Leben nach dem Tod

Eine Seele wird in den Himmel gebracht (William Bouguereau)

Alle Menschen gelangen nach dem Leibestod in die andere, geistige Welt, gemäß ihremLeben in der Welt entweder in den Himmel oder in die Hölle, und dies geht ständig so weiter. Wieviele von ihnen bisher Engel geworden sind und noch werden, läßt sich nicht sagen. In alten Zeiten waren es sehr viele, weil die Menschen damals innerlicher und geistiger dachten und daher in himmlischer Neigung lebten. In den darauffolgenden Zeiten waren es dann nicht mehr so viele, weil der Mensch sich allmählich Äußerlichkeiten zuwandte und begann, materiell zu denken und daher in irdische Neigung zu fallen.[1]

Wer sich nicht durch seinen Intellektualismus, bzw. dessen Einfluß von diversen Gelehrten, dem Himmel und dem Einfall himmlischen Lichtes verschlossen hat, der glaubt an das Leben des Menschen nach dem Tod unter den Engeln, wenn er ein gutes Leben geführt hat, wo er dann Herrliches schauen und Wonnen empfinden werde.[2] Alle, die in der Welt an keinerlei Fortleben der Seele nach dem Tod des Körpers geglaubt hatten, sind sehr beschämt, sobald sie merken, daß sie dennoch leben. Die sich darauf jedoch versteift hatten, werden mit ihresgleichen zusammengesellt und von den Gläubigen getrennt. In den meisten Fällen werden die Betroffenen an eine höllische Gesellschaft gekettet, weil sie auch das Göttliche geleugnet und dasWahre der Kirche verachtet hatten.[3]

Wer in ein anderes Land reist, für den ist es wichtig zu wissen, wer der Herrdieses Reiches ist, in welcher Art und Form die Regierung vor sich geht und wie viele Angelegenheiten dort funktionieren. Dies gilt noch viel mehr für dasJenseits, wo man in Ewigkeit leben soll.[4]

Inhaltsverzeichnis

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·                                 1 Zustand

o                                        1.1 Erster Zustand

o                                        1.2 Zweiter Zustand

o                                        1.3 Dritter Zustand

o                                        1.4 Aussehen

o                                        1.5 Status

o                                        1.6 Sinne

o                                        1.7 Einsicht

o                                        1.8 Freuden

o                                        1.9 Welt

·                                 2 Geschehen

o                                        2.1 Auferstehung

o                                        2.2 Ausbildung

o                                        2.3 Prüfung

o                                        2.4 Enthüllung

o                                        2.5 Strafen

o                                        2.6 Trennung zwischen den Guten und Bösen

o                                        2.7 Vorbereitung auf den Himmel

·                                 3 Bestimmte Gruppen im Besonderen

·                                 4 Konfrontation mit Gott

·                                 5 Falsche Vorstellungen

o                                        5.1 Seelenschlaf

o                                        5.2 Rückkehr der Untoten am Tag X

o                                        5.3 Der Mensch hört im Jenseits auf Mensch zu sein

o                                        5.4 Alle kommen in den Himmel

·                                 6 Siehe auch

·                                 7 Quellenverweise

Zustand

Da alles, was im Körper lebt und aus dem Leben wirkt und fühlt, einzig demGeist des Menschen und nicht dem Körper angehört, bleibt der Mensch ein Mensch, mit entsprechender Gestalt, Sinnesorganen und Sinnen, auch wenn der irdische Körper von seinem Geist abgetrennt wird, und der Mensch nun in der geistigen statt der natürlichen Welt sieht, hört und empfindet. Er lebt imJenseits in einem Leib wie in der Welt. Scheinbar besteht kein Unterschied, jedenfalls fühlt und empfindet er ihn nicht, doch sein Leib ist dann geistig, vom Irdischen geschieden oder gereinigt. Wenn das Geistige Geistiges berührt und anschaut, dann ist das ebenso, wie wenn des Natürliche Natürliches berührt und anschaut. Wenn der Mensch ein Geist geworden ist, ist ihm nur bewußt, daß er noch in demselben Körper lebt, den er in der Welt hatte. Er weiß also nicht, daß er gestorben ist. Weil die geistige und natürliche Welt ähnlich aussieht, weiß der Mensch nach dem Tod kaum, daß er nicht mehr in der Welt ist, in der er geboren wurde und von der er abgeschieden ist.[5]

Der Mensch nimmt auch das natürliche Gedächtnis mit, denn er behält alles, was er in der Welt gehört, gesehen, gelesen, gelernt und gedacht hat, von der ersten Kindheit an bis zum Ende seines Lebens. Nach dem Tod ruht jedoch alles, was zum natürlichen Gedächtnis gehört und nur mit den Sinnen des Körpers verbunden ist, ähnlich wie bei einem Menschen, der nicht darüber nachdenkt; er kann nichts mehr daraus schöpfen und in geistiges Licht stellen, weil es diesem nicht angehört, denn materielle und körperliche Angelegenheiten haben im Jenseits keinen Nutzen. Im anderen Leben denkt der Mensch geistig (aus dem inneren oder verstandesmäßigen Sinnlichen) und nicht natürlich (aus dem äußeren Sinnlichen), d.h. das natürliche Gedächtnis wird eingeschläfert und das inwendige Gedächtnis erweckt. Er hat keinBewußtsein mehr von dem, was er in der Welt natürlich, sondern nur noch von dem, was er geistig gedacht hatte, so sehr verändert sich sein Zustand. Nur was an Vernünftigem aus dem empirischen Wissen gewonnen wurde, dient dann noch zum Denken und Reden. Die Vernunft- und Verstandeswahrheiten, die sich der Mensch während seines Lebens im Körper aus denWissenschaften erworben hat, passen zum Licht der geistigen Welt, d.h. soweit der Mensch durch Kenntnisse und Wissenschaften in der Welt vernünftig geworden ist, soweit bleibt er auch nach der Trennung vom Körper vernünftig. Der Mensch ist nach dem Tod in dem Maß vernünftig, wie er durchSprachen und Wissenschaft in der Welt seine Vernunft gebildet hat, keineswegs aber soweit er Sprachen und Wissenschaften beherrscht hat, z.B. ein Sprachgenie erscheint dumm und einfältig, wenn er seine Vernunft nicht durch den Inhalt der Sprachen ausgebildet hat, ebenso ein Vielwisser, der sein Gedächtnis mit vielem vollgestopft hat, dabei aber seine Vernunft nicht durch den Gedächtnisinhalt vervollkommnet hat, sondern einfach alles aufgenommen hat, was von sogenannten Gelehrten für wahr ausgegeben wird, ohne von sich selbst aus erkennen zu können, wie etwas wirklich ist. Auch wer nur seine Fähigkeit zu vernünftigen Überlegungen (analytisches und logisches Denken) ausgebildet hat, ist deswegen nicht wirklich vernünftig, auch wenn das in der Welt so betrachtet wird.[6]

