/23.
5. Und die Herrlichkeit Jehovahs wird
geoffenbart und alles Fleisch wird sie sehen
allzumal; denn Jehovahs Mund hat es geredet.
Jes.60/1; 66/18; 52/6.
6. Es spricht eine Stimme: Rufe! und er
sprach: Was soll ich rufen? - Alles Fleisch ist
JESAJAH 40/7
135
Gras; und alle seine Heiligkeit (oder: Barmherzigkeit)
ist wie des Feldes Blume.
Jes.51/12f; Ps.103/15f; 1Pe.1/24f; Jak.1/10f.
7. Es verdorrt das Gras, es fällt ab die
Blume, denn Jehovahs Hauch hat sie angeweht.
Fürwahr, Gras ist das Volk.
Jes.40/24; Hi.8/12f.
8. Es verdorrt das Gras, die Blume fällt ab,
aber das Wort unseres Gottes besteht ewiglich.
Ps.119/89; Luk.21/33; 1Pe.1/25.
9. Auf hohen Berg steige hinauf, du Heilsbotin
Zion, erhöhe deine Stimme mit Kraft,
Heilsbotin Jerusalem. Erhöhe sie, fürchte dich
nicht. Sprich zu den Städten Jehudahs: Seht,
euer Gott! Ps.68/12; 87/3.
10. Siehe, der Herr, Jehovah kommt mit
Stärke, und Sein Arm herrscht für Ihn. Siehe,
Sein Lohn ist bei Ihm und Sein Werk vor Ihm.
Jes.35/4; 62/11; Rö.2/6f; Ps.68/12; 87/3.
11. Er weidet wie ein Hirte Seine Herde
(Trift), bringt die Lämmchen zusammen in
Seinen Arm und trägt sie in Seinem Busen und
leitet die Säugenden. 1Mo.33/13;
Ez.34/11,23; 37/24; Luk.15/4f; Joh.10/11,12; 21/15.
12. Wer hat die Wasser mit der hohlen Hand
(Faust) gemessen, und die Himmel mit der
Spanne hergerichtet und im Dreiling der Erde
Staub gefaßt, und die Berge in der Waagschale,
die Hügel gewogen in der Waage?
Jes.48/13; Spr.30/4; Ps.80/2.
13. Wer hat Jehovahs Geist dahin gerichtet
und als der Mann Seines Rates es Ihm kund
getan? Jer.23/18; Weish.9/13; Rö.11/34; 1Kor.2/16.
14. Mit wem beriet Er Sich, der Ihm Einsicht
gegeben hätte und Ihn lehrte den Pfad des
Gerichtes, und Ihn Kenntnis lehrte und Ihm
den Weg der Einsicht kund täte?
15. Siehe, Völkerschaften sind wie der
Tropfen vom Eimer, wie ein Stäubchen in der
Waagschale geachtet: siehe, Er hebt wie das
Winzigste (Feinste) die Inseln empor.
Weish.11/22,23.
16. Und nicht zum Brennen genügt der
Libanon, nicht zum Brandopfer genügt sein
Wild.
17. Alle Völkerschaften sind vor Ihm wie
nichts, für weniger denn nichts, und Ödes vor
Ihm geachtet. Ps.39/6,12.
18. Und wem wollt ihr Gott vergleichen,
und welches Gebilde Ihm gleichstellen?
Jes.46/5; Apg.17/29.
19. Der Künstler gießt das Bild, und der
Goldschmied (Läuterer) breitet Gold darauf
aus und Silberkettchen schmelzt er daran.
Jes.44/10f.
20. Wer zu verarmt ist für solche Hebe,
wählt ein nicht faulend Holz, sucht sich einen
weisen Künstler, ein Schnitzbild ihm zu bereiten,
das nicht wankt. Jes.41/7; 5Mo.12/6.
21. Wisset ihr es nicht, hört ihr nicht, hat
man es euch nicht von Anfang angesagt; habt
ihr nicht Einsicht in der Erde Gründungen?
Jes.40/28; 45/18,19.
22. Ihm, Der über dem Runde der Erde sitzt,
Dem sind wie Heuschrecken, die darauf wohnen;
Ihm, Der die Himmel wie dünnen Teppich
(das Dünne) ausspannt, sie ausdehnt wie ein
Zelt zum Wohnen; Jes.44/24; 42/5; 45/12;
1Mo.1/1,6; 4Mo.13/34; Ps.33/13f; 102/27; 104/2.
23. Ihm, Der zu Nichts macht (gibt) die
Beherrscher, und die Richter der Erde wie die
Leere.
24. Kaum sind sie eingepflanzt, kaum gesät,
kaum wurzelt in der Erde ihr Stamm, da haucht
Er sie auch an, und sie verdorren, und wie
Stoppeln trägt sie dahin der Wettersturm.
Jes.40/7.
25. Und wem wollt ihr Mich vergleichen,
daß Ich ähnlich wäre? spricht der Heilige.
Jes.40/18.
26. Erhebt eure Augen in die Höhe und
sehet: Wer schuf dies? Er, Der ihr Heer herausbringt
nach der Zahl, sie alle mit Namen
nennt; aus der Menge Seiner Vollkräftigen,
rüstig an Kraft, darf kein Mann fehlen.
1Mo.2/1; 15/5; Ps.147/4.
27. Warum sprichst du, Jakob, und redest
du, Israel: Mein Weg ist vor Jehovah verborgen,
und vorüber ist mein Gericht vor meinem
Gott gegangen? Hi.3/23; 27/2.
28. Weißt du nicht, hast du nicht gehört,
daß ein Gott der Ewigkeit Jehovah ist, Welcher
JESAJAH 40/29
136
der Erde Enden geschaffen hat, Der nicht matt,
noch müde wird, daß kein Ergründen Seiner
Einsicht ist. Jes.40/21,26; 42/5; Ps.121/4; 147/5;
Spr.30/4; Rö.11/33.
29. Er gibt dem Matten Kraft, und mehrt
die Stärke dem Unvermögenden (ohne Vollkraft).
30. Und die Jungen werden matt und müde
werden, und Jünglinge straucheln (strauchelnd
straucheln). Spr.20/29.
31. Die aber auf Jehovah hoffen, verjüngen
(verändern) die Kraft, sie steigen auf mit
Schwingen wie Adler, sie laufen und ermüden
nicht, sie gehen und werden nicht matt. Ps.103/5.


Kapitel 41
Eitelkeit des Götzendienstes. Trost Israels.
Der Held von Sonnenaufgang.


1. Schweigt mir stille, ihr Inseln, und laßt
die Volksstämme die Kraft verjüngen (verändern).
Lasset sie herzutreten, dann laßt sie
reden, laßt zusammen uns dem Gerichte uns
nahen. Jes.1/18; 1Mo.10/5; Jer.2/35.
2. Wer hat erweckt vom Aufgang den Gerechten,
Ihn gerufen, Ihm auf dem Fuße zu
folgen, vor Ihm die Völkerschaften dahingegeben
und Ihm Könige unterworfen und sie wie
Staub Seinem Schwerte, wie dahingetriebene
Stoppel Seinem Bogen gegeben? Jes.41/25; 45/13;
46/11; 1Mo.12/1; Jer.49/2; 50/44; 48/12; Offb.1/8,17; Apg.7/3.
3. Er setzt ihnen nach, zieht vorbei im
Frieden, Sein Fuß kommt nicht auf den Pfad.
4. Wer hat es getan und gemacht? Wer ruft
von Anfang den Geschlechtern? Ich, Jehovah,
bin der Erste und mit den Letzten bin Ich
derselbe. Jes.43/10f; 44/6; 48/12; Offb.1/17,18.
5. Die Inseln sahen es und fürchteten sich,
die Enden der Erde erzittern, sie nahen und
kommen. Jes.41/1; 40/28.
6. Ein Mann steht dem Genossen bei und
spricht zu seinem Bruder: Sei stark!
7. Und der Künstler stärkt den Goldschmied
(Läuterer), der Glätter mit dem Hammer sagt
zum Amboßschläger von der Lötung: Es ist
gut, und macht es fest mit Nägeln, auf daß es
nicht wanke. Jes.40/19; Jer.10/4.
8. Du aber, Israel, Mein Knecht Jakob, den
Ich erwählt habe, Samen Abrahams, Meines
Freundes (Lieben). Jes.43/10; 3Mo.25/42; Ps.136/22;
1Mo.17/10f; 21/4f; 29/32f; Luk.1/14; Jak2/23.
9. Du, den Ich von der Erde Enden erfaßte
und von ihren Säumen rief und zu dir sprach:
Mein Knecht bist du; dich habe Ich erwählt
und verschmähe dich nicht.
10. Fürchte dich nicht, denn Ich bin mit dir;
schaue nicht um dich, denn Ich bin dein Gott;
Ich stärke dich, ja, Ich stehe dir bei, erhalte
dich mit der Rechten Meiner Gerechtigkeit.
11. Siehe, beschämt und zuschanden werden
alle, die wider dich entbrannten, sie werden
wie Nichts und vergehen, die Männer, die mit
dir hadern.
12. Du wirst nach ihnen suchen, und sie
nicht finden, die Männer, die mit dir zankten.
Sie werden nicht mehr sein, zu Ende kommen
die Männer, die mit dir stritten. Ps.37/36.
13. Denn Ich, Jehovah, bin dein Gott, fasse
dich an deiner Rechten, spreche zu dir: Fürchte
dich nicht, Ich stehe dir bei.
14. Fürchte nicht, du Wurm Jakob, ihr
Sterbende Israels, Ich stehe dir bei, spricht
Jehovah und dein Erlöser, der Heilige Israels.
Jes.43/3; 59/2,20; Luk.12/32.
15. Siehe, Ich mache (setze) dich zur Dreschwalze,
zum neuen Dreschwagen, vielzackig
(dem Meister der Zacken); Berge sollst
du zerdreschen und zermalmen, und wie Spreu
die Hügel machen (setzen).
Jes.21/10; 28/27; Mi.4/13; Da.2/35.
16. Du wirst sie worfeln, und der Wind wird
sie forttragen, der Wettersturm sie zerstreuen,
und in Jehovah wirst du frohlocken, des Heiligen
in Israel dich rühmen. Jes.29/19.
17. Die Elenden und Dürftigen suchen
Wasser und keines ist da; vor Durst verlechzt
ihre Zunge; Ich, Jehovah, werde sie erhören,
Ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht.
18. Auf Abhängen will Ich Flüsse öffnen,
JESAJAH 41/19
137
und Quellen (Brunnquellen) in der Täler Mitte,
zum Wasserteiche die Wüste machen (setzen),
und dürres Land zu Ausgängen von Wassern.
Jes.30/25; 35/6; 43/19,20.
19. Ich gebe in der Wüste die Zeder von
Schittah und die Myrte und den Ölbaum, und
setze in die Einöde Tanne und Kiefer und
Buchsbaum zumal. 1Kö.6/23; Ne.8/15.
20. Auf daß sie sehen und wissen, und
merken und verstehen zumal, daß Jehovahs
Hand dies tut, und der Heilige in Israel es
schafft.
21. Laßt nahen euren Hader, spricht Jehovah;
bringt herbei eure Bekräftigungen, spricht
der König Jakobs.
22. Laßt sie herbeibringen und uns ansagen,
was begegnen wird. Das Erste, was war es?
Sagt es an, daß wir es zu Herzen nehmen
(legen) und wissen das Spätere daraus, oder
laßt uns hören, was da kommen wird.
Jes.42/9; 43/8,9,21; 44/7; 45/21.
23. Sagt an die Zeichen für das Nachherige,
daß wir wissen, daß ihr Götter seid, auch Gutes
und Böses könnet tun. Dann wollen wir es
beschauen und es sehen zumal. Jes.7/11; 45/7.
24. Siehe, ihr seid aus Nichts und weniger
als nichts ist euer Tun, zum Greuel wird, wer
euch erwählt. Jes.41/29; 5Mo.18/12.
25. Von Mitternacht her erwecke Ich den,
der kommt, vom Aufgang der Sonne ihn, der
Meinen Namen anruft; und er kommt an die
Vorsteher wie an Lehm und gleichwie der
Töpfer zerstampft er den Ton.
Jes.44/28; 45/13; 46/11; 48/14,15; 2Ch.36/23; Esr.1/2f.
26. Wer hat es angesagt vom Anbeginn, daß
wir es wußten? und vor Zeiten, daß wir sprächen:
Gerecht? Ja, da ist keiner, der es ansagte;
ja keiner, der es hören ließ, ja keiner, der eure
Reden hörte! Jes.43/8,9.
27. Der Erste bin Ich, Der zu Zion sagt:
Siehe, siehe, sie sind da! und Ich sende (gebe)
an Jerusalem einen Heilsboten. Matth.23/34.
28. Und Ich sehe hin und da ist kein Mann;
und unter ihnen, und da ist keiner, der Rat
gäbe, die Ich fragte und die Mir ein Wort erwiderten.
29. Siehe, Unrecht und Nichtigkeit sind alle
ihre Werke, Hauch und Leere sind ihre Gußbilder.
1Sa.12/21; Ps.96/5; Jer.3/23; 10/3,14; Sach.10/2.


Kapitel 42
Die Ankunft des Herrn. Unglaube.


1. Siehe, Mein Knecht, auf Den Ich Mich
stütze (lehne), Mein Auserwählter, an Dem
Meine Seele Wohlgefallen hat! Ich habe
Meinen Geist auf Ihn gegeben, das Recht läßt
Er für die Völkerschaften ausgehen.
Jes.42/6; 11/2; 61/1; Matth.3/17; 12/8; 2Pe.1/17.
2. Er wird nicht schreien und nicht erheben,
und nicht hören lassen Seine Stimme auf der
Gasse. Jer.11/6.
3. Das zerquetschte Rohr zerbricht Er nicht
und den verlöschenden Flachs löscht Er nicht
aus, zur Wahrheit bringt Er heraus das Gericht.
Jes.36/6; 43/17; Ps.34/19; Matth.12/20.
4. Er wird nicht verlöschen, noch zerquetschen
bis Er das Recht auf Erden gesetzt hat;
und die Inseln warten auf Sein Gesetz.
Jes.40/28; 41/1; 51/5.
5. So spricht der Gott Jehovah, Der die
Himmel erschaffen und sie ausgespannt, die
Erde ausgebreitet und ihre Sprößlinge, Der
Odem gibt dem Volk darauf, und Geist denen,
so darauf wandeln. Jes.44/24; 34/1; 40/22; Ps.104/30.
6. Ich, Jehovah, habe Dich gerufen in Gerechtigkeit
und fasse Dich an der Hand und
werde Dich bewahren und will zum Bund Dich
geben des Volkes, zum Licht der Völkerschaften;
Jes.42/21; 45/8; 49/6,8; 60/1; 9/2;
Luk.1/79; 10/18; Joh.12/21; Rö.2/19.
7. Aufzutun blinde Augen, auszubringen
aus dem Verschluß die Gebundenen, aus dem
Hause des Kerkers die, so im Finstern sitzen.
Jes.29/18; 35/5; 49/8; Matth.4/16; Apg.26/18.
8. Ich bin Jehovah, dies ist Mein Name, und
Meine Herrlichkeit werde Ich nicht einem
anderen geben, noch Mein Lob den Schnitzbildern.
Jes.48/11; 2Mo.3/15; Weish.14/21.
JESAJAH 42/10
138
9. Siehe, das Erste ist gekommen und das
Neue sage Ich an, bevor es noch ist gesproßt,
lasse Ich es euch hören. Jes.48/3; 43/19.
10. Singt ein neues Lied Jehovah, Sein Lob
von dem Ende der Erde, die ihr zum Meer
hinabsteigt, und was es füllt, die Inseln und
ihre Bewohner. Ps.96/1; 95/1.
11. Es erhebe Ihn die Wüste und ihre Städte
und die Gehöfte, da Kedar wohnt (sitzt).
Jubelt, ihr Bewohner der Felsenklippe. Laßt
es ertönen von der Berge Häuptern.
Jes.60/7; Ps.120/5; Jer.49/16.
12. Laßt sie dem Jehovah Herrlichkeit geben
(setzen) und Sein Lob ansagen auf den Inseln!
Offb.14/7.
13. Jehovah wird wie ein Held ausziehen,
wie ein Mann des Streites den Eifer erregen,
aufschreien, laut tönen lassen und Seiner
Feinde mächtig werden. Jes.59/17; Ps.44/24.
14. Ich habe geschwiegen von Ewigkeit her,
Ich habe still geschwiegen, hielt an Mich; wie
eine Gebärerin will Ich ausschreien, will
verwüsten und hinabschlingen zumal.
Jes.57/11; Ps.50/21.
15. Ich will Berge und Hügel veröden und
all ihr Kraut verdorren lassen, und Flüsse
setzen zu Inseln, und Teiche vertrocknen lassen.
Jes.41/18.
16. Und die Blinden lasse Ich auf einem
Wege gehen, den sie nicht kannten, lasse sie
Steige betreten, die sie nicht kannten, will
Finsternis vor ihnen zum Licht setzen, und
was krumm war, gerade machen. Diese Dinge
will Ich tun und sie nicht verlassen.
Jes.42/7; 30/21; 40/4; 57/14.
17. Hinter sich sollen sie zurückweichen,
mit Scham sich schämen, die auf das Schnitzbild
vertrauten; die zu dem Gußbild sprachen:
Ihr seid unsere Götter.
Jes.1/29; 44/10-17; Ps.115/4f; 2Kor.16/4.
18. Ihr Tauben, höret, und ihr Blinden,
blicket her, auf daß ihr sehet.
19. Wer ist blind, wenn nicht Mein Knecht,
und taub, wie Mein Bote, Den Ich sende? Wer
ist blind, wenn nicht der Vollkommene, und
so blind, als der Knecht Jehovahs?
Jes.41/8; 44/1f; 58/2; Matth.15/14; 19/20.
20. Vieles hast du gesehen, und du hältst
es nicht, hast die Ohren aufgetan und hörst
nicht. Jes.53/1.
21. Jehovah hatte Lust, wegen Seiner Gerechtigkeit,
daß Er das Gesetz groß und herrlich
(stattlich) machte.
22. Und doch ist es ein beraubt und geplündert
Volk, bestrickt sind alle seine Jünglinge
und in Kerkerhäusern versteckt, zum Raube
geworden, und da war kein Erretter, geplündert,
und niemand sprach: Gib zurück! Jes.42/7.
23. Wer unter euch nimmt dies zu Ohren,
horcht und hört auf das Spätere? 5Mo.32/29.
24. Wer hat zur Plünderung Jakob hingegeben
und Israel den Räubern? Ist es nicht
Jehovah, wider Den wir sündigten, in Dessen
Wegen sie nicht willens waren zu wandeln
und nicht hörten auf Sein Gesetz? Jer.2/17,19.
25. Und Er ergoß über dasselbe Seines
Zornes Grimm und die Stärke des Streites.
Und sie flammte rings um dasselbe her, und
es wußte es nicht; und es brannte an ihm, aber
es nahm (legte) es nicht zu Herzen.
Jes.57/1; 5Mo.32/22; Jer.12/11; 15/14.