Jedem Menschen bleibt (seinem Geiste nach) nach dem Tod seine Grundneigung oder herrschende Liebe verbunden, wie sie sich in der Welt herausgebildet hatte. Sie wird in Ewigkeit nicht ausgerottet oder verändert, weil der Geist des Menschen so ist wie seine Liebe ist und weil der Leib jedes Geistes oder Engels die äußere Form seiner Liebe darstellt. Durch das Leben versieht sich der Mensch mit einem Wesen, und er bleibt nach dem Tod in dem, was er sich durch ein Leben in der Welt erworben hat. Wer in er Welt das Böse will und liebt, der will und liebt es auch im anderen Leben und läßt sich dann nicht mehr davon abbringen. Der Geist des Menschen wird nach seiner Befreiung vom Körper entweder ganz seinem Guten oder ganz seinem Bösen ergeben. Der Mensch kann nach dem Tod nicht mehr auf dieselbe Weise wie in der Welt durch Belehrung umgebildet werden, weil die letzte Grundlage, die aus natürlichen Erkenntnissen und Neigungen besteht, gleichsam eingeschläfert ist, da sie nicht geistig ist. Die im Inneren liegenden Bereiche des Gemüts oder der Gesinnung ruhen aber auf dieser Grundlage, wie ein Haus auf seinem Fundament. Menschen, die vor 2000 Jahren lebten, sind auch heute noch so hinsichtlich der Liebe, die ihr Leben hervorbrachte und der es entsprach. Der Unterschied besteht nur darin, daß das, was ihrer Liebe angenehm gewesen war, sich in Entsprechendes verwandelt. Würde das Leben der herrschen Liebe bei einem Geist verändert, bedeute dies, ihn seines Lebens zu berauben oder ihn zu vernichten. Jeder hat eine ganze Anzahl von verschiedenen Neigungen, doch beziehen sich alle auf seine herrschende Liebe, dienen ihr auf verschiedene Weise und bilden zusammen mit ihr eine Einheit, gleichsam ein Reich. Obwohl der Mensch davon keine Ahnung hat, wird ihm im anderen Leben etwas davon offenbar, weil dort die Verbreitung des Denkens und der Neigung von ihrer Ordnung abhängt: die Verbreitung in himmlische Gesellschaften, wenn seine herrschende Liebe aus himmlischen Liebesarten, in höllische Gesellschaften dagegen, wenn sie aus höllischen Neigungen besteht.[7]

Zusammenfassung

1.     Der Mensch ist nach dem Tod seine Liebe bzw. sein Wille.

2.     Der Mensch bleibt (dem Geiste nach) in Ewigkeit so, wie er hinsichtlich seines Willens oder seiner herrschenden Liebe beschaffen ist.

3.     In den Himmel kommt, wer eine himmlische und geistige Liebe besitzt, in die Hölle aber, wer eine fleischliche und weltliche Liebe ohne die himmlische und geistige aufweist.

4.     Der Mensch behält seinen Glauben nicht, wenn dessen Ursprung nicht die himmlische Liebe ist.

5.     Die tätige Liebe bleibt, folglich bestimmt sie das Leben des Menschen.[8]

Der Mensch durchläuft nach dem Tod in der Geisterwelt drei Zustände, ehe er entweder in den Himmel oder in die Hölle kommt:

§                     Im ersten Zustand ist er noch in seinem Äußerlichen.

§                     Im zweiten Zustand tritt sein Inneres zunehmend hervor.

§                     Der dritte Zustand besteht in seiner Vorbereitung.

Eine Ausnahme davon bilden einige wenige, die unmittelbar nach dem Tod in den Himmel erhoben oder in die Hölle geworfen werden:

§                     Sofort in den Himmel erhoben werden die Wiedergeborenen, die bereits in der Welt auf den Himmel vorbereitet waren. Sie müssen nur noch dieUnreinheiten mit dem Körper zugleich abwerfen und werden dann sogleich von den Engeln in den Himmel geführt.

§                     Sofort in die Hölle geworfen werden Menschen, die innerlich bösartig und äußerlich scheinbar gut waren, also ihre Bosheit durch Hinterlist voll gemacht und sich des Guten aus trügerischer Absicht bedient hatten (Erzbetrüger).[9]

Erster Zustand

Der erste Zustand, in dem der Mensch noch in seinem Äußerlichen ist, und der nicht wirklich sein eigenes Wesen bildet, tritt unmittelbar nach dem Tod ein. Er ist im Jenseits anfangs ganz ähnlich Mensch mit Haut und Haaren,Füßen, Händen, Kopf, Augen usw., Alter, Sprache, Ansichten, Gewohnheiten,Sitten, Gebräuchen, Neigungen, Erinnerungen, Leidenschaften und daraus hervorgehenden Handlungen wie auf der Welt bei seinem Leibesleben, denn er befindet sich in einem Zustand, in dem sein Äußeres vorherrscht. Dies aber nur solange er nicht die völlige Wiedergeburt des Geistes erlangt hat. Deswegen heißt ein solcher erster Zustand "die naturmäßige Geistigkeit", während ein vollständig wiedergeborener Geist sich im Zustand der "reinen Geistigkeit" befindet. Wenn der Mensch nicht darauf achtet, was ihm im ersten Zustand begegnet und was ihm die Engel bei seiner Auferweckung sagen, nämlich daß er jetzt ein Geist sei, dann nimmt er anfangs an, daß er noch in der Welt lebe. So setzt sich das eine Leben in das andere fort, und der Tod ist bloß ein Übergang.[10]