Kapitel 43
Jehovah erlöst die Kirche.


1. Und nun, so spricht Jehovah, dein Schöpfer,
o Jakob, und dein Bildner, o Israel. Fürchte
nicht; denn Ich habe dich erlöst, gerufen
bei deinem Namen. Mein bist du.
Jes.41/10,14; 48/12; 49/1; 44/2; Ps.100/3; 2Mo.33/12; 31/2.
2. Wenn du durch das Wasser hindurchgehst,
will Ich bei dir sein, und durch die Flüsse, so
werden sie dich nicht überfluten. So du durch
das Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden,
noch soll die Flamme an dir brennen.
Ps.66/12; Da.3/17,27.
3. Denn Ich bin Jehovah, dein Gott, der
Heilige Israels, dein Heiland; Ich habe als
JESAJAH 43/4
139
deine Sühne Ägypten, Kusch und Seba an
deiner Statt gegeben.
Jes.41/14; 45/14,15; 2Mo.20/2; Spr.21/18.
4. Weil du kostbar bist in Meinen Augen,
bist du verherrlicht, und Ich liebe dich, und
gebe den Menschen hin statt deiner, und
Volksstämme statt deiner Seele.
5. Fürchte dich nicht, denn Ich bin mit dir;
vom Aufgang lasse Ich deinen Samen kommen
und bringe dich zusammen vom Abend;
Jes.11/12f; 44/2; Sach.8/7,8; Jer.30/10; 46/27.
6. Zur Mitternacht spreche Ich: Gib her! und
zum Süden: Wehre nicht! Bringe herein Meine
Söhne von der Ferne und Meine Töchter vom
Ende der Erde! Jer.29/14.
7. Jeglichen, der genannt ist nach Meinem
Namen, den habe Ich zu Meiner Herrlichkeit
geschaffen, ihn gebildet und ihn gemacht.
Jes.43/21; 44/2; Jer.14/7,9; 15/16.
8. Bringe heraus das Volk, das blind ist und
hat Augen, und die Tauben, die Ohren haben.
Jes.42/18,19.
9. Kommt zusammen alle Völkerschaften
zumal, und sammelt euch ihr Volksstämme.
Wer unter ihnen saget solches an, und läßt uns
Früheres hören? Sie mögen ihre Zeugen geben
und sich rechtfertigen, und sie werden hören
und sagen: Wahrheit ist es! Jes.41/22,26.
10. Ihr seid Mir Zeugen, spricht Jehovah,
und Mein Knecht, Den Ich erwählt, auf daß
ihr wisset und Mir glaubet und einsehet, daß
Ich es bin. Vor Mir ward kein Gott gebildet,
und nach Mir wird keiner sein.
Jes.41/8; 44/1,6; 42/1.
11. Ich, Ich bin Jehovah, und kein Heiland
ist außer Mir. Jes.44/6; Ps.18/32; Hos.13/4,9,14.
12. Ich habe es angesagt und habe gerettet
und hören lassen, und kein Fremder war unter
euch; und ihr seid Meine Zeugen, spricht
Jehovah, und Ich bin Gott.
13. Auch seit ein Tag ist, bin Ich. Und
niemand errettet aus Meiner Hand. Ich tue,
wer wendet es zurück?
Jes.48/12f; 5Mo.32/39; Ps.90/2; Da.4/32.
14. So spricht Jehovah, euer Erlöser, der
Heilige Israels: Um euretwillen habe Ich gen
Babel gesandt und alle Riegel heruntergebracht,
und die Chaldäer, deren Jubel ist in
den Schiffen. Jes.48/14.
15. Ich, Jehovah, bin euer Heiliger, der
Israel erschaffen, euer König. Jes.33/22; 1Mo.14/22.
16. So spricht Jehovah, Der einen Weg gibt
in dem Meer und Steige in starken Wassern.
Jes.44/27; 2Mo.14/22.
17. Der Streitwagen und Roß läßt herauskommen,
die Streitmacht und den Starken;
da liegen sie beisammen, sie stehen nimmer
auf, sie sind verloschen; wie der Flachs erlöschen
sie. Jes.42/3,9; 2Mo.14/28f.
18. Gedenkt nicht an das Frühere, und auf
die Vorzeit merket nicht! Jes.42/9; Jer.3/16; 16/14.
19. Siehe, Neues tue Ich, nun wird es emporsprossen.
Werdet ihr es nicht erkennen? Ich
mache (setze) in der Wüste einen Weg, im
Wüstenland Flüsse.
Jes.42/9; 41/18; Offb.21/5; 2Kor.5/17.
20. Mich wird verherrlichen des Feldes
Wild, Drachen und Käuzlein (Töchter des
Käuzleins), daß Wasser Ich gegeben in der
Wüste, Flüsse im Wüstenland, zu tränken Mein
auserwähltes Volk. Jes.13/22; 41/8.
21. Dies Volk habe Ich Mir gebildet, es soll
Mein Lob erzählen. 2Sa.7/24; Eph.1/12; 1Pe.2/9.
22. Und nicht, daß du Mich hättest gerufen,
Jakob, daß du um Mich dich gemüht hättest,
Israel. Joh.15/16; 1Joh.4/10.
23. Du hast Mir nicht Schafe (Kleinvieh)
zu deinen Brandopfern hereingebracht, noch
Mich durch Schlachtopfer verherrlicht. Ich
habe dich nicht mit Speiseopfern dienen
lassen, nicht mit Weihrauch dich ermüdet.
Ps.50/9f; Jer.17/26.
24. Du hast Mir nicht für Silber Kalmus
gekauft, hast Mich nicht in dem Fette deiner
Opfer schwelgen lassen; du ließest Mich
dienen mit deinen Sünden, und Mich hast du
ermüdet mit deinen Missetaten.
Jes.1/14; 46/3; 53/4,5; 4Mo.18/22; 2Mo.30/23; Jer.6/20.
25. Ich, Ich bin es, Der deine Übertretungen
ausgewischt, wegen Meiner, und habe deiner
Sünden nicht gedacht. Jes.44/22; 48/9,11; Jer.31/34.
26. Gedenke Meiner, laß uns zusammen
JESAJAH 43/27
140
rechten; erzähle du, daß du dich rechtfertigst.
Jes.1/18; 58/2; Jer.2/35.
27. Dein erster Vater hat gesündigt, und
deine Dolmetscher sind abgefallen von Mir.
Da.9/6,8.
28. Und Ich entweihe die Obersten der
Heiligkeit, und gebe Jakob zum Bann und
Israel der Verhöhnung.


Kapitel 44
Verheißungen. Götzendienst, Koresch.


1. Und nun höre, Jakob, Mein Knecht, und
Israel, den Ich habe erwählt.
Jes.43/5,10; 41/8; Jer.46/27.
2. So spricht Jehovah, Der dich gemacht,
und dein Bildner vom Mutterleib her, Der dir
steht bei: Fürchte dich nicht, Mein Knecht,
Jakob, und Jeschurun, den Ich habe auserwählt.
Jes.43/1,5,21; 5Mo.32/15; 33/5,26;
Ps.100/3; 139/14; Jer.30/10.
3. Denn Ich will Wasser gießen auf Dürstendes
und Bächlein auf das Trockene, will
Meinen Geist gießen auf deinen Samen und
Meinen Segen auf deine Sprößlinge. Jes.12/3;
32/15; 43/20; 55/1; Joel 3/1; Ez.36/25,26; Joh.7/38; Gal.3/14.
4. Und sie sollen sprossen zwischen dem
Grase, wie Weiden über Wasserströme. Ps.1/3.
5. Dieser wird sprechen: Ich bin Jehovahs;
und dieser wird sich nach dem Namen Jakobs
nennen. Und jener verschreibt sich mit seiner
Hand dem Jehovah und benennt sich mit dem
Namen Israels. Ps.87/4f.
6. So spricht Jehovah, der König Israels und
sein Erlöser, Jehovah der Heerscharen: Ich
bin der Erste und Ich bin der Letzte und außer
Mir ist kein Gott.
Jes.41/4; 43/11; 45/5; 48/12; Offb.1/8,17; 22/13.
7. Und wer ist wie Ich, der rufet und ansagt
und Mir es anordnet, seit Ich ein Volk der
Ewigkeit setzte; und laßt sie ihnen die Zeichen
und was da kommen soll, ansagen!
Jes.40/25; 43/9,26; 41/22.
8. Laßt euch nicht schauern und fürchtet
euch nicht! Habe Ich es nicht von jeher dich
hören lassen und angesagt, und ihr seid Mir
Zeugen. Ist ein Gott da außer Mir? Es ist kein
Fels; Ich weiß keinen. Jes.40/25; 43/10,12; 1Sa.2/2.
9. Die Bildner der Schnitzbilder sind allesamt
eitel (eine Leere), und ihr Vielbegehrtes
ist nichts nütze; und ihre Zeugen sind sie
selber: sie sehen nicht und wissen nichts, so
daß sie beschämt werden. Jes.41/29; 45/16; 1Sa.12/21.
10. Wer bildet einen Gott und gießt ein
Schnitzbild, das nichts nütze ist?
Jes.40/19; Jer.51/17,47.
11. Siehe, alle seine Gesellen werden beschämt,
und von Menschen sind die Künstler.
Laßt zusammenkommen sie alle, laßt sie
stehen, schauern, beschämt werden allzumal.
Jer.10/14.
12. Er schmiedet das Eisen mit der Zange,
und arbeitet mit der Kohle, und bildet es mit
Hämmern, und arbeitet daran mit dem Arme
seiner Kraft; er hungert auch und ist keine
Kraft da; er trinkt kein Wasser und ist matt.
Jes.40/20; 41/7.
13. Er schnitzt das Holz, er spannt die Meßschnur
und gestaltet es mit dem Stift; er macht
es an den Ecken (Winkeln) und gestaltet es
mit dem Zirkel; und macht es nach dem Vorbild
eines Mannes, wie ein schmucker Mensch,
auf daß es im Hause wohne (sitze).
Jes.40/20; 41/7.
14. Er haut sich Zedern um und nimmt
Buchen und Eichen, und macht sich stark mit
des Waldes Bäumen, und er pflanzt einen
Ornusbaum, daß der Regen ihn groß mache.
15. Und es ist für den Menschen zum Brennen,
und er nimmt davon und wärmt sich, und
er zündet es an und bäckt Brot; er macht sich
auch einen Gott daraus und betet ihn an, er
macht es zu einem Schnitzbild und fällt vor
ihm nieder. Jes.47/14.
16. Die Hälfte davon verbrennt er im Feuer,
mit der anderen Hälfte ißt er Fleisch, brät
Braten und sättigt sich, auch wärmt er sich
und spricht: Bruder (oder: Ha), ich bin warm,
ich habe Feuer gesehen.
JESAJAH 44/17
141
17. Und dessen Überrest macht er sich zu
einem Gott, zu seinem Schnitzbild, fällt vor
ihm nieder und verbeugt sich und betet zu ihm
und spricht: Errette mich, denn mein Gott bist
du!
18. Sie wissen nicht und sehen nicht ein,
denn verkleistert sind ihre Augen, daß sie nicht
sehen, ihre Herzen, daß sie nicht verstehen.
Jes.6/10.
19. Und er nimmt es nicht zu Herzen und
weiß nicht und sieht nicht ein, daß er spräche:
Die Hälfte davon verbrannte ich im Feuer, und
buk auch über seinen Kohlen Brot, briet
Fleisch und aß, und das übrige sollte ich zum
Greuel machen, vor dem Holzklotz niederfallen?
Jes.44/16; 46/8; 45/20; 5Mo.30/1.
20. Er weidet sich mit Asche, und sein
hintergangenes Herz wendet ihn ab, daß seine
Seele er nicht erretten kann und nicht spricht:
Ist nicht eine Lüge in meiner Rechten?
Hos.12/2; Weish.15/10.
21. Daran gedenke, Jakob und Israel; denn
Mein Knecht bist du. Ich habe dich gebildet,
Mein Knecht bist du, Israel, und sollst Mir
nicht vergessen sein. Jes.1/2.
22. Wie eine dichte Wolke wische Ich aus
deine Übertretungen und wie eine Wolke deine
Sünden. Kehre zu Mir zurück, denn Ich habe
dich erlöst. Jes.1/18; 43/25; 45/22.
23. Jubelt ihr Himmel, denn Jehovah hat
es getan; rufet laut ihr unteren Räume der
Erde, brecht aus in Jubel ihr Berge, der Wald
und jeder Baum darin; denn erlöst hat Jehovah
Jakob, und sich in Israel verklärt.
Jes.49/13; 55/12; Ps.66/2; 72/3; 96/11,12.
24. So spricht Jehovah, dein Erlöser und
dein Bildner von Mutterleib an: Ich, Jehovah,
tue alles, spanne aus die Himmel, Ich allein
breite die Erde aus von Mir Selbst,
Jes.44/2; 42/5; 40/22.
25. Er macht zunichte der Unwahren Zeichen,
macht rasen die Wahrsager, wendet
zurück die Weisen hinter Sich, und ihr Wissen
macht Er zur Narrheit.
Jes.16/6; 29/14; 47/9; 1Kor.1/19; Da.2/2; Hi.12/17.
26. Die Worte Seines Knechtes bestätigt
Er, vollbringt Seiner Boten Rat, Er spricht zu
Jerusalem: Werde bewohnt, und zu den Städten
Jehudahs: Werdet gebaut, und seine Verödungen
richte Ich auf. Ps.147/2; Offb.10/7.
27. Zum Schlunde spreche Ich: Vertrockne!
Und deine Flüsse trockne Ich aus.
Jes.43/16; 51/10; 2Mo.14/21,22; Jos.3/16.
28. Ich spreche zu Koresch (d.i. Cyrus):
Mein Hirte! Und er vollbringt alles, wozu Ich
Lust habe; und zu Jerusalem spreche Ich:
Werde gebaut! und zu dem Tempel: Werde
gegründet!
Jes.45/1; 41/25; 2Ch.36/22,23; Esr.1/2; Kap.7; Ne.2.


Kapitel 45
Koresch und Israels Erlösung.