Jeder Mensch hat in seinem Geist Bereiche, die äußerlich und die innerlich sind. Es gibt ein doppeltes Denken, ein äußerliches und ein innerliches, wobei eine Trennung zwischen diesen beiden Arten von Gedanken besteht. Mithilfe der äußerlichen Bereiche paßt der Mensch seinen Körper in der Welt, vor allem sein Gesicht, seine Redeweise und seine Gebärden dem Umgang mit anderen Menschen an. Die inneren Bereiche gehören zu seinem eigenenWillen und dem daraus entspringenden Denken und stellen sich selten im Gesicht, in der Redeweise und den Gebärden offen dar. Dies ist besonders von Heuchlern, Schwindlern und Schmeichlern bekannt, die ganz anderes reden und handeln, bzw. zu glauben und zu lieben vorgeben, als sie in Wirklichkeit denken und wollen, bzw. wirklich glauben und lieben. Von Kindheitan gewöhnt sich der Mensch daran, Freundschaft, Wohlwollen undAufrichtigkeit zur Schau zu tragen und die eigentlichen Absichten seines Willens zu verbergen. Daher nimmt er äußerlich gewohnheitsmäßig ein sittlich und bürgerlich gutes Leben an, gleichgültig wie er innerlich beschaffen sein mag. Diese Gewohnheit hat zur Folge, daß der Mensch sein Inneres kaum kennt und auch gar nicht darauf achtet.[11]

Im ersten Zustand erkennen den Menschen auch seine Freunde, Verwandtenund alle, die er in der Welt gekannt hatte. Die Geister nehmen ihn nicht nur an seinem Gesicht und seiner Redeweise wahr, sondern, sobald sie ihm nahe kommen, auch an seiner Lebenssphäre. Sie reden dann auch miteinander und tun sich zusammen, je nach ihren freundschaftlichen Verbindungen in der Welt. Auch Ehegatten kommen in der Regel wieder zusammen und begrüßen einander mit großer Freude. Sie bleiben auch für längere oder kürzere Zeit beieinander, je nachdem wie groß die Freude ihres Zusammenlebens in der Welt war. Wenn ihre Verbindung jedoch nicht die wahrhaft eheliche Liebe war, dann trennen sie sich nach einiger Zeit. Stimmten die Gemüter der Ehegatten nicht miteinander überein, hatten sie innerlich einen Widerwillen gegeneinander, dann brechen nun die offenen Feindschaften und Streit aus. Gleichsam trennen sie sich nicht eher, als bis sie in den zweiten Zustand eintreten.[12]

Der erste Zustand dauert bei einige Menschen mehrere Tage, bei anderen mehrere Monate und wieder bei anderen ein Jahr lang. Die Unterschiede beruhen darauf, wie weit die innerlichen und die äußerlichen Bereiche bei den einzelnen Menschen übereinstimmen oder nicht. Sie müssen nämlich bei jedem eine Einheit bilden und einander entsprechen, denn in der geistigen Welt darf niemand anders denken und wollen, als er redet und handelt. Jeder muß dort das Abbild seiner Neigung oder Liebe sein. Deshalb werden die äußeren Bereiche des Geistes zuerst aufgedeckt und in Ordnung gebracht, damit sie den inneren als entsprechende Grundlage dienen können.[13]

Zweiter Zustand

Der zweite Zustand des Menschen nach dem Tod betrifft den Zustand seines Inneren, weil er dann in die mehr im Inneren befindlichen, seinem Gemüt bzw. seinem Wollen und Denken zugehörigen Bereiche versetzt und die äußerlichen, die in seinem ersten Zustand vorherrschten, eingeschläfert werden. Die äußeren Bereiche dienen den inneren Bereichen nur noch als Grundlage, denn sie bilden nicht das eigentliche Wesen des Geistes oder Menschen. Der Geist findet sich in einem Zustand, in dem er auch in der Welt war, wenn er, sich selbst überlassen, frei und ungebunden dachte, ohne alle äußeren Bande, wie die Angst, Schaden an seinem guten Ruf und seiner Ehre zu nehmen oder des Einkommens und der damit gegebenen Vergnügungen beraubt zu werden. Er verfällt unbewußt in diesen Zustand, wenn er das der Rede dienende Denken abschaltet und sich in sich selbst zurückzieht und dort in seinem eigentlichen Leben ruht. Sein Denken bildet dann eine Einheit mit dem Wollen, und zwar so sehr, daß er kaum zu denken, sondern nur zu wollen scheint. Beinahe ebenso verhält es sich, wenn er spricht, nur mit dem Unterschied, daß er dabei eine gewisse Furcht hat, die Gedanken seines Willens könnten nackt zum Vorschein kommen. Diese Furcht war aufgrund der bürgerlichen Verhältnisse auf Erden zu einem Teil seines Willens geworden.[14]

Der Verstorbene ist in diesem Zustand nicht mehr Mensch-Geist, sondern ein echter Geist. Ein echter Geist ist er, sobald er ein Gesicht und einen Leib hat, die seinem Inneren, das heißt seiner Gesinnung, entsprechen. Er wird nun auf den ersten Blick als der erkannt, der er tatsächlich ist, nicht nur an Gesicht und Leib, sondern auch an Sprache und Gebärden. Auch ist es ihm unmöglich, an einem anderen Ort zu verweilen als dort, wo die ihm Ähnlichen sich aufhalten.[15]