1. So spricht Jehovah zu Seinem Gesalbten,
zu Koresch (d.i. Cyrus), den Ich bei seiner
Rechten fasse, vor ihm zu unterwerfen die
Völkerschaften, und die Lenden der Könige
löse (öffne), die Türen vor ihm zu öffnen, daß
die Tore nicht geschlossen sind:
Jes.44/28; 1Sa.2/10; 2Ch.36/22; Esr.1/1f.
2. Ich ziehe vor dir her, mache die Krümmungen
gerade, zerbreche eherne Torflügel,
zerhaue eiserne Riegel. Jes.40/3,4; Ps.107/16.
3. Und gebe dir die Schätze der Finsternis
und das Verhohlene des Verborgenen, daß
du wissest, daß Ich Jehovah bin, Der dich bei
deinem Namen gerufen, der Gott Israels.
Jes.43/1; Jer.50/37; 51/13,19.
4. Wegen Meines Knechte Jakobs und
Israels, Meines Auserwählten; und Ich rief
bei deinem Namen dich, benannte dich, da
du Mich nicht kanntest. Jes.44/5; 49/1; Jer.1/5.
5. Ich bin Jehovah, und sonst keiner, außer
Mir ist kein Gott. Ich habe dich umgürtet, da
du Mich nicht kanntest. Jes.42/8; 5Mo.32/39; 4/35.
6. Daß sie wissen von der Sonne Aufgang
und vom Abend, daß nichts ist außer Mir; daß
Ich Jehovah bin, und keiner mehr.
7. Ich bilde das Licht und schaffe Finsternis,
JESAJAH 45/8
142
mache Frieden und schaffe Böses; Ich, Jehovah,
Der tuet alles dies. Jes.41/23; 1Mo.1/4; Am.3/6;
Mi.1/12; Klg.3/37; Spr.16/4.
8. Träufelt, ihr Himmel, von oben und rieselt
ihr Ätherkreise Gerechtigkeit. Die Erde
öffne sich und bringe die Frucht des Heils (sei
fruchtbar mit Heil), und Gerechtigkeit sprosse
zumal. Ich, Jehovah, schaffe es.
Jes.61/11; Hos.10/12; 6/3; Ps.73/3; 1Sa.2/10.
9. Wehe dem, der mit seinem Bildner hadert,
der Scherbe, mit den Scherben des Bodens!
Sagt denn der Ton zu seinem Bildner: Was
machst du? und dein Werk: es hat keine Hände?
Jes.29/16; 1Sa.2/10;
Jer.18/6; Weish.15/7; Rö.9/20,21.
10. Wehe dem, der zum Vater sagt: Was
zeugest du? und zum Weibe: Was kreißest
du?
11. So spricht Jehovah, der Heilige Israels
und sein Bildner: Zeichen erbittet von Mir
über Meine Söhne und gebietet Mir über
Meiner Hände Werk. Jes.8/19.
12. Ich habe die Erde gemacht und den
Menschen auf ihr geschaffen; Ich, Meine
Hände haben ausgespannt die Himmel und
all ihr Heer habe Ich geboten.
Jes.40/22,28; 42/5; 48/13; 1Mo.1/1f; Ps.33/6; 104/2.
13. Ich habe ihn erregt in Gerechtigkeit und
alle seine Wege mache Ich gerade. Er soll
bauen Meine Stadt und Meine Weggeführten
entlassen ohne Kaufpreis und ohne Geschenk!
spricht Jehovah der Heerscharen.
Jes.45/1,2; 44/28; 41/13; 42/7; 52/3; 2Ch.36/23.
14. So spricht Jehovah: Ägyptens Arbeit
und die Handelsware von Kusch und von den
Sabäern, den Männern des Maßes, wird auf
Dich übergehen und dein sein, Dir werden sie
nachfolgen, in Fesseln werden sie vorübergehen,
vor Dir sich niederbeugen, zu dir beten,
nur in Dir ist Gott, und ist sonst kein anderer
Gott! Jes.44/6; 43/3; 60/14; Ps.18/44,45; 45/13,18.
15. Fürwahr, ein verborgener Gott bist Du,
Du Gott Israels, der Heiland. Jes.44/6.
16. Beschämt und auch zuschanden werden
sie alle, in Schanden ziehen sie hin allzumal,
die Werkleute der Gebilde. Jes.44/5,9,11.
17. Israel wird von Jehovah gerettet mit dem
Heile der Ewigkeit. Ihr werdet nicht beschämt
noch zuschanden in die Zeitläufe immerfort.
Jes.55/3; Heb.9/12.
18. Denn so spricht Jehovah, Der die Himmel
hat geschaffen, Er, der Gott, Der die Erde
gebildet und gemacht, Er, Der sie gefestigt,
Er hat sie nicht geschaffen, daß sie eine Leere
sein soll, sondern sie gebildet, daß man auf
ihr wohnen (sitzen) sollte: Ich bin Jehovah,
und sonst keiner. Jes.45/12; 12/5; 14/5; 1Mo.1/2.
19. Ich habe nicht im Verborgenen geredet,
nicht in eines finsteren Landes Ort, nicht
gesprochen zu dem Samen Jakobs: Umsonst
(in der Leere) suchet ihr Mich. Ich bin Jehovah,
rede Gerechtigkeit, sage an das Gerade.
Jes.43/9; 44/8; 48/16,17; 63/1; Ps.27/8.
20. Ziehet euch zusammen und kommet,
tretet herbei zumal, ihr Entkommenen der
Völkerschaften. Nichts wissen, die das Holz
ihres Schnitzbildes tragen und beten zu einem
Gotte, der nicht retten kann. Jes.43/9; 44/7,19; 46/7,9.
21. Saget an und lasset sie herbeitreten und
auch zusammen beraten: Wer hat von der
Vorzeit her solches hören lassen, es von jeher
angesagt? Bin Ich es nicht, Jehovah, und sonst
kein Gott außer Mir, ein gerechter Gott und
Heiland, es ist keiner außer Mir?
Jes.45/5; 44/7,22; 46/9; 55/7.
22. Wendet euch zu Mir und werdet gerettet
alle Enden der Erde; denn Ich bin Gott und
keiner sonst. Jes.55/7; 44/22.
23. Bei Mir habe Ich geschworen, von
Meinem Mund geht aus Gerechtigkeit, ein
Wort, und es kehrt nicht zurück: Vor Mir wird
jedes Knie sich beugen, jede Zunge schwören.
Rö.14/10,11; Php.2/10; Heb.6/13f.
24. Nur in Jehovah, sagte er mir, ist Gerechtigkeit
und Stärke! Es werden zu Ihm kommen
und sich schämen alle, die wider Ihn entbrannten.
Jes.53/11; Jer.23/6; 50/2; 1Sa.2/10.
25. In Jehovah werden gerecht werden und
sich rühmen aller Same Israels. Jer.4/2.
JESAJAH 46/1
143


Kapitel 46
Untergang des Götzendienstes.
Das Heil Israels.


1. Bel beugt sich, es krümmt sich Nebo. Ihre
Götzenbilder sind für das wilde Tier und das
Vieh. Was ihr herumtragt wird aufgeladen,
eine Last der Matten. Jer.50/2.
2. Sie krümmen sich, sie beugen sich allzumal,
sie können die Last nicht wegbringen
(befreien), und ihre Seele geht in die Gefangenschaft.
3. Höret auf Mich, o Haus Jakobs und aller
Überrest vom Hause Israels, ihr, die ihr Mir
aufgeladen seid vom Mutterleibe an und getragen
vom Mutterschoß an. Jes.63/9; 5Mo.1/31.
4. Und bis zum Alter bin Ich Derselbe, und
bis zum Greisenhaar werde Ich euch forttragen;
Ich habe es getan und werde euch
tragen und forttragen und befreien.
Jes.41/4; Ps.71/18.
5. Wem macht ihr Mich gleich (ähnlichet)
und stellet Mich gleich? Und vergleicht Mich,
daß wir ähnlich wären? Jes.44/9; 41/7; 40/18.
6. Die Gold aus dem Beutel herausschütteln
und Silber mit dem Rohre wägen, einen Goldschmied
dingen, daß er es mache zu einem
Gott, vor dem sie niederfallen, ihn auch anbeten.
Jes.44/10,12; Ri.17/4.
7. Sie tragen ihn auf der Schulter, sie laden
ihn auf und lassen ihn nieder an seiner Stelle.
Und er steht und weicht nicht von seinem Orte.
Schreit einer auch zu ihm, er antwortet nicht,
er rettet ihn nicht aus seiner Drangsal.
Jes.45/20; Jer.10/5; Ba.6/25,26.
8. Gedenket dessen und ermannet euch;
nehmt es zurück zu Herzen, ihr Übertreter.
Jes.44/19,21.
9. Gedenket des Früheren aus der Urzeit;
denn Ich bin Gott, und kein Gott mehr, und
nichts ist wie Ich. Jes.45/5.
10. Von Anfang an sagte Ich an das Letzte,
und von der Vorzeit her, was noch nicht getan
war, und spreche: Mein Ratschluß wird bestehen,
und alles, wozu Ich Lust habe, tue Ich.
Jes.42/8,9; 44/26,28.
11. Vom Aufgang rufe Ich einen Raubvogel,
aus dem Land der Ferne den Mann Meines
Rates. Was Ich nun geredet, lasse Ich auch
kommen; was Ich gebildet, das tue Ich auch.
Jes.41/25; 4Mo.23/19; Jer.49/22; Ez.17/3.
12. Höret auf Mich, ihr Gewaltigen von
Herzen, ihr, die ihr ferne seid von der Gerechtigkeit.
Jes.23/13; Ps.131/1.
13. Ich habe nahe gebracht Meine Gerechtigkeit,
sie ist nicht fern; und Mein Heil wird
nicht zögern. Und Ich gebe Heil in Zion, Israel
Meinen Schmuck. Jes.52/10; 56/1; Luk.2/20.


Kapitel 47
Babels Fall.


1. Steige herunter und sitze auf dem Staub,
du Jungfrau, Tochter Babels. Sitze auf die
Erde, da ist kein Thron, Tochter der Chaldäer.
Denn man nennt dich hinfort (tun nicht hinzu,
dich zu nennen) nicht mehr: die Zarte und
Üppige. Jes.13/19; Jer.13/18.
2. Nimm die Mühle und mahle Mehl, decke
auf dein Lockenhaar, entblöße den Fuß, decke
auf den Schenkel, gehe durch die Flüsse.
2Mo.11/5.
3. Deine Blöße werde aufgedeckt, gesehen
auch deine Schmach. Ich nehme Rache und
soll kein Mensch vermitteln. 5Mo.32/35; Hos.2/10;
Jer.13/26; Nah.3/5.
4. Unser Erlöser, Jehovah der Heerscharen
ist Sein Name, der Heilige Israels.
Jes.11/4; 41/14f.
5. Setze dich stille und gehe hinein in das
Finstere, Tochter der Chaldäer, weil man dich
fürder nicht mehr nennt (tun nicht hinzu, dich
zu nennen) Gebieterin der Königreiche.
Jes.47/7; Mi.7/8; Klg.2/10.
6. Ich war über Mein Volk entrüstet, ließ
Mein Erbe entweihen und gab sie in deine
Hand. Du hattest (setzest) kein Erbarmen mit
JESAJAH 47/7
144
ihnen, machtest dein Joch über den Greis sehr
schwer. Sach.1/15; Klg.5/42.
7. Und du sprachst: Ich werde Gebieterin
sein ewiglich; so daß du dieses nicht legtest
auf dein Herz, und gedachtest nicht dessen
Letztes. Jes.47/5.
8. Nun aber höre dies, du Wollüstige, die
in Sicherheit sitzt und spricht in ihrem Herzen:
Ich und keine sonst; ich werde nicht als Witwe
sitzen und Kinderlosigkeit nicht kennen.
Jes.47/9; Ze.2/15f; Offb.18/17.
9. Und es kommen die zwei über dich,
augenblicklich, an einem Tage bist du kinderlos
und Witwe. Vollauf kommen sie über dich
ob deiner vielen Zaubereien und ob der sehr
großen Macht deiner Bannsprüche.
Jes.51/19; Nah.3/4; Offb.18/8.
10. Und du vertrautest auf deine Bosheit
und sagtest: Es sieht mich niemand. Deine
Weisheit und dein Wissen verleiteten dich,
daß du in deinem Herzen sprachst: Ich und
sonst keine. Jes.47/8; 29/15; 30/12.
11. Und Böses wird kommen über dich, das
du nicht weißt abzubitten, und Unheil wird
fallen über dich, das du nicht zu sühnen vermagst,
und plötzlich wird ein Unwetter über
dich kommen, das du nicht weißt.
12. Bleibe doch stehen bei deinen Bannsprüchen
und deinen vielen Zaubereien, mit denen
du dich von Jugend auf hast abgemüdet.
Vielleicht vermagst du zu nützen, vielleicht
erregst du Grauen. Da.2/2.
13. Bist du ermüdet von deinen vielen
Ratschlägen? Lasse sie doch stehen und dich
retten, die Beobachter des Himmels, die Beschauer
der Sterne, die aus den Neumonden
wissen wollen, was über dich wird kommen.
Hi.38/33.
14. Siehe, wie die Stoppel sind sie worden,
das Feuer hat sie verbrannt. Sie erretten ihre
Seele nicht aus der Hand der Flamme. Da ist
keine Kohle zum Wärmen, kein Feuer, davor
zu sitzen. Jes.33/14; 44/15.
15. So werden dir sein die, mit denen du
dich mühtest, deine Händler von deiner Jugend
auf. Jeder Mann wird irren nach seiner Seite
hin, und keiner dich retten.


Kapitel 48
Verheißung der Rückkehr aus Babel.


1. Höret das, o Haus Jakobs, die ihr genannt
seid mit dem Namen Israels, und die ihr aus
den Wassern Jehudahs hervorgegangen seid;
die ihr schwört bei dem Namen Jehovahs, und
des Gottes Israels gedenket nicht in Wahrheit
und nicht in Gerechtigkeit; Jes.51/1; 4Mo.24/7;
Jer.4/2; 5/2; Ps.68/27; Mi.3/11.
2. Weil ihr genannt seid nach der Stadt der
Heiligkeit und euch lehnet auf den Gott Israels;
Jehovah der Heerscharen ist Sein Name.
Jes.52/1; Ne.11/1; Mi.3/11.
3. Das Frühere sage Ich an zuvor und von
Meinem Munde ging es aus, und Ich ließ sie
es hören, und plötzlich tue Ich es, daß es
kommt. Jes.42/9.
4. Weil Ich weiß, daß du hart bist, und dein
Nacken eine Sehne von Eisen und deine Stirne
ist Erz. 2Kö.17/14; Jer.5/3; Ez.2/4; 3/7.
5. Und Ich sage es dir an zuvor, lasse es dich
hören, ehe denn es gekommen ist, daß du nicht
sprechest: Mein Götzenbild hat es getan, und
mein Schnitzbild, und mein Gußbild hat es
so geboten.
6. Du hast es gehört, erschaue dir das alles,
und ihr, wollt ihr es nicht ansagen? Ich laß
dich Neues hören von nun an, und Verwahrtes,
das du nicht hast gewußt. Jes.43/19,21.
7. Nun ist es erschaffen und nicht zuvor und
den Tag vorher, und du hattest es nicht gehört,
auf daß du nicht sagen möchtest: Siehe, ich
habe es gewußt.
8. Du hast es weder gehört, noch gewußt;
auch war dein Ohr zuvor nicht geöffnet; denn
Ich wußte, daß du treulos, ja treulos handeln
würdest, und man dich einen Übertreter von
Mutterleibe an nannte.
1Mo.25/26; 27/35,36; Ps.51/7; 58/4.
9. Um Meines Namens willen übe Ich
JESAJAH 48/10
145
Langmut (verlängere Ich Mein Antlitz), und
Meines Lobes wegen halte Ich Mich ab von
dir, daß Ich dich nicht ausrotte.
Jes.48/11; 43/25; Da.9/19.
10. Siehe, Ich will dich läutern, aber nicht
zu Silber, will dich erwählen in des Elends
Schmelzofen. Sach.13/9; Jer.6/28; 11/4; Ez.22/8-22;
Spr.17/3; 1Pe.4/12.
11. Um Meinetwillen, um Meinetwillen tue
Ich es; denn was sollte es entweiht werden?
Und Meine Herrlichkeit will Ich keinem
anderen geben. Jes.48/9; 42/8; 4Mo.14/15f.
12. Höre auf Mich, Jakob, und du, Israel,
von Mir berufen, Ich bin Derselbe, Ich der
Erste, Ich auch der Letzte.
Jes.41/4,6,9; 48/17; 44/6; Offb.1/17.
13. Auch hat gegründet Meine Hand die
Erde, und Meine Rechte die Himmel umspannt.
Ich rufe ihnen, sie stehen da allzumal.
Jes.48/12; 40/12,28; 42/5; 51/13; Ps.33/9; Rö.4/17.
14. Kommt zusammen ihr alle und höret.
Wer unter ihnen hat solches angesagt? Jehovah
liebt ihn, und wird tun, wozu Er Lust hat, an
Babel und Seinen Arm an den Chaldäern.
Jes.48/15; 13/19; 45/1,13; 43/14.
15. Ich, Ich habe geredet, auch ihn gerufen,
Ich habe ihn kommen lassen, und sein Weg
gelingt.
16. Nahet zu Mir, höret dies: Ich habe vom
Anfang an nicht im Verborgenen geredet. Von
der Zeit, da es geschah, bin Ich allda. Und nun
hat Mich der Herr Jehovah und Sein Geist
gesandt. Jes.45/19; Joh.18/20; 1/1f; Gal.4/4.
17. So spricht Jehovah, dein Erlöser, der
Heilige Israels: Ich bin Jehovah, dein Gott,
Der dich lehrt zum Nutzen, Der dich auf dem
Wege, den du wandeln sollst, gehen (treten)
läßt. Jes.41/14; Ps.25/8,9,12; Hi.36/22.
18. O, daß du auf Meine Gebote horchtest!
Dann wäre dein Friede gleich dem Flusse, und
deine Gerechtigkeit so wie die Wogen des
Meeres. Jes.66/12; Ps.24/5; 81/14f.
19. Und dein Same wäre wie der Sand, und
deiner Eingeweide Sprößlinge wie dessen
Kies. Sein Name würde nicht ausgerottet, noch
vernichtet vor Meinem Angesicht. 1Mo.22/17.
20. Gehet aus von Babel; entweichet von
den Chaldäern mit Stimmen des Jubelgesangs;
saget an, lasset solches hören, bringt es aus
bis an das Ende der Erde; sprechet: Jehovah
hat erlöst Seinen Knecht Jakob.
Jes.52/11; Jer.50/8; 51/6,45; Offb.18/4; 2Kor.6/17.
21. Und sie haben keinen Durst, Er läßt sie
gehen in den Einöden, läßt für sie Wasser aus
dem Felsen rieseln, und spaltet den Felsen,
daß Wasser ihm entfließt. Jes.41/17f; 49/10,11,17;
51/10f; Ez.20/34f; Weish.11/4; 2Mo.17/6; 4Mo.20/11.
22. Keinen Frieden haben die Ungerechten,
spricht Jehovah. Jes.57/21.


Kapitel 49
Erlösung der Juden
und der Völkerschaften.


1. Höret auf mich, ihr Inseln; ihr Volksstämme
aus der Ferne, horchet: Jehovah hat
mich aus dem Mutterleibe gerufen, und in
(aus) den Eingeweiden meiner Mutter meines
Namens gedacht. Jes.41/1; 43/1; 45/3,4; Jer.1/5.
2. Und hat meinen Mund gesetzt zum scharfen
Schwert, mich in dem Schatten Seiner
Hand versteckt, mich gesetzt zum lauter
gemachten Pfeil, hat in Seinem Köcher mich
verborgen. Jes.51/16; Offb.1/16; Eph.6/17;
Heb.4/12; 2Kö.13/17.
3. Und sprach zu mir: Mein Knecht bist du,
Israel, in dir will Ich Mich verklären.
Jes.51/16; 44/23.
4. Ich aber sprach: Vergeblich habe ich mich
abgemüht, umsonst (für das Leere) und um
nichts (zum Hauche) habe ich meine Kraft
verzehrt? Doch ist mein Recht bei Jehovah
und mein Arbeitslohn bei meinem Gott.
Ps.74/22; 1Kor.15/58.
5. Nun aber spricht Jehovah, Der mich von
Mutterleib zum Knecht für Sich gebildet, um
Jakob zu Ihm zurückzubringen, und daß Israel
sich zu Ihm versammle, und ich verherrlicht
werde in Jehovahs Augen, und mein Gott sei
JESAJAH 49/6
146
meine Stärke. Ps.18/2,19.
6. Und spricht: Noch zu gering ist es, daß
du Mir Knecht wirst, die Stämme (Ruten)
Jakobs aufzurichten, und die Bewahrten von
Israel zurückzubringen. Und Ich werde dich
zum Licht der Völkerschaften geben, daß Mein
Heil sei bis an das Ende der Erde.
Jes.9/1; 42/6; 60/3; Ps.2/8; 72/11; Hag.2/7; Luk.2/32; Apg.13/47.
7. So spricht Jehovah, der Erlöser Israels,
sein Heiliger, zu dem von der Seele Verachteten,
der den Völkerschaften zum Greuel
ist, dem Knechte der Herrscher: Könige werden
sehen und aufstehen, Oberste, und vor
dir sich niederbeugen wegen Jehovahs, Welcher
ist treu, ob dem Heiligen Israels, Der dich
erwählte. Jes.49/23; 48/17; 52/15; Ps.72/11; Klg.2/15.
8. So spricht Jehovah: Zur Zeit des Wohlgefallens
antworte Ich dir, und am Tage des Heils
stehe Ich dir bei und bewahre dich, und gebe
dich zum Bunde des Volkes, aufzurichten das
Land, die verwüsteten Erbstücke zum Erbe
auszuteilen. Jes.42/6; 5Mo.1/38; Ps.69/14; 2Kor.6/2.
9. Zu sprechen zu den Gebundenen: Kommet
heraus; zu denen in der Finsternis: Werdet
offenbar. Sie sollen weiden auf den Wegen,
und auf allen Abhängen ihre Weide haben.
Jes.42/6,7,22; 52/2.
10. Sie sollen nicht hungern und nicht
dürsten, nicht soll sie Glut, noch Sonne treffen
(schlagen); denn ihr Erbarmer geleitet sie und
wird sie zu den Quellgründen der Wasser
leiten. Jes.48/21; 54/10; Ps. 23/2; 116/5; 121/6; Offb.7/16.
11. Und Ich setze alle Meine Berge zum
Weg, und Meine Bahnen werden erhöht sein.
Jes.40/4.
12. Siehe, diese kommen von Ferne und
siehe, diese von Mitternacht und von dem
Meer und jene vom Lande Sinim.
Ps.107/2f; Ez.30/15; Matth.8/11f.
13. Jubelt, ihr Himmel, und frohlocke du
Erde, in Jubelgesang brecht aus ihr Berge;
denn Jehovah tröstet Sein Volk und erbarmt
Sich Seiner Elenden. Jes.44/23; 52/9.
14. Und Zion sprach: Jehovah hat mich verlassen
und der Herr hat mein vergessen.
Jes.40/27; Ps.13/2; 42/10.
15. Wird auch ein Weib vergessen ihres
Kindleins, daß sie sich nicht sollte erbarmen
über ihres Leibes Sohn? Ob auch sie vergäßen,
so will Ich doch deiner nicht vergessen.
Ps.9/19; 1Kö.3/26.
16. Siehe, in die Hände (hohlen Hände) habe
Ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind
beständig vor mir. 2Mo.13/9; Ps.51/20.
17. Es eilen deine Söhne; die dich niederreißen
und veröden, ziehen aus von dir. 1Mo.30/3.
18. Erhebe ringsum deine Augen und siehe,
sie alle kommen zusammen zu dir. Bei Meinem
Leben, spricht Jehovah, wie Geschmeide
ziehst du sie an und bindest sie um wie eine
Braut. Jes.60/4; 61/10.
19. Und deine Öden und deine Verwüstungen
und dein umgerissenes Land wird dir dann
zu eng, darin zu wohnen, und die dich verschlingen,
müssen sich entfernen. Jes.61/10.
20. Noch sprechen vor deinen Ohren die
Söhne deiner Kinderlosigkeit! Zu eng ist mir
der Ort, rücke mir hin, auf daß ich wohne!
Jes.54/1f; 2Kö.6/1.
21. Und du wirst in deinem Herzen sprechen:
Wer hat mir diese gezeugt? - war ich
doch kinderlos, vereinsamt, weggeführt und
weggetan; und sie - wer hat sie großgezogen?
Siehe, war ich doch allein verblieben! Wo
waren sie?
22. So spricht der Herr Jehovah: Siehe, Ich
will nach den Völkerschaften Meine Hand
aufheben und zu den Völkern Mein Panier
erhöhen, daß sie im Busen deine Söhne hereinbringen,
und deine Töchter tragen auf der
Schulter. Jes.11/12; 60/1,16; Luk.18/15.
23. Und Könige werden deine Wärter sein,
und deine Säugammen ihre Fürstinnen. Auf
das Antlitz beugen sie sich zur Erde vor dir
nieder und lecken auf deiner Füße Staub, daß
du wissest, daß Ich Jehovah bin, und die, so
auf Mich hoffen, nicht beschämt werden.
Jes.49/7; 40/14,31; 60/14f; Ps.32/9; 25/3; Mi.7/17; Rö.5/5; 9/33.
24. Kann man dem Helden sein Genommenes
abnehmen? Und kann dem Gerechten der
Gefangene entrinnen?
Matth.12/20,29f; Luk.11/22; Kol.2/15.
JESAJAH 49/25
147
25. Denn also spricht Jehovah: Auch dem
Helden soll das Gefangene genommen werden,
und des Trotzigen Genommenes entrinnen,
und wider deine Haderer will Ich hadern und
Ich will deine Söhne retten;
Ps.35/1; Luk.11/22.
26. Und deine Bedrücker lasse Ich ihr eigen
Fleisch essen, und wie im Moste sie im eigenen
Blute trunken machen, auf daß alles
Fleisch wisse, daß Ich Jehovah bin, dein
Heiland und dein Erlöser, der Gewaltige
Jakobs. Jes.51/23; 9/20; 37/20; Ez.21/5; 1Mo.49/24.


Kapitel 50
Israels Trost. Hilfe des Messias.


1. So spricht Jehovah: Wo ist der Scheidebrief
eurer Mutter, mit dem Ich sie entlassen
hätte? Oder wer ist von Meinen Gläubigern,
an den Ich euch verkauft hätte? Siehe, um
eurer Missetaten willen seid ihr verkauft, und
wegen eurer Übertretungen ist eure Mutter
entlassen. Jes.52/3; 5Mo.24/1f; Jer.3/8; Hos.3; 2Kö.4/1.
2. Warum kam Ich, und kein Mann war da?
Rief Ich, und da war keiner, der antwortete?
Ist Meine Hand zu kurz zum Lösen, und ist
keine Kraft in Mir, daß Ich errettete? Siehe,
Ich vertrockne das Meer mit Meinem Drohen,
mache (setze) zur Wüste Flüsse. Es stinkt ihr
Fisch, weil er kein Wasser hat, und stirbt vor
Durst. Jes.65/2,12; 51/10; 59/1; 4Mo.11/23;
2Mo.14/21f; Ps.18/16; 106/9.
3. In Düsterheit kleide Ich die Himmel,
mache (setze) den Sack zu ihrer Decke.
2Mo.10/21,22; 20/21; Offb.6/12.
4. Der Herr Jehovah hat mir eine gelehrige
Zunge gegeben, auf daß ich wisse, den Matten
mit dem Worte zu erquicken. Er erweckt
(erregt) Morgen nach Morgen, Er erweckt
(erregt) mir das Ohr, zu hören wie ein Lehrling.
Jes.42/3; Matth.7/29; 11/28; Joh.8/28.
5. Der Herr Jehovah hat mir das Ohr geöffnet
und ich war nicht widerspenstig, wich nicht
zurück. Ps.39/7,8; 40/7,9; 2Sa.7/27; Hi.33/16.
6. Den Schlagenden bot (gab) meinen Rükken
ich, und meine Wangen den Raufenden,
mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schande
und Speichel. Jes.53/4; Ps.102/27;
Matth.26/67; Joh.19/1; Heb.9/12; Hi.30/10.
7. Aber der Herr Jehovah steht mir bei,
darum werde ich nicht zuschanden, darum
setze ich mein Angesicht wie den Kieselstein,
und weiß, daß ich nicht beschämt werde.
Ez.3/8,9.
8. Nahe ist, der mich rechtfertigt. Wer will
hadern mit mir? Laßt uns zusammen hinstehen.
Wer ist mein Gegner im Gericht (Meister
meines Gerichts)? er trete herbei.
Rö.8/33f.
9. Siehe, der Herr Jehovah steht mir bei.
Wer will mich verdammen? Siehe, sie alle
veralten wie ein Kleid, die Motte frißt sie.
Jes.51/6-8; Ps.102/27; Hi.34/29.
10. Wer unter euch fürchtet Jehovah, hört
auf die Stimme Seines Knechtes? Der, so in
Finsternissen wandelt ohne Glanz, der vertraue
auf Jehovahs Namen und stütze sich auf seinen
Gott! Klg.3/26.
11. Siehe, ihr alle, die ihr Feuer angefacht,
euch mit Funken umgürtet habt, gehet hin in
eures Feuers Glut und in die Funken, die ihr
brennen lasset. Von Meiner Hand wird euch
dies, ihr liegt im Schmerz. Jer.17/4.
Kapitel 51
Ermahnung und Verheißung.
1. Höret auf Mich, ihr, die ihr der Gerechtigkeit
nachsetzet, die ihr Jehovah suchet.
Blicket auf den Fels, aus dem ihr gehauen seid,
und auf die ausgehöhlte Grube, daraus ihr seid
gegraben. Jes.48/1.
2. Blicket auf Abraham, euren Vater, und
auf Sarah, die mit euch gekreißet; denn ihn,
den einen habe Ich gerufen und ihn werde Ich
JESAJAH 51/3
148
segnen und ihn mehren. 1Mo.12/2; 15/2f; 17/4;
2Mo.1/7; Jos.24/3; Mal.2/15; Ez.33/24; Rö.4/12.
3. Denn Jehovah wird Zion trösten, wird
trösten alle seine Öden, und machen (setzen)
seine Wüste wie Eden, und seine Einöde wie
den Garten Jehovahs; Freude und Fröhlichkeit
findet man darin, Bekenntnis und die Stimme
des Lobgesangs. Jes.58/11; 61/3f.
4. Horchet auf Mich, ihr Mein Volk, und
nehmt es Mir zu Ohren, ihr, Mein Volksstamm:
denn von Mir wird ausgehen das
Gesetz, und Mein Gericht will Ich einsetzen
zum Licht der Völker. Jes.42/1; 62/2.
5. Nahe ist Meine Gerechtigkeit, Mein Heil
zieht aus und Meine Arme richten die Völker;
die Inseln hoffen auf Mich und warten auf
Meinen Arm. Jes.45/17; 42/4; 46/13.
6. Erhebt eure Augen zum Himmel und
blicket auf die Erde unten; denn die Himmel
schwinden dahin wie Rauch und wie ein Kleid
veraltet die Erde, und die, so auf ihr wohnen,
sterben ebenso dahin; Mein Heil aber ist in
Ewigkeit und Meine Gerechtigkeit wird nicht
zerbrechen. Jes.34/4; 45/17; Ps.37/39; 102/27;
Luk.21/33; Heb.9/12.
7. Höret Mir zu, die ihr kennet Gerechtigkeit,
du Volk, in dessen Herze Mein Gesetz
ist, fürchtet die Schmach des Menschen nicht,
und entsetzet euch nicht vor ihren Verhöhnungen;
Jes.66/5; 40/9; Ps.37/31; 40/9; Matth.5/11.
8. Denn wie das Kleid wird sie die Motte
fressen, und fressen wird sie die Schabe wie
die Wolle; Meine Gerechtigkeit aber ist in
Ewigkeit, und Mein Heil in das Geschlecht
der Geschlechter. Jes.51/6; 50/9; Hi.13/28.
9. Erwache, erwache, ziehe Stärke an, Arm
Jehovahs, erwache wie in der Vorzeit Tagen,
den Geschlechtern der Ewigkeiten. Bist Du
es nicht, Der Rahab zerhauen, den Drachen
erschlagen hat? Jes.27/1; 30/7; 52/10; Ps.87/4; 89/11;
2Mo.6/6; 14/14; 15/7.
10. Bist Du es nicht, Der das Meer, die Wasser
des großen Abgrundes vertrocknete; Der
die Tiefen des Meeres zum Wege machte, auf
dem die Erlösten hinüberzogen?
Jes.50/2; Jos.3/16; 2Mo.14/21,22.
11. Und die Erlösten Jehovahs kehren
zurück und kommen gen Zion mit Jubelsang,
und ewige Fröhlichkeit auf ihrem Haupt.
Freude und Fröhlichkeit erreichen sie, es
fliehen Gram und Seufzen.
Jes.62/12; 35/10; 66/14; Joh.16/22.
12. Ich, Ich bin euer Tröster. Wer bist du,
daß du dich fürchtest vor einem Menschen
(oder: Mann [enosch]), der doch stirbt; vor
dem Sohne des Menschen, wie Gras dahingegeben?
Jes.40/6; Ps.118/6; Matth.10/28; 1Pe.1/24.
13. Und du vergaßest Jehovah, Der dich
gemacht, Der die Himmel ausgespannt und
die Erde gegründet; und schauderst beständig
den ganzen Tag vor dem Grimme des Ängstigers,
wenn er bereit ist, zu verderben? Und
wo ist nun der Grimm des Ängstigers?
Jes.42/5; 44/24.
14. Der herausführt, wird eilen, zu öffnen.
Und er wird nicht sterben in der Grube, und
es wird ihm nicht an seinem Brot mangeln.
Jes.33/16; Jer.37/21.
15. Denn Ich bin Jehovah, dein Gott, Der
das Meer aufregt, daß seine Wogen toben.
Jehovah der Heerscharen ist Sein Name.
Jes.17/12; 54/5; Ps.65/8; 2Mo.14/22.
16. Und Ich lege Meine Worte in deinen
Mund und decke dich im Schatten Meiner
Hand, zu pflanzen den Himmel und die Erde
zu gründen, und zu Zion zu sprechen: Mein
Volk bist du! Jes.49/2,3; 59/21; 66/22.
17. Erwecke dich, erwecke dich, stehe auf,
Jerusalem, die du getrunken aus Jehovahs
Hand den Becher Seines Grimmes; die Hefe
des Bechers des Taumelns hast du getrunken,
ausgeschlürft.
18. Es leitet sie keiner von all den Söhnen,
die sie gebar; und keiner faßt sie bei der Hand
von all den Söhnen, die sie großgezogen.
Klg.1/16f.
19. Diese zwei sind es, die dir begegnen.
Wer hätte Mitleid mit dir? Verheerung und
Zerbrechen, und Hunger und das Schwert. Wer
möchte dich trösten? Jes.47/9.
20. Erschöpft liegen deine Söhne an den
Häuptern aller Gassen, wie im Netz der Büffel,
JESAJAH 51/21
149
voll vom Grimm Jehovahs, von dem Drohen
deines Gottes. Klg.2/11,19.
21. Darum höre doch dies, Elende und
Trunkene, aber nicht vom Wein. Jes.29/9.
22. So spricht dein Herr Jehovah und dein
Gott, Der hadert für Sein Volk: Siehe, Ich
nehme von deiner Hand den Taumelbecher,
die Hefen des Bechers Meines Grimmes, du
sollst ihn nicht noch fürder trinken (hinzutun
zu trinken). Offb.14/10.
23. Und gebe ihn in die Hand derer, die dich
grämten, die zu deiner Seele sprachen: Beuge
dich nieder, daß wir darübergehen, und lege
wie die Erde deinen Rücken und wie eine
Gasse denen, die vorübergehen. Jes.49/26; Ps.129/3.