Sobald der Geist in den Zustand gelangt, in dem sich seine inneren Bereiche befinden, liegt offen zutage, was für ein Mensch er innerlich auf Erden war. Dann handelt er nämlich aus seinem eigentlichen Wesen heraus. Wer in der Welt innerlich dem Guten ergeben war, der göttlichen Gesetze willen aufrichtig und gerecht, und daher mit den Engeln verbunden ist, die ihm Weisheit vermitteln, der handelt dann vernünftig und weise, sogar noch weiser als in der Welt, weil er jetzt vom Körper und damit zugleich auch von den irdischen Dingen entbunden ist, die eine Art Bewölkung bewirkt hatten. Wer in der Welt dem Bösen ergeben war, handelt dann unverständig und unvernünftig, ja noch unvernünftiger als in der Welt, weil er jetzt frei und uneingeschränkt ist. Solange er in der Welt lebte, verhielt er sich in äußeren Dingen vernünftig, weil er dadurch als vernünftiger Mensch gelten konnte und von äußeren Banden gehemmt war, wie z.B. Furcht vor Gesetz und Strafe, Verlust des guten Rufs, der Ehre, des Einkommens und des Lebens. Sobald daher diese äußeren Dinge fortfallen, werden seine Tollheiten offenbar, er handelt ganz unsinnig und spottet aller Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit. Er ist der Vernunft beraubt, weil die Fähigkeit dazu in der Welt nicht seinem Inneren, sondern nur seinem Äußeren innewohnte. Sich selbst allerdings erscheint er sich immer noch weiser als andere.[16]

Jene Menschen, die ihr Leben in der Welt dem Guten gewidmet und nach ihrem Gewissen gehandelt haben - und das sind die Menschen, die etwas Göttliches anerkannt und göttliche Wahrheiten geliebt, sie aber vor allem im Leben angewandt hatten - empfinden dann ein Gefühl, als ob sie aus demSchlaf erwachen oder aus dem Schatten ins Licht träten. Ihre Anerkennung des Herrn verbindet sich dann mit einer Verehrung, die ihrem eigensten Leben entspringt. Sie anerkennen den Herrn und verehren in ihn Freiheit und treten zugleich von aller äußeren Heiligkeit zurück und gelangen zu einer inneren Heiligkeit, welche die Grundlage des eigentlichen Gottesdienstes bildet.[17]

Jene Geister, deren irdisches Leben böse war, und die in ihrer Gewissenlosigkeit innerlich das Göttliche geleugnet haben, auch wenn sie in ihrem Äußeren noch so sehr geglaubt hatten, es nicht zu leugnen, sondern anzuerkennen - denn die Anerkennung des Göttlichen und ein böses Leben schließen einander aus - erscheinen wie Narren. Aufgrund ihrer bösenBegierden gehen sie plötzlich zu Schandtaten über, zur Geringschätzunganderer, zu Verhöhnungen und Lästerungen, zu Haßausbrüchen, Racheaktenund zum Ränkeschmieden, einige von solcher Arglist und Bosheit, daß man kaum glauben kann, dergleichen sei im Inneren eine Menschen verborgen gewesen. Würde man sie unausgesetzt in ihrem äußeren Zustand belassen, nämlich daß sie heimlich auf Tücke sinnen und Menschen einfältigen Herzens und Glaubens durch den Schein von Güte, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeitverführen, dann würden sie sich selbst vollends zugrunde richten, denn ihre mehr äußeren Bereiche würden zuletzt ebenso entflammt werden wie die inneren, und dann würde ihr ganzes Leben zerstört werden.[18]

Der Wahnsinn der Bösen wird vom Herrn jederzeit in Schranken gehalten, damit er nicht die nützlichen Grenzen übersteigt; denn immerhin erfüllt noch jeder von ihnen einen Nutzen. Die guten Geister erkennen an ihrem Beispiel, was das Böse und wie es beschaffen ist, und was der Mensch ist, wenn er nicht vom Herrn geführt wird. Ein weiterer Nutzen besteht darin, daß durch sie die Bösen ähnlichen Wesens gesammelt und von den Guten getrennt werden. Auch ist es nützlich, daß den Bösen das Wahre und Gute, das sie äußerlich gezeigt und vorgetäuscht hatten, entzogen wird und sie nun in das Böse ihres Lebens und das damit zusammenhängende Falsche versetzt und so für die Hölle vorbereitet werden. Denn niemand kommt in die Hölle, ehe er in seinem Bösen und in dem damit zusammenhängenden Falschen ist, weil niemand ein geteiltes Gemüt haben darf, das heißt anders denken und reden als es den Zielen seines Willens entspricht, denn der Wille ist der Mensch selbst, das Denken nur insoweit es etwas vom Willen an sich hat.[19]

Dritter Zustand

Der dritte Zustand des Menschen bzw. seines Geistes nach dem Tod ist der der Unterweisung für jene, die in den Himmel kommen und zu Engeln werden. Denn niemand kann ohne Unterricht wissen, worin das geistig Gute und Wahre und dessen Gegensatz, das Böse und Falsche, besteht, denn dies lernt man nur durch den Einfluß des Himmels und nicht mittels weltlicher Bildung. Für die in die Hölle kommen ist der zweite Zustand der letzte, da sie nicht unterrichtet werden können, denn sie wollen nichts als Böses und denken nichts als Falsches, worin sie ihr Vergnügen finden. Sie verwerfen alles Gute und Wahre, das sie früher angenommen hatten, weil es ihrer Liebe nur als Mittel gedient hatte.[20]