Kapitel 52
Die gute Botschaft.


1. Erwache, erwache, ziehe deine Stärke
an, Zion; ziehe an die Kleider deines Schmukkes,
Jerusalem, du Stadt der Heiligkeit, weil
nicht fürder mehr eingehen wird (wird hinzutun,
einzugehen) in dich, wer Vorhaut hat
und unrein ist. Jes.51/9; 48/2; 35/7; Offb.21/27.
2. Schüttle ab den Staub von dir, stehe auf,
setze dich, Jerusalem, öffne deines Nackens
Bande, du Gefangene, Tochter Zions.
3. Denn also spricht Jehovah: Umsonst seid
ihr verkauft worden, und sollt nicht mit Silber
erlöst werden. Jes.45/13; 50/1; 55/1-3; Ps.44/13.
4. Denn also spricht der Herr Jehovah: Nach
Ägypten zog Mein Volk im Anfang hinab,
allda sich aufzuhalten als Fremdlinge, und
Aschur hat um nichts es niedergedrückt.
Jes.10/7; 1Mo.46/1,6; 2Kö.17/3; 18/9.
5. Und nun, was wird Mir hier, spricht
Jehovah, daß Mein Volk umsonst wird weggenommen?
Seine Herrscher heulen, sagt
Jehovah, und beständig den ganzen Tag wird
Mein Name gelästert.
Jes.51/13; Ez.36/2; Rö.2/24; 1Ti.6/1.
6. Darum soll Mein Volk kennen Meinen
Namen, soll es darum an jenem Tage, daß Ich
es bin, Der redet: Hier bin Ich! (siehe Mich!)
Jes.40/5; Joh.8/25.
7. Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße
des Heilsboten, der Frieden hören läßt, Gutes
verkündet, Heil hören läßt, der zu Zion spricht:
Dein Gott ist König! Jes.40/5,9; 54/5;
Sach.9/9; Nah.2/1; 2Mo.9/14; Rö.10/15; 2Kor.5/20.
8. Die Stimme deiner Wächter! allzumal
erheben sie die Stimme, sie jubeln, daß Auge
an Auge sie sehen, wie Jehovah nach Zion
wiederkehrt. Jes.21/11; 62/6.
9. Brechet aus, jubelt zumal, ihr Öden
Jerusalems; denn Jehovah tröstet Sein Volk,
Er erlöst Jerusalem. Jes.51/3; 40/1,2; 49/13.
10. Jehovah hat entblößt den Arm Seiner
Heiligkeit den Augen aller Völkerschaften,
und alle Enden der Erde sehen das Heil unseres
Gottes. Jes.52/4; 49/6; 53/1; Ps.98/1-4.
11. Geht weg, geht weg! Zieht aus von
dannen, rührt nichts Unreines an! Zieht aus
von ihrer Mitte, macht euch lauter, ihr Träger
der Geräte Jehovahs.
Jes.48/20; Klg.4/15; Esr.1/6-11; 2Ch.36/7; 2Kor.6/17.
12. Ja, nicht in Hast sollt ihr ausziehen, und
nicht gehen in Flucht: denn Jehovah geht her
vor euch, und Israels Gott schließt euren Zug.
Jes.55/12; 58/8; 5Mo.16/3; 4Mo.10/25; 2Mo.10/26; Rö.15/21.
13. Siehe, Mein Knecht wird es klüglich
tun, er wird erhöht und wird erhaben und sehr
hoch sein. Jes.42/1; 53/10; 57/5.
14. Wie über dich viele erstaunten, so niedergebeugt
wird sein Ansehen sein, mehr denn
das eines Mannes, und seine Gestalt mehr denn
der Söhne des Menschen. Jes.53/3.
15. So wird er besprengen viele Völkerschaften,
Könige werden ihren Mund vor ihm
zudrücken; denn was man ihnen nicht erzählte,
sehen sie, und was sie nie gehört, verstehen
sie. Jes.65/1; Rö.15/21; Heb.12/24.
JESAJAH 53/1
150


Kapitel 53
Christi Leiden und Verherrlichung.


1. Wer hat dem von uns Gehörten geglaubt?
Und wem hat sich Jehovahs Arm geoffenbart?
Jes.52/10; Joh.12/36-38; Rö.10/16.
2. Denn wie ein Schößling stieg Er auf vor
Ihm, und wie die Wurzel aus dem dürren Land.
Keine Gestalt hat Er und keine Ehre; und wir
sahen Ihn, aber da war kein Ansehen, daß wir
Sein begehrten. Jes.11/1.
3. Und Er war verachtet und gemieden unter
den Männern, ein Mann der Schmerzen, und
bekannt mit Krankheit; und als einen, vor dem
man das Gesicht verbirgt, verachteten wir Ihn
und achteten Ihn nicht. Ps.22/7,8; Mark.9/12.
4. Fürwahr, Er trug unsere Krankheiten und
lud auf Sich unsere Schmerzen. Wir aber
achteten Ihn als einen Geplagten von Gott
Geschlagenen und Gepeinigten (Gedemütigten).
Jes.53/11; Matth.8/17; Joh.18/29,30; 19/5; Mark.9/12.
5. Er ist durchbohrt um unserer Übertretungen
willen, zerstoßen ob unseren Missetaten.
Die Züchtigung zu unserem Frieden ist auf
Ihm, und durch Seine Striemen wird uns
Heilung. 1Pe.2/24; 1Kor.15/3.
6. Wir gingen alle in der Irre, wie die Schafe
(Kleinvieh), wir wandten uns, jeder Mann auf
seinen eigenen Weg; und Jehovah ließ auf Ihn
stoßen unser aller Missetat. 1Pe.2/25; 2Kor.5/21.
7. Er ward mißhandelt und gepeinigt, und
öffnete nicht Seinen Mund, wie das Lamm
(eines vom Kleinvieh), das man zum Schlachten
herbeibringt, und wie das Schaf (Mutterschaf)
verstummt vor seinen Scherern, öffnete
Er nicht Seinen Mund. Jer.11/19; Matth.26/63; 27/14;
Mark.14/61; 15/5; Joh.1/29; Apg.8/32.
8. Aus Haft und vom Gericht ward Er genommen!
Und Sein Geschlecht - wer bedachte
es, daß Er vom Lande der Lebendigen ward
abgeschnitten, daß ob der Übertretung Meines
Volkes Er ward geplagt?
9. Und Er übergab die Ungerechten ihrem
Grabe, und die Reichen ihrem Tode; weil Er
tat keine Gewalttat, und kein Trug in Seinem
Munde war. 1Pe.2/22; 1Joh.3/5; 4Mo.23/19.
10. Jehovah aber wollte Ihn zerstoßen,
erkranken lassen; wenn Er zur Schuld setzt
Seine Seele, wird Er Samen sehen, verlängern
die Tage und Jehovahs Wille durch Seine
Hand gelingen. Ps.22/31.
11. Aus Seiner Seele Mühsal sieht Er und
wird gesättigt; durch Sein Wissen macht Mein
gerechter Knecht viele gerecht, deren Missetaten
Er Sich aufgeladen. Joh.1/29.
12. Darum will Ich Ihm es austeilen unter
vielen, und mit den Mächtigen teilt Er die
Beute, dafür, daß Er Seine Seele dem Tode
bloßgestellt, und zu den Übertretern Sich
rechnen ließ, und vieler Sünden trug, und für
die Übertreter vermittelte. Ps.2/8; 16/6; Mark.15/28;
Luk.22/37; 23/34.


Kapitel 54
Ausbreitung der Kirche.


1. Juble, du Unfruchtbare; die du nicht
geboren hast, brich aus in Jubelsang! Laß
ertönen, die du nicht gekreißt; denn mehr sind
der Söhne der Verwüsteten, denn der Söhne
der Vermählten, spricht Jehovah. Jes.49/20; 51/2;
Ps.113/9; Sach.9/9; Gal.4/27; Luk.23/29.
2. Erweitere den Ort deines Zeltes, laß
ausspannen die Vorhänge deiner Wohnungen,
halte nicht zurück, mache deine Seile lang und
dein Pflöcke fest. Jes.33/20; 2Mo.26/1; 35/18;
Jer.31/38.
3. Denn zur Rechten und zur Linken wirst
du hervorbrechen, und Völkerschaften wird
dein Same als Erbe besitzen, und verwüstete
Städte werden sie bewohnen. Jes.11/14; 49/19,20.
4. Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht
beschämt. Und sei nicht verschämt, denn du
wirst nicht erröten, denn deiner Jugendzeit
Schande wirst du vergessen, und der Schmach
deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken.
Jer.51/5; Klg.5/3.
JESAJAH 54/5
151
5. Denn dein Gemahl ist es, Der dich gemacht,
Jehovah der Heerscharen ist Sein
Name; und dein Erlöser, der Heilige Israels,
der Gott der ganzen Erde wird Er genannt.
Jes.41/14; 62/5; Ps.149/2; Jer.31/35; 51/5; Offb.21/2.
6. Denn wie ein Weib, verlassen und kummervollen
Geistes hat dich Jehovah gerufen
und der Jugend Weib; als sie verschmäht war,
sprach dein Gott: Mal.2/14.
7. Ich habe einen kleinen Augenblick dich
verlassen, und mit großen Erbarmungen bringe
Ich dich wieder zu Mir. Jes.49/14; 60/15.
8. In der Entrüstung Überflutung verbarg
Ich Mein Angesicht einen Augenblick vor dir,
aber mit ewiger Barmherzigkeit erbarme Ich
Mich deiner, spricht dein Erlöser, Jehovah.
Jes.55/3; 60/10; Ps.30/6; Jer.33/5; Hos.2/16.
9. Denn dies sind Mir die Wasser Noachs,
da Ich schwur, daß Noachs Wasser nicht mehr
über die Erde übergehen sollten; so schwöre
Ich, daß Ich wider dich nicht mehr entrüstet
sein, noch dir drohen will.
1Mo.9/11-15; Sir.44/19; 1Pe.3/18,21.
10. Denn Berge mögen weichen und die
Hügel wanken, doch Meine Barmherzigkeit
soll nicht von dir weichen, und Mein Bund
des Friedens nicht wanken, spricht dein Erbarmer,
Jehovah.
Jes.51/6; 49/10; Hab.3/6; Ez.34/25; 37/26.
11. Du Elende, vom Sturm Umhergeworfene,
Trostlose, siehe, Ich laß lagern in Bleiglanz
deine Steine, und gründe dich auf Saphire.
Offb.21/18f; To.13/20f.
12. Und deine Fenster mache (setze) Ich
von Rubinen, und deine Tore von Karfunkelsteinen,
und deine ganze Grenze von Steinen
der Lust. Offb.21/18.
13. Und alle deine Söhne werden von Jehovah
gelehrt, und viel ist der Friede deiner
Söhne. Joh.6/35,45; Rö.5/1; Jer.34/31.
14. Gefestigt wirst du in Gerechtigkeit. Halte
fern dich von Bedrückung (Plackerei), denn
du sollst nicht fürchten, und vom Entsetzen,
denn es naht dir nicht.
15. Siehe, ob sie sich zusammenrotten
(rottend rotten) wider dich, so ist es nicht von
Mir. Wer sich zusammenrottet wider dich, soll
über dir fallen. Jes.14/1; Rö.8/31.
16. Siehe, Ich schaffe den Werkmann, der
das Feuer der Kohle anfacht, und das Gerät
hervorbringt für sein Werk; und Ich schaffe
den Verderber zum Zerstören. Jes.45/7.
17. Allem Gerät, so wider dich gebildet
wird, soll es nicht gelingen, und jede Zunge,
die wider dich sich aufmacht, wirst du verdammen.
Dies ist das Erbe der Knechte Jehovahs,
und ihre Gerechtigkeit ist von Mir, spricht
Jehovah. Weish.3/7f; 1Kor.6/2.


Kapitel 55
Der Herr ist gnädig
und Seine Verheißung zuverlässig.


1. Auf! ein jeder, der dürstet, gehe hin zu
den Wassern, und wer Silber nicht hat, gehet
hin, kaufet und esset! und gehet, kaufet ohne
Silber und ohne Kaufpreis, Wein und Milch.
Joel 3/23; Sir.51/31,32; 1Mo.49/12; Joh.7/37; Offb.22/17.
2. Warum wäget ihr Silber dar für Nicht-
Brot und eure Arbeit für etwas, das nicht
sättigt? Hört, ja hört auf Mich und esset Gutes,
und laben wird sich eure Seele an der Fettigkeit.
Ps.35/9; Mal.3/20; Joel 4/18; 1Mo.49/12.
3. Neigt euer Ohr und kommt zu Mir, hört,
daß eure Seele lebe und Ich mit euch schließe
einen Bund der Ewigkeit, die bewährte Barmherzigkeit
Davids. Jes.9/6,7; 54/10; 61/8; Ps.89/2,4f;
Jer.32/40; Ez.34/23f; 2Sa.7/12; 2Ch.6/42; Luk.1/32.
4. Siehe, zum Zeugen für die Volksstämme
gab Ich ihn, zum Führer und Gebieter den
Volksstämmen. Offb.1/5.
5. Siehe, rufen wirst du eine Völkerschaft,
die du nicht kennst, und eine Völkerschaft,
die dich nicht kannte, wird zu dir laufen, um
Jehovahs, deines Gottes willen und wegen des
Heiligen Israels, weil Er dich verklärt.
Jes.65/1.
6. Suchet nach Jehovah, da Er zu finden ist,
JESAJAH 55/7
152
rufet Ihn an, da Er nahe ist.
Jes.49/8; 1Ch.28/9; Jer.29/13; Heb.4/7.
7. Der Ungerechte verlasse seinen Weg und
der Mann des Unrechts seine Gedanken und
kehre zu Jehovah zurück, und Er wird Sich
sein erbarmen, und zu unserem Gott, weil Er
viel vergibt.
Ps.130/4; Jer.3/12; Ez.18/21,30,31; 33/11;Da.9/9.
8. Denn Meine Gedanken sind nicht eure
Gedanken und eure Wege sind nicht Meine
Wege, spricht Jehovah. 1Kor.3/19.
9. Denn die Himmel sind höher denn die
Erde, so sind Meine Wege höher denn eure
Wege, und Meine Gedanken denn eure Gedanken.
Ps.57/11; 40/6; 33/11; 92/6; 103/11; Jer.29/11.
10. Denn wie der Platzregen und der Schnee
herab vom Himmel kommt und nicht dahin
zurückkehrt, vielmehr die Erde netzt und sie
hervorbringen und sprossen läßt, und Samen
gibt dem, der sät, und Brot dem, der da ißt:
11. So wird Mein Wort sein, das von Meinem
Mund ausgeht. Nicht kehrt es leer zu Mir
zurück, sondern tut das, woran Ich Lust habe,
und läßt gelingen, wozu Ich es gesandt.
Matth.13/8f; Apg.12/24.
12. Denn ihr zieht aus in Fröhlichkeit und
werdet geleitet im Frieden; die Berge und die
Hügel brechen in Jubelsang aus vor euch, und
alle Bäume des Gefildes klatschen mit der
Hand. Jes.52/11,12; 44/23; 48/20; 2Kö.11/12.
13. Statt des Dorngebüsches steigt auf die
Tanne, statt des Stechdorns steigt auf die
Myrte und soll für Jehovah zum Namen und
zum ewigen Zeichen sein, das nicht wird
ausgerottet.


Kapitel 56
Jehovah als Heiland
nimmt auch die Heiden an.


1. So spricht Jehovah: Haltet das Recht und
tut Gerechtigkeit; denn nahe ist Mein Heil zu
kommen, und sich zu offenbaren Meine Gerechtigkeit.
Jes.46/13; 51/5.
2. Gesegnet der Mann, der solches tut, und
des Menschen Sohn, der daran festhält; der
den Sabbath hält, auf daß er ihn nicht entweihe;
der Seine Hand hält, auf daß sie kein Böses
tue. Jes.56/4; 2Mo.31/14.
3. Und der Sohn des Auslandes, der Jehovah
anhängt, sage nicht: Jehovah scheidet (scheidend
scheidet) mich von Seinem Volk, nicht
soll der Verschnittene sagen: Siehe, ich bin
ein trocken Holz. Jes.54/15; 14/1; 5Mo.23/1; Apg.10/35.
4. Denn also spricht Jehovah zu den Verschnittenen:
Die, so Meine Sabbathe halten,
und erwählen, woran Ich Lust habe, und
meinen Bund festhalten, Jes.56/2; 58/13.
5. So will Ich ihnen in Meinem Haus und
in Meinen Mauern eine Stätte (Hand) und
einen Namen geben, besser als Söhne und als
Töchter; einen ewigen Namen will Ich ihm
geben, der nicht soll ausgerottet werden.
Jes.65/15; Weish.3/15; Offb.3/12.
6. Und die Söhne des Auslandes, die Jehovah
anhangen, daß sie Ihm Dienst tun und
Jehovahs Namen lieben, daß sie Ihm Knechte
seien, sie alle, die den Sabbath halten, daß sie
ihn nicht entweihen, und die fest an Meinem
Bunde halten. Jes.56/3.
7. So will Ich sie bringen zum Berg Meiner
Heiligkeit und lassen fröhlich sein in Meinem
Bethaus, ihre Brandopfer und Schlachtopfer
auf Meinem Altare sollen wohlgefällig sein:
denn Mein Haus soll man ein Bethaus nennen
für alle Völker. Jes.2/2f; Ps.2/6; 1Kö.8/43; Matth.21/13;
Mark.11/17; Luk.19/46.
8. Der Herr Jehovah spricht, Der die Verstoßenen
Israels zusammenbringt: Ich will
noch mehr zu ihm zusammenbringen, zu seinen
Zusammengebrachten.
Jes.11/12; Joh.11/52; 10/16.
9. Alles wilde Tier des Feldes komme zum
Fraß, alles wilde Tier des Waldes.
Jes.32/15; 52/8; Jer.12/9,10.
10. All seine Wächter sind blind, sie alle
wissen nichts, sie alle sind stumme Hunde,
die nicht bellen können, sie schauen umher,
JESAJAH 56/11
153
sie liegen, sie lieben den Schlummer.
Jes.52/8; Jer.6/12; Ez.3/17f; 33/2,6,7; Hos.9/8.
11. Und die Hunde sind von verstockter
(starker) Seele, wissen nichts von Sättigung,
und sie, die Hirten, wissen nichts von Einsicht,
sie alle wenden sich auf ihren eigenen Weg,
jeder Man von seinem Ende, seinem Gewinne
zu. Jes.53/6; Jer.6/13; 8/10; Php.2/21.
12. Kommt, Ich will Wein nehmen und
zechen lasset uns in starkem Getränk, und
morgen soll es sein wie an diesem Tage, in
sehr großem Überfluß.Jes.22/13; Spr.23/35; 1Kor.15/32.


Kapitel 57
Abtrünnigkeit. Lohn der Demut.


1.Der Gerechte vergeht, und niemand ist,
der es sich zu Herzen nehme (lege), und
Männer der Heiligkeit (Hand) werden weggerafft,
ohne daß man einsieht, daß vor dem
Bösen der Gerechte wird hingerafft. Jes.53/8;
Mi.7/2; 1Mo.5/24; Jer.12/11; Ps.12/2; Weish.3/1f; Sir.44/10.
2. Es geht ein im Frieden, es ruht auf seinem
Lager, wer geradeaus wandelt. Weish.4/7,15.
3. Und ihr, nahet euch hierher, ihr Söhne
der Zeichendeuterin, ihr Same des Ehebrechers
und ihrer, die gebuhlt.
2Kö.9/22; Jer.27/9; Hos.1/2; Matth.19/39.
4. An wem labet ihr euch? Ob wem sperrt
ihr weit auf den Mund, recket lang die Zunge
aus? Seid ihr nicht Kinder der Übertretung,
der Lüge Samen? Jes.1/2-4; Ps.22/8.
5. Die ihr euch erhitzt für die Götzen unter
jedem grünen Baum, die ihr schlachtet die
Kinder in die Bäche unter den Klüften der Felsenklippen.
Ps.106/37f; 2Kö.16/4f; 21/6; 23/10;
2Ch.33/6; Hos.4/13; Jer.3/13; 2/24; Ez.16/21.
6. Im Glatten des Bachtales ist dein Teil,
sie, sie sind dein Los, auch hast du ihnen ein
Trankopfer ausgegossen und ein Speiseopfer
dargebracht. Soll Ich Mich dessen trösten?
1Mo.28/18; 1Sa.17/40.
7. Auf hohem und erhabenem Berg setzest
du dein Lager, auch steigst du dort hinauf ein
Schlachtopfer zu opfern. Ez.16/24,25.
8. Und hinter Tür und Pfosten setzest du
dein Andenken. Denn hinweg von Mir deckst
du dich auf und steigst hinauf, du machst dein
Lager weit, und schließest ab mit ihnen, deren
Lager du liebst, so du eine Hand erschaust.
5Mo.6/9.
9. Du bringst eine Spende dem König in Öl
und mehrst deine Würzen, und sendest deine
Botschafter in die Ferne und erniedrigst dich
zur Hölle. Jes.30/2; Hos.12/2.
10. Du bist ermüdet von deinem vielen
Wege; du sprichst nicht: Es ist verzweifelt.
Du findest das Leben deiner Hand, darum
erkrankst du nicht. Jer.2/25.
11. Und vor wem bist du besorgt und fürchtest
du dich, daß du falsch bist? Und du gedenkst
Meiner nicht, du nimmst (legst) dir es
nicht zu Herzen. Ich schweige, und von Ewigkeit
her, und Mich fürchtest du nicht.
Jes.42/14; Ps.50/21.
12. Ich will deine Gerechtigkeit ansagen
und deine Gemächte, sie werden dich nichts
nützen. Jes.58/1.
13. Wenn du schreist, werden deine Zusammengekommenen
dich erretten? Sie alle
erhebt ein Wind und nimmt fort ein Hauch
(oder: die Nichtigkeit). Wer aber auf Mich
sich verläßt, der erbt das Land, und besitzt
erblich den Berg Meiner Heiligkeit.
Jes.5/9,10; 47/12,13; 60/21; Ri.10/14; Ps.2/12; 15/1; 37/9.
14. Und Er spricht: Bahnet, bahnet, räumt
den Weg, hebt weg (erhöht) allen Anstoß aus
dem Wege Meines Volkes.
Jes.43/19; 49/11; 62/10; Ps.68/5.
15. Denn also spricht der Hohe (Erhöhte)
und Erhabene, Der wohnt immerfort, und der
Heilige ist Sein Name: Hoch (erhöht) und
heilig wohne Ich und bei dem zerknirschten
und erniedrigten Geiste, daß Ich belebe den
Geist der Niedrigen und belebe das Herz der
Zerknirschten. Jes.33/5; 34/16; Ps.51/19; 99/5; 113/5f.
16. Denn Ich will nicht ewiglich hadern und
nicht entrüstet sein immerdar. Denn der Geist
könnte vor Mir verzagen, und die Atmenden
JESAJAH 57/17
154
habe Ich gemacht. Ps.103/9; Jer.3/12.
17. Ob der Missetat seiner Gewinnsucht war
Ich entrüstet, und schlug ihn, verbarg Mich
und war entrüstet; er aber ging abwendig auf
dem Wege seines Herzens. Jes.59/2; Jer.7/24.
18. Ich sah seine Wege und heilte ihn, und
führte ihn und gewährte Tröstungen ihm und
seinen Trauernden. Matth.5/4.
19. Ich schaffe Frucht (das Gewächs) der
Lippen. Friede, Friede dem Fernen und dem
Nahen, spricht Jehovah, und Ich heile ihn.
Jes.33/13; Jer.33/6; Eph.2/17.
20. Aber die Ungerechten sind wie ein aufgewühltes
Meer, das sich zu beruhigen nicht
vermag, und seine Wasser wühlen Schmutz
und Kot auf. Jud.13
21. Die Ungerechten haben keinen Frieden,
spricht mein Gott. Jes.48/22.

 


Kapitel 58
Heuchelei. Wahre Gottesfurcht.


1. Rufe aus der Kehle, halt nicht zurück;
wie eine Posaune erhöhe deine Stimme und
sage an Meinem Volke seine Übertretungen
und Jakobs Hause seine Sünden. Hos.8/1; Mi.3/8.
2. Und sie suchen nach Mir Tag für Tag und
haben Lust an der Kenntnis Meiner Wege, als
eine Völkerschaft, die Gerechtigkeit tut, und
ihres Gottes Gericht nicht verläßt; sie fragen
Mich um die Rechte der Gerechtigkeit, sie
haben Lust an der Nähe Gottes.
Jes.1/11-18; 29/13; 43/26.
3. Warum fasten wir, und Du siehst es nicht,
demütigen unsere Seele, und Du weißt es
nicht? Siehe, am Tage, da ihr fastet, findet ihr
Lust und erpresset alle eure Schmerzenswerke.
3Mo.16/31.
4. Siehe, zum Hader und Zwist fastet ihr,
und daß mit Fäusten der Ungerechtigkeit ihr
schlaget. Nicht fastet ihr, wie an diesem Tag,
daß eure Stimme in der Höhe sollte gehört
werden. 3Mo.23/27.
5. Ist das ein Fasten, wie Ich es erwähle, ein
Tag, daß seine Seele demütige der Mensch,
daß er den Kopf hänge wie die Binse und sich
in Sack und Asche bette (eine Streue mache)?
Nennst du das ein Fasten und einen Tag des
Wohlgefallens für Jehovah?
Ez.27/30f; Sach.7/5; 8/19; Matth.6/16.
6. Ist nicht das ein Fasten, wie Ich es erwähle,
die Bande der Ungerechtigkeit zu lösen
(öffnen), die Fesseln (Gebündel) des Joches
aufzumachen, frei zu entsenden die Zerschlagenen
und jedes Joch abzureißen?
7. Ist es nicht, daß du brichst (durchbrechen)
dein Brot dem Hungrigen, und die Elenden,
die umherirren, hineinbringst in dein Haus,
den, so du nackend siehst bedeckst und vor
deinem Fleische dich nicht verbirgst (verheimlicht).
Ez.18/7; Ri.19/21; Mal.2/10; Hi.31/19;
To.4/7; Matth.25/35f.
8. Dann bricht (zerspaltet ist) dein Licht an
wie das Morgenrot und eilends sproßt auf
deine Heilung. Und deine Gerechtigkeit zieht
vor dir her, deine Nachhut ist Jehovahs Herrlichkeit.
Jes.58/10; 52/12; Ps.37/6.
9. Dann rufst du, und Jehovah antwortet;
du schreist auf, und Er spricht: Hier bin Ich!
Wenn du das Jochholz wegnimmst aus deiner
Mitte, das Ausstrecken des Fingers und das
unrecht Reden. Jes.58/13; 65/24; Spr.6/13; Luk.18/9.
10. Reichst du dem Hungrigen deine Seele
dar und sättigst die Seele des Elenden, so geht
dein Licht auf in der Finsternis, und wie
Mittagshelle wird deine Dunkelheit.
Jes.7/8; Ps.112/4.
11. Und führen wird Jehovah dich beständig,
und deine Seele in den dürren Steppen sättigen
und rüstig machen dein Gebein, und wie ein
bewässerter Garten wirst du sein und wie ein
Ausfluß der Wasser, dessen Wasser nie täuschen.
Jes.51/3; Jer.31/12.
12. Und sie werden bauen aus dir die Öden
der Urzeit, die Gründe von Geschlecht und
Geschlecht sollst du aufrichten, und nennen
wird man dich: der den Durchbruch verzäunt
und die Steige zurückbringt, daß man wohne.
Jes.61/4; Ne.4/7.
JESAJAH 58/13
155
13. So deinen Fuß du von dem Sabbath
zurückkehrest, vom Tun deines Willens, am
Tage Meiner Heiligkeit, und den Sabbath
nennst ein Labsal dem Heiligen Jehovahs, und
es verherrlichst, indem du nicht nach deinen
Wegen tust, noch deine Lust findest und ein
Wort redest. Jes.56/2-4; 55/7; Ez.20/12.
14. Dann labst du dich an Jehovah, und Ich
lasse dich über der Erde Höhen dahinfahren,
und du sollst essen das Erbe Jakobs, deines
Vaters; denn der Mund Jehovahs hat es geredet.
Jes.1/20; 5Mo.32/13; 1Mo.27/28; Am.4/13.


Kapitel 59
Abfall. Besserung. Rettung.


1. Siehe, Jehovahs Hand ist nicht zu kurz,
daß Er nicht retten könnte, und Sein Ohr nicht
schwer, daß er nicht hörete.
Jes.50/2; 4Mo.11/23; Luk.1/37.
2. Sondern eure Missetaten scheiden zwischen
euch und eurem Gott, und eure Sünden
verbergen das Angesicht von euch, daß Er
nicht hörte. Mi.3/4; Spr.1/28.
3. Denn eure Hände (flachen Hände) sind
befleckt mit Blut und eure Finger mit Missetat.
Eure Lippen reden Lüge, eure Zunge sinnt
Verkehrtheit. Jes.1/15; 53/9.
4. Keiner ruft nach Gerechtigkeit, keiner
richtet nach Wahrheit. Auf Leeres vertrauen
sie und reden Eitles, sie empfangen Mühsal
und gebären Unrecht.
Jes.41/29; 44/9; 33/11; Hi.15/35; Ps.7/15.
5. Eier von Basilisken brüten sie aus (spalten
aus) und weben das Gewebe von Spinnen. Wer
ißt von ihren Eiern, stirbt. Und drückt man
sie zusammen, wird eine Natter ausgebrütet.
Jes.14/29; 11/8; Hi.8/14.
6. Nicht wird zum Kleide ihr Gewebe, und
man kann mit ihrem Machwerk sich nicht
decken; ihr Tun ist ein Tun des Unrechts, und
das Werk der Gewalttat ist in ihren Händen
(flachen Händen). Hi.8/14.
7. Nach Bösem laufen ihre Füße, und unschuldig
Blut zu vergießen, eilen sie. Ihre
Gedanken sind Gedanken des Unrechts, Verheerung
und Zerbrechen ist auf ihren Bahnen.
Rö.3/15; Spr.1/16.
8. Den Weg des Friedens kennen sie nicht,
und kein Gericht ist auf ihren Geleisen. Ihre
Steige machen sie sich krumm; wer sie betritt,
kennt keinen Frieden. Jes.57/21.
9. Darum ist fern von uns das Gericht und
die Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir
hoffen auf das Licht und siehe, da ist Finsternis;
auf Glanz, wir wandeln in Dunkelheit.
Jes.9/1; 26/10; Hi.30/26; Jer.14/19.
10. Wir tasten wie die Blinden an der Wand
und wie die, so keine Augen haben, tasten wir.
In der Mittagshelle straucheln wir, wie in der
Dämmerung, wir sind wie Tote unter den
Lebendigen (den Fetten).
Jes.58/8; 9/1; 5Mo.28/29; Hi.5/14; 10/21,22.
11. Wir brummen wie die Bären allesamt,
und wie die Tauben girren (girrend girren)
wir, wir hoffen auf Gericht und es ist nicht
da, und auf Heil, es ist fern von uns.
Jes.38/14; Ez.7/16.
12. Denn viel sind unsere Übertretungen
vor Dir, und unsere Sünden antworten wider
uns; denn unsere Übertretungen sind bei uns,
und unsere Missetaten kennen wir. Ps.51/5.
13. Wir fielen ab (haben übertreten) und
verleugneten Jehovah und wichen zurück
hinter sich von unserem Gott, wir redeten von
Plackerei und von Abfall, empfingen und
sannen von Herzen Worte der Lüge.
Ps.55/12; Matth.12/34.
14. Und das Recht wich zurück hinter sich
und Gerechtigkeit stand von ferne; denn auf
der Straße strauchelte die Wahrheit und Richtigkeit
vermag nicht herbeizukommen.
15. Und es geschah, daß es an Wahrheit
fehlte, und ausgebeutet (Sw. unsinnig) wurde,
wer vom Bösen abwich, und Jehovah sah es,
und es war böse in Seinen Augen, daß kein
Gericht da war. 1Pe.4/4.
16. Und Er sah, daß kein Mann da war, und
Er erstaunte, daß kein Vermittler da war. Und
JESAJAH 59/17
156
es rettete Sein Arm Ihm und Seine Gerechtigkeit
ward Ihm Anhalt. Jes.53/12; 63/5; 64/7; Ez.22/30.
17. Und Er zog wie einen Panzer an Gerechtigkeit
und auf Sein Haupt den Helm des Heils;
und Er zog als Anzug der Rache Kleider an,
und umhüllte Sich mit Eifer wie mit einem
Oberkleid. Weish.5/18f; Eph.6/14,17; 1Th.5/8.
18. Wie zur Erwiderung, wie damit Er
vergelte Seinen Drängern den Grimm, Seinen
Feinden zur Erwiderung wird Er den Inseln
die Erwiderung vergelten. Jes.40/2.
19. Und die vom Abend fürchten Jehovahs
Namen und die vom Aufgang der Sonne Seine
Herrlichkeit; denn Er wird kommen wie ein
eingeengter Fluß, Jehovahs Geist wird erheben
in ihm das Panier.
20. Und für Zijon wird kommen ein Erlöser
und für die in Jakob, die umkehren von der
Übertretung, spricht Jehovah. Jes.1/27; Rö.11/26.
21. Und Ich - das ist Mein Bund mit ihnen,
spricht Jehovah. Mein Geist, der auf dir ist,
und Meine Worte, die Ich in deinen Mund
gelegt, sie sollen von deinem Munde nicht
weichen und von dem Munde deines Samens
und von dem Munde des Samens deines
Samens, spricht Jehovah, von nun an und bis
in Ewigkeit. Jes.51/16; 5Mo.30/14; Jer.1/9.


Kapitel 60
Licht. Bekehrung der Heiden.