Aussehen

Nach dem ersten Zustand des Menschen nach dem Tod verändert sich seinAngesicht, sein Körper und seine Sprache und wird völlig anders, da er sich in seine herrschenden Neigung oder Liebe verwandelt, welche die inneren Bereiche seines Gemüts auf Erden erfüllt hatte, und der sein Geist im Körper gedient hatte. Deren Neigungen gut waren, erhalten ein schönes, deren Neigungen böse waren, ein häßliches Gesicht. Schwerfällig, dunkel, schwarz und mißgestaltet erscheinen jene, die fleischlicher Liebe (Selbstsucht) sind, lebhaft, strahlend, weiß und schön hingegen alle, die himmlischer Liebe (Selbstlosigkeit) sind. Auch hinsichtlich ihrer Gesinnung und Gedanken unterscheiden sie sich völlig voneinander. Die Verkörperungen himmlischer Liebe sind zugleich auch einsichtig und weise, die der fleischlichen Liebe dumm und wie vor den Kopf geschlagen. Niemand darf im anderen Leben Gefühle heucheln, die er gar nicht hat, folglich darf auch niemand Gesichtszüge annehmen, die seiner Liebe entgegengesetzt sind. Ausnahmslos alle werden in einen Zustand versetzt, daß sie reden, wie sie denken, und in Mienen und Gebärden zeigen, was sie wirklich wollen. Darin liegt der Grund, daß alle, die einander in der Welt gekannt hatten, sich auch in der Geisterwelt (im Zustand der naturmäßigen Geistigkeit) wiedererkennen, jedoch nicht mehr im Himmel und in der Hölle.[21]

Die menschliche Gestalt eines Geistes nach dem Tod ist umso schöner, je innerlicher der betreffende Mensch die göttlichen Wahrheiten geliebt und danach gelebt hatte. Je innerlicher (geistiger) die Neigung, desto mehr hat sie Anteil an der Form des Himmels und desto schöner ist infolgedessen das Antlitz. Wer die göttlichen Wahrheiten nur mehr äußerlich geliebt und folglich auch nur in einem äußerlichen Sinn danach gelebt hatte, ist weniger schön. Aus solchen Geistwesen scheint etwas vergleichsweise Dunkles hervor, das nicht vom durchleuchtenden inwendigen Lieben belebt ist.[22]

Die inneren Bereiche von Geister, die von himmlischer Liebe erfüllt sind, erscheinen als Licht, einige sogar als flammendes Licht, die äußeren Bereiche in den mannigfaltigen schönen Farben des Regenbogens. Die inneren Bereiche der von fleischlicher Liebe (Selbstsucht) Beherrschten stellt sich wie etwas Schwarzes dar, weil sie verschlossen sind, und bei denen, die innerlich von bösartiger Hinterlist erfüllt waren, sehen sie wie dunkle Glut aus. Ihr Äußeres ist von schmutziger Färbung und bietet einen traurigen Anblick.[23]

Die Gesichter von Heuchlern verändern sich später als die der anderen Geister, weil sie eine Haltung eingeübt haben, die es ihnen erlaubt, die Vorgänge in ihrem Inneren so zurechtzubiegen, daß sie gute Neigungen nachahmen. Lange Zeit sehen sie daher nicht unschön aus, werden hernach aber häßlicher als andere.[24]

Status

Papst, Bischof, Mönch, Luther, Calvin, Mohammed, Moses, Brahma,Zoroaster usw. gilt nur auf der irdischen Welt etwas; im Reich der Seelen und Geister hören alle diese Unterschiede so gut wie ganz auf, da gilt nur die Liebe, alles andere zählt so gut wie nichts. (nach dem jenseitigen Bischof Martin)[25] Im Jenseits wird es ähnlich wie auf Erden gehalten, wo man wegen seines Vermögens und der Beliebtheit beim Herrscher geachtet wird. Das Vermögen besteht aber hier im Guten und Wahren und die Beliebtheit beim Herrscher in der Gnade, in der sich der Mensch je nach seinem in der Welt geführten Leben beim Herrn befindet.[26]

Sinne

Der grundlegende Unterschied zwischen dem Leben des Menschen in der geistigen Welt und seinem Leben in der natürlichen Welt betrifft die äußeren und inneren Sinne und ihre Eindrücke. Im Himmel empfinden die Menschen bzw. Engel viel schärfer und denken auch weiser als zur Zeit, als sie auf der Erde lebten. Sie schauen im himmlischen Licht, welches das irdischen um viele Grade übertrifft, auch hören sie durch die geistige Atmosphäre viel intensiver als mittels der irdischen. Der Unterschied ist vergleichbar wie zwischen Helligkeit und dichtem Nebel, oder wie zwischen Mittagslicht und abendlichem Schatten. Auch bei denen in der Hölle besteht ein großer Unterschied zum irdischen Leben. So groß die Vollkommenheit und Vortrefflichkeit der äußeren und inneren Sinne bei den Engeln ist, so groß ist auch deren Unvollkommenheit bei den Bewohnern der Hölle.[27]

Einsicht

Im anderen Leben ist wohlbekannt, daß es viele Erden (Planeten) und Menschen darauf gibt, sowie Geister und Engel, die aus ihnen hervorgegangen sind. Denn in der geistigen Welt wird jedem gestattet, der aus Liebe zum Wahren und dem Nutzen daraus, mit Geistern anderer Erdkörper zu reden wünscht, um so von der Vielheit der Welten überzeugt und darüber belehrt zu werden, daß das menschliche Geschlecht nicht nur aus einem einzigen Erdkörper, sondern aus unzähligen hervorgeht.[28]

Was immer man auf Erden angefangen hat, wird man erst im Geiste auf der geistigen ewigen Erde vollenden. (nach dem jenseitigen Adam)[29] Alles, was sich der Mensch in der Welt erwirbt, wie z.B. Einsicht und Weisheit, bleibt, und nimmt er nach dem Tod mit sich. Es wird auch vermehrt und zur Fülle gebracht, jedoch nur soweit der Grad seiner Neigung und seines Verlangens nach dem Wahren und Guten reicht. Dies ist so, weil die Liebe, zu der Neigung und Verlangen gehören, alles ihr Zusagende aufnimmt; je größer also die Liebe ist, desto mehr nimmt sie auf, vgl. (Mt 13.12), (Mt 25.29), (Lk 6.38) [30]