1. Mache dich auf, werde Licht; denn dein
Licht kommt, und Jehovahs Herrlichkeit ist
aufgegangen über dir. Jes.9/2; 59/9; 52/1; Eph.5/14.
2. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde,
und Dunkel die Volksstämme; aber über dir
geht auf Jehovah, und Seine Herrlichkeit
erscheint über dir. 2Mo.10/23; Matth.4/16; Luk.1/78.
3. Und Völkerschaften werden zu deinem
Lichte wandeln und Könige zum Glanze deines
Aufgangs. Jes.60/6; 49/6; Offb.21/26.
4. Erhebe ringsum deine Augen, und siehe,
sie alle kommen zusammen, sie kommen zu
dir, von ferne werden deine Söhne kommen
und deine Töchter werden zur Seite von
Wärterinnen herbeigetragen. Jes.49/8,22,23; 66/12.
5. Dann wirst du es sehen, und herbeiströmen
und schauern wird dein Herz und sich
erweitern, denn zu dir wird umkehren des
Meeres Menge, und die Streitmacht der Völkerschaften
zu dir kommen. Matth.8/11.
6. Bedecken wird dich der Kamele Unzahl,
Midjans und Ephahs Dromedare; sie alle
kommen von Scheba, Gold und Weihrauch
tragen sie und verkünden das Lob Jehovahs.
1Mo.25/2,4; Ps.72/10,11; Matth.2/11.
7. Zu dir kommen zusammen alle Herden
Kedars, dir sind zu Dienste die Widder Nebajoths
und werden zum Wohlgefallen aufsteigen
auf Meinem Altar, und verklären will Ich
Meines Schmuckes Haus.
Jes.14/9; 42/11; 56/7; 1Mo.25/13; Rö.15/16.
8. Wer sind diese, die daher wie eine dichte
Wolke fliegen, und wie die Tauben zu ihren
Fenstern? Ps.55/7; 84/4.
9. Denn auf Mich hoffen die Inseln, und
zuerst die Schiffe von Tharschisch, zu bringen
deine Söhne von ferne, ihr Silber und ihr Gold
mit ihnen, dem Namen Jehovahs, deines
Gottes, und dem Heiligen Israels; daß Er dich
hat verklärt. Jes.24/15; 23/1; 55/5f; 43/15.
10. Und die Söhne des Auslandes werden
deine Mauern bauen, und ihre Könige dir zu
Dienste sein, denn in Meiner Entrüstung habe
Ich dich geschlagen, und in Meinem Wohlgefallen
deiner Mich erbarmt.
Jes.49/17; 54/7,8; 56/3; 2Ch.36/22; Klg.3/32,33.
11. Und geöffnet sind deine Tore beständig,
bei Tag und bei Nacht werden sie nicht geschlossen,
damit man zu dir bringe der Völkerschaften
Streitmacht, und ihre Könige werden
herzugeleitet. Ne.7/3; Offb.21/25f.
12. Denn die Völkerschaften und das Königreich,
die dir nicht dienen, vergehen, und
verödet (verödend verödet) werden die Völkerschaften.
Sach.10/11f; 14/17f.
13. Die Herrlichkeit des Libanon wird zu
dir kommen; Tanne, Kiefer und Buchsbaum
allzumal, den Ort Meines Heiligtums zu
JESAJAH 60/14
157
schmücken, und den Ort Meiner Füße will Ich
verherrlichen. Jes.35/2; 41/19; 66/1; Klg.2/1;
Ps.132/7f; Esr.3/7.
14. Und zu dir kommen niedergebeugt die
Söhne derer, die dich niedergedrückt, und sie
beugen sich nieder zu den Sohlen deiner Füße,
alle, die dich gelästert; und nennen werden
sie dich die Stadt Jehovahs, das Zion des
Heiligen Israels. Jes.49/23; Ez.48/35; Offb.3/9.
15. Statt daß du warst verlassen und gehaßt,
daß niemand durchging, will Ich dich machen
(setzen) zum ewigen Stolze, zur Freude von
Geschlecht zu Geschlecht. Jes.62/4.
16. Und die Milch der Völkerschaften wirst
du saugen, und der Könige Brust wirst du
saugen, daß du wissest, daß Ich, Jehovah, bin
dein Heiland und dein Erlöser, der Gewaltige
Jakobs. Jes.49/23,26.
17. Statt Erzes bringe Ich Gold, und statt
Eisens bringe Ich Silber, und statt des Holzes
Erz und statt der Steine Eisen, und Ich will
zu deiner Obrigkeit Frieden setzten, und zu
deinen Fronvögten Gerechtigkeit.
Jes.1/26; 9/4; 52/7; 1Kö.10/21,27.
18. Nicht wird man mehr in deinem Lande
von Gewalttat hören, in deinen Grenzen von
Verheerung und vom Zerbrechen, und deine
Mauern wirst du nennen Heil und deine Tore
Lob. Jes.65/19,25; 26/1.
19. Nicht wird die Sonne mehr bei Tag dir
zum Lichte sein, noch zum Glanz der Mond
dir scheinen; sondern Jehovah wird dir sein
ein ewig Licht, und dein Gott zu deinem
Schmuck. Jes.65/19,25; 26/1; Offb.21/23; 22/5.
20. Nicht wird mehr deine Sonne untergehen
(eingehen), und dein Mond sich nicht zurückziehen
(versammeln); denn Jehovah wird dir
sein ein Licht der Ewigkeit, und die Tage
deiner Trauer sind vollbracht. Jes.40/2; Sach.14/7.
21. Und all dein Volk werden Gerechte sein,
ewiglich sollen sie das Land erblich besitzen,
ein Reis meiner Pflanzungen sind sie, ein Werk
von Meinen Händen, Mich zu verklären.
Jes.51/1; 57/13; Ps.37/29.
22. Der Kleine soll zu Tausend und der
Geringe zur zahlreichen Völkerschaft werden.
Ich, Jehovah, werde es zu seiner Zeit beschleunigen.


Kapitel 61
Beruf des Propheten, Heil zu verkünden.


1. Der Geist des Herrn Jehovah ist auf Mir,
weil Jehovah Mich gesalbt, den Elenden
Botschaft zu bringen, gesandt Mich, zu verbinden
die gebrochenen Herzens sind, Freilassung
auszurufen für die Gefangenen und für die
Gebundenen Entfesselung (ein Auftun).
Jes.30/26; 34/8; 11/2; 48/16; Ps.147/3; Matth.11/4,5; Luk.4/18f.
2. Ein Jahr des Wohlgefallens auszurufen
für Jehovah und einen Tag der Rache für
unseren Gott, zu trösten alle Trauernden.
Jes.34/8; 49/8; 63/4; 3Mo.25/9,10; Matth.5/4,5.
3. Den Trauernden in Zijon zu schaffen
(setzen), ihnen zu geben Kopfschmuck statt
Asche, Öl der Freude statt Trauer, ein Feierkleid
des Lobes statt trüben Geistes, und
nennen wird man sie Eichen der Gerechtigkeit,
Jehovahs Pflanzung zur Verklärung.
Jes.6/13; 60/21; 65/1; Ps.45/8; 92/14; Sach.3/4.
4. Und aufbauen werden sie die Öden der
Urzeit, aufrichten die früheren Verwüstungen,
und erneuern die öden Städte, die Verwüstungen
von Geschlecht und Geschlecht.Jes.58/12.
5. Und Fremde werden stehen und eure
Herde (Kleinvieh) weiden, und des Auslandes
Söhne eure Ackerleute und Winzer sein.
Jes.60/10; 48/13.
6. Und ihr werdet Jehovahs Priester genannt.
Diener unseres Gottes wird man euch heißen.
Ihr werdet das Vermögen der Völkerschaften
essen, und euch brüsten ihrer Herrlichkeit.
Jes.60/6,7,11,16; 66/21; Joel 2/17.
7. Statt eurer Scham wird euch Zwiefältiges;
und für Schande sollen sie jubeln in ihrem
Teil; darum sollen sie Zwiefältiges erblich
besitzen in ihrem Lande; ewige Fröhlichkeit
wird ihnen. Jes.35/10; 40/2; 65/18; Sach.9/12.
8. Denn Ich, Jehovah, liebe das Recht, hasse
JESAJAH 61/9
158
das durch Verkehrtheit Entrissene und gebe
in Wahrheit ihnen den Arbeitslohn und schließe
einen ewigen Bund mit ihnen.
Jes.45/17; 54/10; 55/3.
9. Und ihr Same soll kund werden unter den
Völkerschaften, und ihre Sprößlinge inmitten
der Völker, daß sie erkennen, alle die sie
erkennen, daß sie der Same sind, den Jehovah
segnete. Jes.65/23; Sach.8/23.
10. Mit Freude will ich mich freuen in
Jehovah, meine Seele wird frohlocken in
meinem Gott; denn mit Kleidern des Heils hat
Er mich angetan, und mich umhüllt mit dem
Mantel der Gerechtigkeit; wie ein Bräutigam
sich priesterlich ziert mit dem Kopfschmuck
und wie die Braut prangt mit ihrem Gerät.
Hab.3/18; Ps.132/9; 45/14,15; Sach.3/4.
11. Denn wie die Erde ihre Sprossen hervorbringt,
und wie der Garten sein Gesäm‘ läßt
sprossen, so läßt der Herr Jehovah sprossen
Gerechtigkeit und Lob vor allen Völkerschaften.
Jes.45/8; 52/10; 62/7; Ps.68/5; Ze.3/20.


Kapitel 62
Ankunft des Herrn.


1. Ob Zijon schweige Ich nicht, und ob
Jerusalem raste Ich nicht, bis wie ein Glanz
ausgeht ihre Gerechtigkeit, und wie eine
Fackel brennt ihr Heil. Jes.42/14.
2. Und sehen werden die Völkerschaften
deine Gerechtigkeit, und deine Herrlichkeit
alle Könige, und nennen wird man dich mit
einem neuen Namen, den Jehovahs Mund
bestimmen wird. Jes.60/3; 65/15; Offb.2/17.
3. Und eine Krone des Schmuckes wirst du
sein in Jehovahs Hand, und ein Kopfbund des
Königtums in der Hand (hohlen Hand) deines
Gottes. Weish.5/17.
4. Man wird zu dir nicht mehr sagen: Verlassene,
und von deinem Lande nicht mehr
sagen: die Verwüstung! sondern Meine Lust
an ihr wird man dich nennen, und dein Land:
Vermählet, denn Seine Lust hat Jehovah an
dir, und dein Land wird vermählt. Jes.54/1; 60/15;
Ps.16/3; 132/13,14; Hos.2/19,20.
5. Denn wie der Jüngling sich vermählt der
Jungfrau, vermählen deine Söhne sich mit dir;
und mit der Freude eines Bräutigams über die
Braut, freuet sich über dich dein Gott.
Jes.54/5; Ze.3/17.
6. Auf deine Mauern, Jerusalem, habe Ich
Hüter bestellt den ganzen Tag und die ganze
Nacht. Nimmer werden sie schweigen, Jehovahs
gedenkend: Ihr sollt nicht stille sein.
Jes.52/8.
7. Und gebt Ihm keine Stille, bis Er bereitet
und bis Er setzt Jerusalem zum Lob auf Erden.
Jes.61/11; Ze.3/20; Luk.18/1.
8. Geschworen hat Jehovah bei Seiner
Rechten und bei dem Arme Seiner Stärke: Ich
gebe fortan nicht mehr dein Korn deinen
Feinden zu essen, und des Auslandes Söhne
sollen deinen Most nicht trinken, darum du
dich bemühtest. Jes.65/21,22; Ri.6/3.
9. Sondern, die es einsammeln, sollen es
essen und Jehovah loben, und die ihn lesen,
die sollen trinken ihn in den Vorhöfen Meiner
Heiligkeit. 5Mo.14/22.
10. Ziehet durch, ziehet durch die Tore,
räumet dem Volk den Weg; bahnet, bahnet
die Bahn, säubert sie von Steinen, erhöht das
Panier über die Völker. Jes.40/3; 49/22; 57/14; Ps.68/5.
11. Siehe, Jehovah läßt es hören bis an das
Ende der Erde: Saget der Tochter Zions: Siehe,
dein Heil kommt. Siehe, Sein Lohn ist mit Ihm
und vor Ihm ist Sein Arbeitslohn.
Jes.40/40; Sach.9/9; Matth.21/5; Joh.12/15; Offb.22/12.
12. Und nennen wird man sie das Volk der
Heiligkeit, die Erlösten Jehovahs, und dich
wird man nennen die gesuchte Stadt, die nicht
wird verlassen. Jes.35/10; Da.7/

Kapitel 63
Der Keltertreter. Edoms Untergang.


1. Wer ist Der, so von Edom kommt in
bespritzten Kleidern, von Bozrah, Der geehrt
ist in Seinem Anzug, einherschreitet in Seiner
vielen Kraft? Ich, Der da rede in Gerechtigkeit,
groß im Retten. Jes.34/6; 45/19,23; Jer.49/13.
2. Warum ist es an Deinem Anzuge rot?
Und Deine Kleider wie eines, der die Kelter
tritt?
3. Das Kelterfaß trat Ich allein und von den
Völkern war kein Mann mit Mir, und Ich trat
sie in Meinem Zorn und zerstampfte sie in
Meinem Grimm, und ihr Sieg ist gespritzt auf
Meine Kleider, und all Meinen Anzug befleckte
Ich. Jes.59/16; Klg.1/15; Offb.14/20.
4. Denn der Tag der Rache ist in Meinem
Herzen; und das Jahr Meiner Erlösten ist
gekommen. Jes.13/9; 34/8; 61/2; Jer.51/6.
5. Und Ich blickte, und da war kein Beistand,
und Ich staunte, und es war da kein
Anhalt. Und Mein Arm ward Mir zum Heil,
und Mein Grimm, der Mir ward zum Anhalt.
Jes.59/16.
6. Und Ich zertrat die Völker in Meinem
Zorn und machte sie trunken in Meinem
Grimm, und brachte zur Erde herab ihren Sieg.
Jes.51/17,21f; Ps.18/39; Offb.14/20.
7. Jehovahs Barmherzigkeit gedenke ich,
des Lobes Jehovahs, nach allem, das uns
Jehovah erwiesen hat, und das viele Gute an
dem Haus Israels, das Er nach Seinen Erbarmungen
und Seiner vielen Barmherzigkeit
hat erwiesen. Klg.1/7.
8. Und Er sprach: Fürwahr, Mein Volk sind
sie, sind Söhne, die nicht lügen; und Er ward
ihnen zum Heiland. 5Mo.32/5,20; 2Mo.23/22.
9. In aller ihrer Drangsal ward Er bedrängt,
und der Engel Seines Angesichtes rettete sie.
Ob Seiner Liebe und Seines Mitleides erlöste
Er sie, und hob sie empor und trug sie alle
Tage der Urzeit. Jes.46/3,4; 2Mo.23/20,22; 32/34; 33/14.
10. Aber sie waren widerspenstig und betrübten
den Geist Seiner Heiligkeit; und Er
ward ihnen gewandelt zum Feind, Er Selber
stritt wider sie. Ps.78/40; Ne.9/26f.
11. Und Er gedachte der Ewigkeit Tage,
an Mose, Sein Volk. Wo ist Er, Der sie aus
dem Meer heraufgeführt, mit dem Hirten
Seiner Herde, wo ist Er, Der den Geist Seiner
Heiligkeit in ihre Mitte hat gelegt.
2Mo.14/30,31; Ps.78/52; 4Mo.11/25f; Ne.9/20; Klg.1/7.
12. Der gehen ließ zur Rechten Moses
Seinen Arm des Ruhms (Schmuckes), Der vor
ihnen die Wasser spaltete, um einen Namen
für Sich zu machen in Ewigkeit.
Ne.9/11; Ps.78/13; 2Sa.7/23.
13. Der durch die Abgründe sie gehen ließ,
wie das Roß in der Wüste; sie strauchelten
nicht.
14. Wie in das Tal das Vieh herniedersteigt,
brachte sie Jehovahs Geist zur Ruhe. Also
geleitetest Du dein Volk, um Dir einen Namen
des Ruhmes (Schmuckes) zu machen.
15. Blicke vom Himmel, und siehe aus dem
Wohnort Deiner Heiligkeit und Deines
Schmuckes. Wo ist Dein Eifer und Deine
Macht? Die Regung Deiner Eingeweide und
Deine Erbarmungen gegen mich sind anhaltend.
Jes.9/7; 5Mo.26/15f.
16. Denn Du bist unser Vater; denn Abraham
weiß nicht von uns und Israel erkennt uns
nicht. Du, Jehovah, bist unser Vater, unser
Erlöser; von Ewigkeit ist Dein Name. 5Mo.32/6.
17. Warum Jehovah, ließest Du uns von
deinen Wegen irren, verhärten unser Herz,
daß wir Dich nicht fürchteten? Kehre zurück
um Deiner Knechte willen, um der Stämme
(Ruten) Deines Erbes. Ps.90/13; Rö.9/18.
18. Um ein Winziges, so hätten sie das Volk
Deiner Heiligkeit besessen, da zertraten unsere
Dränger Dein Heiligtum. Jes.64/10; Ps.79/1.
19. Wir sind, als ob Du von Ewigkeit her
nicht über uns geherrscht, als ob wir nicht nach
Deinem Namen genannt wären. O, daß Du
die Himmel zerrissest, herniederstiegest, daß
die Berge vor Deinem Angesicht zerrieselten.
Da.9/18,19; 2Mo.3/8; 19/18; Ri.5/5; Ps.97/5.
JESAJAH 64/1
160


Kapitel 64
Bußgebet.