Freuden

Die Freuden der Neigung oder Liebe des Menschen verwandeln sich in etwasEntsprechendes, d.h. sie werden in etwas Geistiges umgewandelt, das dem Natürlichen entspricht, da der Leib des Menschen nunmehr geistig und nicht mehr irdisch ist. Seine Liebe jedoch bleibt in Ewigkeit.[31] Nur aufgrund der Wissenschaft der Entsprechungen kann man erkennen, in welche Art von geistigen Freuden die natürlichen Freuden nach dem Tod verwandelt werden.[32]

Beispiele: Vom Bösen beherrschte Menschen lieben jenseits den Aufenthalt in Höhlen und Felsklüften, nach Ruhm strebende Gelehrte lieben sandige Plätze, Geizige wohnen in Kellern und lieben den Schmutz der Schweine, Vergüngungssüchtige lieben Exkremente und Kloaken. Ehebrecher lieben es, sich in Bordellen aufzuhalten, wo alles vor Schmutz und Unflat starrt und nichts bereitet ihnen größeres Vergnügen, als Ehen zu zerstören. Blutdürstige Rachgierige lieben das Leichenartige und sind auch in entsprechenden Höllen.[33] Die das Göttlich-Wahre und das Wort aus einer inneren Neigung oder aus einer Neigung zur Wahrheit selbst geliebt haben, wohnen im anderen Leben auf Bergen im Licht des Himmels, wo ihre Freuden Häusern von Edelsteinen und dem Anblick von Äckern, Feldern und Weinbergen entsprechen. Jene, die aus dem Wort geschöpfte Lehren der Kirche sofort ins Leben umgesetzt hatten, erblicken in den einzelnen Dingen Göttliches, das sogleich in ihre Gemüter einfließt und sie mit einer Seligkeit erfüllt, die alle ihre Empfindungen anregt, d.h. vor ihren Augen lacht, spielt und lebt alles gleichsam. Gläubigen Wissenschaftlern erscheint ihr Vergnügen an den Wissenschaften und ihre Lust am Vernunftgemäßen jenseits in Form schönster Gärten, aus denen sie neue Erkenntnisse schöpfen. Wer alles auf des Göttliche zurückführte und die Natur nur als etwas Totes betrachtete, der befindet sich im himmlischen Licht und ihm wird alles, was seinen Augen erscheint, von diesem Licht her transparent und er erblickt unzählige Wechselspiele des Lichts, worin er seine innere Freude findet. Offenherzige, aufrichtige und gerechte Menschen haben im Himmel ein leuchtendes Gesicht, auf dem die einzelnen Gedanken und Gefühle wie im Bild erscheinen; sie werden daher mehr als andere geliebt. Keusche Menschen stehen in vollkommener Schönheit und fortwährender jugendlicher Blüte und die Wonnen ihrer Liebe sind unaussprechlich und wachsen in Ewigkeit.[34]

Welt

Wenn die Seele vom Leib frei wird, dann vergeht für den Menschen die natürliche Welt, obwohl er sie noch schauen kann, so er das will. Im Jenseits kann er sich aus seinem Inneren selbst eine Welt erschaffen, die für ihn ebenso eine vollkommene Wohnunterlage bildet, wie die Erde für den Leib. Er hat dann mit der materiellen Welt keine wesentliche Verbindung mehr, außer der klaren Einsicht, daß sie ein notwendiges und schwer zu ertragendesGericht ist und daß ein freies und ungebundenes Leben endlos vorzüglicher ist als ein nach allen Seiten hin gebundenes.[35]

Die inneren Gedanken sind die innere Geisterwelt eines Menschen;[36] wie des Menschen Inneres beschaffen ist, so wird auch jenseits seine Welt beschaffen sein, auf der er dann gut oder schlecht leben wird.[37] Erst wer zur Vollreife desewigen Lebens gelangt ist, d.h. ein Engel ist, kann auch die große Schöpfung außer sich schauen, so wie sie Gott schaut.[38]

Wer sich in der Wahrheit des Wort Gottes durch den lebendigen Glauben derTat nach befindet, dessen der Erde im vollendeten Ausmaß ähnliche Welt wird im Reich Gottes auch ewig zunehmend Licht und Wahrheit sein. Wer im eigenwillig Falschen und daraus im Bösen sein wird, dessen Welt wird dann auch gleich seinem Inneren im zunehmenden Verhältnis, so wie ein guter Mensch stets besser wird, ein schlechter Mensch sich aber stets weiter vom Guten entfernt.[39]

Geschehen

Nach dem Tod des Leibes wird der Mensch in das Mittelreich gebracht, die Hauptwerkstatt der himmlischen Geister, wo er auf seinen weiteren Weg vorbereitet und seine Grundliebe geprüft wird. Niemand kommt sogleich entweder in den Himmel noch in die Hölle, außer er müßte im ersten Fall schon auf der Erde vollkommen wiedergeboren sein aus der reinen Gottesliebe, oder er müßte im zweiten Fall ein bösester Frevler gegen denHeiligen Geist sein.[40]

Sobald die Menschen nach ihrem Tod in die Geisterwelt kommen, werden sie vom Herrn aufs genaueste unterschieden. Die Bösen werden umgehend an die höllischen Gesellschaften gebunden, zu der sie ihrer herrschenden Liebe nach bereits in der Welt gehört hatten. Die Guten werden sogleich mit der himmlischen Gesellschaft verbunden, zu der sie hinsichtlich der Liebe, der Nächstenliebe und des Glaubens auch schon auf Erden gehört hatten. Trotz dieser Unterscheidung kommen sie doch in der Geisterwelt zusammen, und wenn sie es wünschen, können sich dort alle sprechen, die bei Leibesleben miteinander befreundet und bekannt waren. Weil sie aber aufgrund ihres Lebens in der Welt verschiedener Gesinnung waren, trennen sie sich nach kurzer Zeit wieder. Die in den Himmel gelangen, sehen hernach die in die Hölle Kommenden nicht wieder und erkennen einander auch nicht, außer sie befänden sich aus ähnlicher Liebe in ähnlicher Gesinnung. Sie können einander wohl in der Geisterwelt wiedersehen, nicht aber, wenn die einen von ihnen im Himmel und die anderen in der Hölle sind, da dann einer den anderen nur infolge der Ähnlichkeit ihrer Liebe zu erkennen vermag, d.h. Ähnlichkeit verbindet, Unähnlichkeit trennt.[41]

Sobald eine Seele, ob gut oder böse, das Fleisch verläßt, wird sie von den Engeln in Empfang genommen. Sie wird in einen Zustand versetzt, in dem sie zunehmend erkennt, wie es mit ihrer weltlichen Aufführung gestanden hat. Will sie sich bekehren, so kommt sie höher; ist sie aber hartnäckig, dann kommt sie tiefer bis zu den empfindlichsten Strafen. Bewirken auch diese noch keine Rückkehr, dann erst kann sie frei nach ihrem eigenen Willen eine Probefahrt in die Hölle machen. Gefällt es ihr dort, kann sie bleiben entsprechend ihrer Liebe, gefällt es ihr nicht, kann sie wieder zurückkehren, was gewöhnlich selten geschieht, da die Hölle voller allerbetrüglichster, alles verheißender, aber nichts realisierender Lockmittel ist.[42]

Wer das Wort Gottes gering oder gar nicht oder nur scheinbar geachtet und noch weniger beachtet (gelebt) hat, der muß in der Geisterwelt in die größte scheinbare Verlassenheit und Nacht kommen; dann erst ist es möglich, so jemanden umzukehren, allerdings noch viel schwerer als auf der Erde, da im Jenseits der Geist von außen her unzugänglich ist.[43]

Auferstehung

siehe Auferstehung

Ausbildung

Weiß der Mensch nichts vom Leben nach dem Tod, dann wundert er sich darüber, daß er einen Leib und alle Sinne besitzt, ganz wie in der Welt, und er auch ähnliche Gegenstände erblickt, worauf er schließlich wissen will, wie Himmel und Hölle beschaffen sind, und wo man sie zu suchen hat. Seine Freunde belehren ihn daher über den Zustand des ewigen Lebens und führen ihn auch umher, damit er die verschiedenartigen Orte und Gesellschaften kennenlernt.[44]

Die aus der Welt ins andere Leben eingehenden Geister wünschen nichts sehnlicher als in den Himmel zu kommen. Fast alle trachten danach, in der Meinung, es komme nur darauf an, in den Himmel eingelassen und aufgenommen zu werden. Weil sie es wünschen, werden sie zu einer Gesellschaft des unteren Himmels gebracht. Denn alles, wonach ein Geist verlangt, der noch nicht im Himmel oder in der Hölle ist, das wird ihm, wenn es irgend dienlich ist, gewährt. Doch die der Selbst- und Weltliebe Verfallenen empfinden schon beim Betreten der ersten Schwelle dieses Himmels eine solche Beängstigung und innere Qual, daß sie in sich mehr die Hölle als den Himmel empfinden. Die Ursache dafür ist der absolute Gegensatz dieser Liebesarten zu den himmlischen, der Gottes- und Nächstenliebe, denn wenn ein Gegensatz auf den anderen trifft, ist ein solcher Schmerz die Folge. Sie stürzen sich daher Hals über Kopf hinab und kommen nicht eher zur Ruhe, bis sie in den Höllen zu ihresgleichen gelangt sind.[45]

Fast alle, die ins andere Leben kommen, wissen nicht, worin die himmlische Seligkeit besteht, da sie Wesen und Beschaffenheit der inneren Freude nicht kennen. Sie haben bloß einen Begriff von den körperlichen und weltlichen Genüssen und Freuden. Was sie aber nicht wissen, das halten sie für unbedeutend, obwohl die körperlichen und weltlichen Freuden im Vergleich mit den inneren nichtig sind. Daher werden die Rechtschaffenen, die nicht wissen, worin himmlische Freude besteht, zuerst in paradiesische Gefilde gebracht, die jede Vorstellung und Einbildungskraft übertreffen, damit sie es erfahren. Sie meinen dann, sie seien ins Paradies gelangt, werden aber belehrt, daß dies noch nicht die himmlische Seligkeit sei. Dann wird ihnen gestattet, die inneren Zustände der Freude bis hin zu dem Innersten, das ihnen wahrnehmbar ist, zu empfinden, woraufhin sie - wiederum bis zu ihrem Innersten - in einen Zustand des Friedens versetzt werden, wonach sie dann bekennen, daß nichts davon jemals ausgedrückt oder auch nur in Gedanken erreicht werden könne. Anschließend versetzt man sie in den Zustand der Unschuld, ebenfalls bis zu ihrer innersten Empfindung. So wird ihnen begreiflich gemacht, was das wahrhaft geistige und himmlische Gute ist.[46]

Anmerkung: Die folgenden Aussagen betreffen den Menschen der Seele nach.

Alle unreifen Menschen (die auf der Erde von Christus und Seiner Lehre nichts erfuhren) und frühverstorbenen Kinder kommen in große Schulen auf derSonne. Die unreifen Seelen erhalten in der Sonne wieder einen (feinstofflichen) Leib, jedoch ohne Geburt, und dieser wird dann mit der Seele selbst geistig und kann ins rein Geistige übergehen.[47]

Böse und verstockte Seelen (welche von Christus und Seiner Lehre wußten, aber sie nicht annahmen) gelangen durch sich selbst genötigt in die Tiefen derErde. Da sie pur Materie geworden sind, ist diese ihr Element, und sie wollen und können sich von ihr nicht trennen. Es wird das Äußerste aufgeboten, alleQualen und Schmerzen werden über sie zugelassen, um sie von der Materie loszumachen. Gelingt dies, kommt eine solche Seele in die Schulen im geistigen Teil der Erde und von dort weiter in den Mond. Nachdem sie dort jeden Grad der Selbstverleugnung durchgemacht und darin stark geworden ist, wird sie dann in einen vollkommeneren Planeten erhoben und dort in der rechten Weisheit unterwiesen.[48]