1. Wie Feuer Reisig entzündet, Wasser vom
Feuer aufwallt (brennt), so müssest Deinen
Namen Du Deinen Drängern kundtun, daß die
Völkerschaften zittern vor Deinem Angesicht.
Ps.68/3; 97/5.
2. Daß Furchtbares Du tätest, das wir nicht
hofften; daß Du herabführest und Berge vor
Dir zerrieselten. Mi.7/15; Sir.36/6.
3. Und was man von Ewigkeit nicht hat
gehört, noch mit dem Ohr vernommen, kein
Auge gesehen, außer Dir, o Gott, wird getan
für die, so auf Dich warten. Ps.31/20; 1Kor.2/9.
4. Du begegnest dem (Du stoßest auf den),
der freudig ist und Gerechtigkeit tut, der auf
Deinen Wegen Deiner gedenkt. Siehe, Du
warst entrüstet, daß wir sündigten darin eine
Ewigkeit: laß uns geholfen werden (andere
Lesart, auch Sw. wir fielen ab)!
5. Und wir allesamt sind wie unrein, wie
ein Kleid der Besudelung ist all unsere Gerechtigkeit,
und wir alle fallen ab, wie das Blatt,
und unsere Missetaten tragen uns wie der
Wind dahin.
Jes.1/30; 40/7; Ez.36/17; Hi.14/4; Klg.1/9; Jud.23.
6. Und niemand rief Deinen Namen an,
erregte sich, Dich festzuhalten; denn Du
verbargst vor uns Dein Angesicht, und ließest
uns zerfließen durch die Gewalt (Hand) unserer
Missetaten.
Jes.54/8; 59/16; 63/17; Ps.106/23; Ez.13/5; Klg.1/9.
7. Und nun, Jehovah, Du bist unser Vater,
wir sind der Ton und Du bist unser Töpfer,
und wir alle sind Deiner Hände Werk.
Jes.45/9; 63/16; Mal.2/10; Rö.10/21.
8. Jehovah, sei nicht zu sehr entrüstet,
gedenke nicht immerfort der Missetat. Siehe,
blicke her, Dein Volk sind wir ja alle.
Jes.63/8; Ps.25/7; 79/8f.
9. Die Städte Deiner Heiligkeit sind Wüste,
Zion ist Wüste, Jerusalem eine Verwüstung.
Ps.79/1; 74/7.
10. Das Haus unserer Heiligkeit und unser
Schmuck, wo Dich unsere Väter lobten, ist
mit Feuer verbrannt und all unser Begehr, das
ward zur Öde. 2Kö.25/9;
11. Willst Du bei solchem an Dich halten,
Jehovah? Schweigst Du und demütigst Du uns
so sehr? Jes.65/6; 63/15; 4Mo.17/28.
Kapitel 65
Antwort des Herrn. Berufung der Heiden.
Verwerfung der Juden.
Neuer Himmel, neue Erde.
1. Ich werde erfragt von denen, die nicht
gefragt haben, Ich werde gefunden von denen,
so nicht nach Mir gesucht. Ich spreche: Hier
bin Ich! Hier bin Ich! (Siehe Mich! Siehe
Mich!) zu einer Völkerschaft, die nicht nach
Meinem Namen ist genannt. Jes.55/5; 58/9; Rö.10/20f.
2. Den ganzen Tag breite Ich Meine Hände
aus nach einem störrischen Volk, das auf
einem nicht guten Weg wandelt nach seinen
Gedanken. Jes.65/12; Jer.3/17; 7/24; 11/8; Spr.1/24.
3. Ein Volk, das Mich reizt, ist beständig
vor Meinem Angesicht. Sie opfern in den
Gärten und räuchern auf den Ziegelsteinen.
Jes.1/29; 17/8; 27/9; 2Kö.23/9; Jer.19/13; 32/29.
4. Sie sitzen in den Gräbern und übernachten
in abgeschlossenen Orten. Sie essen Fleisch
des Schweigens, und Stücke des Abscheus
sind in ihren Gefäßen.
Jes.8/19; 66/17; 5Mo.14/3; 18/11; 3Mo.11/7; 1Sa.28/7-12.
5. Sie sprechen: Bleibe für Dich! (Nahe Dir
selber!), tritt nicht her zu mir, denn ich bin
zu heilig für Dich. Solche sind ein Rauch in
Meiner Nase, ein Feuer, das den ganzen Tag
lodert. Jes.66/17.
6. Siehe, geschrieben ist es vor Mir: Ich
schweige nicht, sondern vergelte, und vergelte
in ihren Busen. Jes.64/12; Ps.79/12; Luk.6/38.
7. Eure Missetaten und die Missetaten eurer
Väter allzumal, spricht Jehovah, die auf den
Bergen räucherten und Mich schmähten auf
JESAJAH 65/8
161
den Hügeln; daß Ich maß ihren früheren
Arbeitslohn in ihren Busen. Jer.16; Luk.6/38.
8. So spricht Jehovah: Wie Most in der
Traube wird gefunden und man spricht: Verdirb
sie nicht, weil Segen darin ist, so will Ich
tun, um Meiner Knechte willen, daß Ich nicht
alles will verderben. Jes.6/13; Joel 2/24; Jer.30/11.
9. Und laß von Jakob ausgehen einen Samen,
und von Jehudah den, der erblich besitze
Meine Berge; und erblich besitzen sollen es
Meine Auserwählten, und Meine Knechte allda
wohnen. Jes.6/13; 27/6; 37/31.
10. Und Scharon soll der Schafherde zur
Hürde und der Talgrund Achor den Rindern
zur Lagerung werden für Mein Volk, das nach
Mir hat gefragt!
Jes.35/2; Jos.7/26; Ps.24/6; Hos.2/15; 1Ch.27/29.
11. Ihr aber, die ihr Jehovah verlassen, die
ihr vergessen habt den Berg Meiner Heiligkeit,
die ihr den Tisch zurichtet für Gad und dem
Meni ein Trankopfer füllet: Jer.7/18; 1Mo.30/11.
12. So will Ich euch berechnen für das
Schwert, daß ihr euch alle zur Schlachtung
beugt, weil Ich rief und ihr nicht antwortetet,
Ich redete und ihr nicht hörtet; und ihr tut, was
böse ist in Meinen Augen, und woran Ich keine
Lust habe, das wählet ihr aus.
Jes.65/2; 59/2; 66/4; Rö.10/21; Spr.1/24; Jer.7/13.
13. Darum spricht so der Herr Jehovah:
Siehe, Meine Knechte sollen essen und ihr
sollt hungern; siehe, Meine Knechte sollen
trinken und ihr sollt dürsten; siehe, Meine
Knechte sollen fröhlich sein und ihr sollt euch
schämen. Jes.55/1; Ps.22/27; Matth.5/6.
14. Siehe, Meine Knechte sollen vor Wohlsein
des Herzens jubeln, ihr aber schreien vor
Herzeleid und heulen vor Zerbrochenheit des
Geistes.
15. Und euren Namen sollt ihr Meinen
Auserwählten zum Schwur hinterlassen, dich
aber wird der Herr Jehovah töten, und Seine
Knechte mit einem anderen Namen nennen.
Jer.29/22; 4Mo.5/21.
16. So daß, wer sich im Lande segnet, sich
segne in dem Gott der Wahrheit, und wer im
Lande schwört, bei dem Gott der Wahrheit
schwören wird; denn vergessen sind die früheren
Drangsale und verborgen vor Meinen
Augen! Jer.4/2; 12/16; Offb.3/14; 21/4.
17. Denn siehe, Ich schaffe neue Himmel
und eine neue Erde, und der früheren wird man
nicht mehr gedenken, noch werden sie ins Herz
aufsteigen. Jes.66/22; Offb.21/1; 2Pe.3/13.
18. Sondern freuen sollen sie sich und
frohlocken fort und fort über dem, was Ich
schaffe. Denn siehe, Jerusalem will Ich zum
Frohlocken erschaffen und sein Volk zur
Freude. Jes.35/10; 66/10-14.
19. Und Ich will frohlocken ob Jerusalems,
und ob Meines Volkes Mich freuen; und nicht
soll man mehr hören in ihr die Stimme des
Weinens, noch die Stimme des Geschreis.
Jes.25/8; Offb.21/4.
20. Nicht wird von dort ein Kindlein der
Tage sein, noch ein Alter, der seine Tage nicht
erfüllt; denn der Junge wird sterben hundert
Jahre alt (ein Sohn von 100 Jahren), und der
Sünder wird verflucht werden hundert Jahre
alt (ein Sohn von 100 Jahren). Sach.8/4,5.
21. Und sie werden Häuser bauen und darin
wohnen (sitzen), und Weinberge pflanzen und
essen ihre Frucht. Jes.30/23; 62/8; Jer.31/5; Am.9/14.
22. Sie werden nicht bauen und ein anderer
darin wohnen (sitzen), nicht pflanzen, und ein
anderer essen; denn Meines Volkes Tage
werden wie die Tage des Baumes sein, und
ihrer Hände Werk werden altern lassen Meine
Auserwählte.
Jes.62/8,9; 5Mo.28/30; Ps.1/3; 92/14; Jer.17/8.
23. Nicht sollen sie vergeblich (leer) sich
bemühen und nicht zeugen für die Bestürzung;
denn ein Same der Gesegneten Jehovahs sind
sie, und ihre Sprößlinge mit ihnen.
Jes.61/7f; Ps.115/15; 2Mo.23/26; 1Sa.4/19.
24. Und wird geschehen, daß, ehe sie rufen,
Ich antworte; noch reden sie, da höre Ich es.
Jes.30/19; 58/9.
25. Wolf und Lamm sollen weiden als eines,
und der Löwe soll Stroh fressen wie das Rind,
und der Schlange Brot soll der Staub sein. Sie
sollen nichts Böses tun und nichts verderben
auf dem ganzen Berg Meiner Heiligkeit,
JESAJAH 66/1
162
spricht Jehovah. Jes.11/6-9; 49/23; 1Mo.3/14; Mi.7/17.
Ez.34/25; Hi.5/23.


Kapitel 66
Die ewige Kirche.


1.Also spricht Jehovah: Die Himmel sind
Mein Thron, und die Erde Meiner Füße Schemel.
Was für ein Haus wollt ihr Mir denn
bauen, und welchen Ort zu Meiner Ruhe?
Ps.132/14; 2Sa.7/5f; 1Kö.8/27; 1Ch.28/2; 2Ch.6/18;
Matth.5/34f; Apg.7/48f; 17/24.
2. Und alles dies hat Meine Hand gemacht,
so daß das alles geworden ist, spricht Jehovah.
Und Ich blicke auf diesen, auf den Elenden,
und auf den, der zerschlagenen Geistes ist,
und der erzittert ob Meinem Wort.
Jes.57/15; Esr.9/4; Ps.34/19; 51/19; 119/161.
3. Wer einen Ochsen schlachtet, ist, als
erschlüge er einen Mann; wer ein Schaf opfert,
als bräche er einem Hunde das Genick, wer
ein Speiseopfer als einer, der Blut der Schweine
darbringt, wer Weihrauch anzündet, wie
wer das Unrecht segnet; wie ihre eigenen
Wege sie erwählten, und an ihren Abscheulichkeiten
ihre Seele Lust hat, Jes.66/5; 1/11-17;
2Mo.13/13; 3Mo.17/4; 2Pe.2/22.
4. So wähle auch Ich Mir ihre Mißhandlung
aus, und laß ihr Bangen kommen über sie; weil
Ich rief und niemand antwortete, Ich redete
und niemand hörte, und sie taten, was böse
war in Meinen Augen, und wählten zu tun,
woran Ich keine Lust hatte. Jes.65/2; Jer.7/13;
Spr.1/24; 10/24.
5. Höret Jehovahs Wort, ihr, die ihr erzittert
vor Seinem Wort: Es sprachen eure Brüder,
die euch hassen, euch ob Meines Namens
ausscheiden: Jehovah verherrliche Sich, daß
wir eure Fröhlichkeit sehen; aber sie sollen
beschämt werden. Jes.66/2; Esr.9/14; Matth.5/11,12;
Luk.6/22; Joh.16/2.
6. Man hört die Stimme des Tosens aus der
Stadt, vom Tempel eine Stimme, Jehovahs
Stimme, Der Vergeltung erweist Seinen Feinden.
Jes.59/18; Offb.19/5; 14/17; Apg.2/2.
7. Ehe sie kreißt, gebiert sie; ehe sie in
Geburtsnöten kommt, ist sie eines Männlichen
entbunden. Jes.60/22; Offb.12/5.
8. Wer hat solches gehört; wer solches
gesehen? Hat ein Land an einem Tag gekreißt
eine Völkerschaft, geboren mit einem Mal,
wie Zijon mit seinen Söhnen gekreißt und sie
geboren hat? Jes.26/17,18; Apg.2/41.
9. Und sollte Ich brechen und nicht gebären
lassen, spricht Jehovah, und sollte Ich, Der
gebären ließ, verschließen? spricht dein Gott.
Jes.26/17,18; 37/3; 42/14; 2Mo.13/2; 1Sa.1/5.
10. Seid fröhlich mit Jerusalem, und frohlokket
in ihr, ihr alle, die ihr es liebt. Freuet euch
mit Freude mit ihr, die ihr über sie getrauert.
Ps.122/6; To.13/17.
11. Denn ihr sollt saugen und euch sättigen
aus der Brust ihrer Tröstungen, denn ihr sollt
ausdrücken und euch erlaben an der Pracht
ihrer Herrlichkeit. Jes.60/5,16.
12. Denn also spricht Jehovah: Siehe, Ich
breite (neige) Frieden wie einen Strom aus
auf sie, und wie einen überflutenden Bach die
Herrlichkeit der Völkerschaften, daß ihr
sauget. Auf der Seite wird man euch tragen
und werdet euch ergötzen auf den Knien.
Jes.60/4; 61/6; Hi.3/12.
13. Wie einen seine Mutter tröstet, so will
Ich euch trösten, und ihr sollt getröstet werden
in Jerusalem. Jes.40/11; 49/10,15.
14. Und ihr werdet es sehen, und euer Herz
wird sich freuen, und sprossen werden eure
Gebeine wie junges Kraut; und kund wird
Jehovahs Hand an Seinen Knechten, und wider
Seine Feinde ist Er unwillig.
Jes.35/10; 51/11; 58/11; Ez.37/11f; Mal.3/18; Sir.46/14.
15. Denn siehe, Jehovah kommt im Feuer
und wie der Sturmwind Seine Streitwagen,
zu vergelten (erwidern) in Seines Zornes
Grimm und Sein Drohen in den Flammen des
Feuers. Ps.29/7; 68/18; Mal.4/1; 2Th.1/8; 2Pe.3/7.
16. Denn mit dem Feuer wird Jehovah
richten, und mit Seinem Schwerte alles
Fleisch, und viel wird werden der ErschlageJESAJAH
66/17
163
nen Jehovahs. Jes.34/3; Offb.19/21.
17. Die, so sich heiligen und reinigen für
die Gärten hinter einem her inmitten ihrer, die
da essen des Schweines Fleisch und des Abscheulichen
und der Mäuse, sie werden weggerafft
allzumal! spricht Jehovah.
Jes.65/3f; 3Mo.11/29; Sach.9/7.
18. Ich aber kenne (kenne steht nicht im
Hebr.) ihre Werke und Gedanken. Es kommt,
daß man zusammenbringt alle Völkerschaften
und Zungen und sie kommen und sehen Meine
Herrlichkeit. Jes.40/5; 5Mo.31/21; Joh.17/24.
19. Und setzen werde Ich unter sie ein
Zeichen und senden aus ihnen Entkommene
zu den Völkerschaften Tharschisch, Pul und
Lud, die den Bogen spannen, Thubal und
Javan und zu den fernen Inseln, die nicht Mein
Gerücht gehört und nicht gesehen Meine
Herrlichkeit. Und sie werden Meine Herrlichkeit
verkünden unter den Völkerschaften.
Jes.23/6; 60/9; 49/1,12; 55/5; 1Mo.10/13,22.
20. Und werden alle eure Brüder aus allen
Völkerschaften herbeibringen als Speiseopfer
dem Jehovah auf Rossen und auf Streitwagen
und auf Sänften und auf Maultieren und Dromedaren,
auf den Berg Meiner Heiligkeit, gen
Jerusalem, spricht Jehovah, wie die Söhne
Israels in reinem Gefäß das Speiseopfer bringen
in das Haus Jehovahs. Jes.60/4,6-9.
21. Und Ich will auch aus denselben nehmen
zu Priestern und zu Leviten, spricht Jehovah.
Jes.61/6; Jer.33/21f; 1Pe.2/5.
22. Denn wie die neuen Himmel und die
neue Erde, so Ich mache, vor Mir stehen,
spricht Jehovah, so soll auch euer Same und
euer Name stehen. Jes.65/17f.
23. Und es wird geschehen, daß von Monat
zu Monat und von Sabbath zu Sabbath alles
Fleisch kommen wird, vor Mir anzubeten,
spricht Jehovah. Sach.14/16; Offb.15/4; 21/1.
24. Und sie werden hinausgehen und sehen
die Leichen der Männer, die von Mir abgefallen
sind; denn ihr Wurm wird nicht sterben
und ihr Feuer nicht erlöschen, und sie sind
zum Widerwillen allem Fleisch.
Jes.34/10; Da.12/2; Ju.16/21; Mark.9/44,46.