Bis eine auf der Erde materiell gewordene Seele im günstigsten Fall einen seligen Zustand gelangt, können mehrere Hunderte von Erdjahren vergehen.[49]

Prüfung

Da die Bösen im ersten Zustand (siehe oben) ebenso wie die Guten Wahres reden und Gutes tun, werden sie von guten Geistern auf ihre Wesensart hin geprüft. Der Grund dafür ist folgender: Da sie als Staatsbürger unter dem Gesetz gelebt haben, waren sie der äußeren Form nach ebenso sittlich und gut, erwarben sich dadurch den Ruf, aufrichtig und gerecht zu sein, nahmen die Menschen für sich ein und gelangten so zu Ansehen und Wohlstand. Die bösen Geister werden aber gegenüber den guten vor allem daran erkannt, daß sie begierig auf alles achten, was über äußerliche Dinge, wenig dagegen auf das, was über die inneren Dinge - über die Wahrheiten und das Gute der Kirche und des Himmels - gelehrt wird. Sie hören das zwar an, aber nicht mit Aufmerksamkeit und Freude. Ferner sind sie daran zu erkennen, daß sie sich oft bestimmten Gegenden zuwenden und, sobald sie sich selbst überlassen sind, die dahin führenden Wege einschlagen, woraus sich die Art ihrer Liebe erkennen läßt.[50] Alle aus der Welt ankommenden Geister stehen zwar in Verbindung mit einer bestimmten Gesellschaft im Himmel oder in der Hölle, aber das gilt nur für die inneren Bereiche. Diese jedoch sind niemandem zugänglich, solange die Betreffenden in ihrem Äußeren sind. Das Äußere verdeckt und verbirgt das Innere, besonders bei denen, deren Böses von einer innerlicheren Art ist.[51]

Im Jenseits kommen über die Seele sogar die noch stärkeren Prüfungen als auf der Erde, weil jenseits das, was eine Seele denkt und will, sich schon wie in der Wirklichkeit vor sie hinstellt, z.B. ein lüsterner Gedanke bleibt nicht nur Gedanke, sondern stellt sich in der vollsten, wenn auch nur scheinbaren Wirklichkeit dar. Eine Seele muß jenseits viel selbsttätiger werden als hier, um sich aus dem Irrsal ihrer eigenen Gedanken, Ideen und Bilder zu befreien.[52]Es ist im Jenseits tausendmal schwerer als auf der Erde, die Gnade Gottes ins Werk zu setzen.[53]

Den Prüflingen wird (nach einer hinreichenden Aufklärung und Stärkung) alle erdenkliche Freiheit gegeben und was immer sie wünschen und wollen werden, wird ihnen zuteil werden. Diese Freiheit ist aber noch keine wirkliche Freiheit, sondern nur eine Prüfung, die sie zu verstehen und nicht zu mißbrauchen haben, z.B. werden ihnen Tausende Evas den versuchenden Apfel hinhalten, aber sie dürfen ihn aus Liebe zum Herrn nicht anrühren. Sie werden verleumdet und verspottet werden, dürfen sich aber nicht erzürnen oder an eine böse Vergeltung denken. Sie werden verfolgt, beraubt und sogar mißhandelt werden, aber ihre Gegenwehr sei nichts als Liebe, obwohl sie alle Mittel haben werden, sich zur Genüge zu rächen. Es kommt darauf an, allzeit des Herrn und Seines Evangeliums zu gedenken, denn wer nicht das Wort Gottes in sich tatsächlich erfüllt, der kann in Sein Reich nicht eingehen. Nichts als die alleinige Liebe, verbunden mit der tiefsten Demut darf bleiben (nach Borem).[54] Diese Prüfungen sind nur für die Prüflinge real, d.h. sie finden unter der Regie des Herrn in deren Gemüt statt und nicht in Wirklichkeit, obwohl die innere Welt des Menschen die eigentlich wahre Welt ist. Das Geschehen entstammt allein der tiefsten Liebe und höchsten Weisheit Gottes und ist den vielfältigen irdischen Krankheiten ähnlich, die zwar ein Übel des Leibes, aber dafür eine große Wohltat der Seele und nicht selten auch des Leibes sind, da durch sie ein schlechter Stoff gewaltsam aus dem Fleisch geschafft wird (nach Borem).[55] Diese Prüfungen können mehrere irdische Jahre andauern. Aber auch wenn sie nur einige irdische Tage gedauert haben, können sie den Prüflingen wie Jahrzehnte und sogar wie Jahrtausende und Jahrmillionen erscheinen.[56] Beispiele für solche Prüfungsszenen finden sich in Jakob Lorber, Bischof Martin 69

Enthüllung

Im anderen Leben wird das Innere oder Geistige jedes Menschen in Freiheitgesetzt und nicht mehr, wie in der Welt, durch Rücksicht auf Äußeres gezügelt. Dann zeigt sich jeder so, wie er seinem Inneren nach beschaffen ist.[57] Jeder neue Ankömmling muß gewisserart ein Generalbekenntnis seines gesamten Lebens ablegen. Danach findet eine Zustandsveränderung statt, welcher die vollkommene Enthüllung heißt. In diesem Zustand steht jeder Geist völlig nackt da und gelangt dann in einen weiteren Zustand, die Abödung von allem dem, was der Mensch von der Welt an Sinnlichem mitgenommen hat. Von dort aus erst kommt der Geistmensch in den ersten Himmel oder in die erste Hölle. Die Abödung ist nichts anderes als ein Eingelassen werden in die inneren Bereiche, also in das Eigene des Geistes oder in den Geist selbst. Danach ist der Verstorbene nicht mehr ein Mensch-Geist, wie er es in seinem ersten Zustand war, sondern er ist nun wirklich ein Geist.[58]

Im zweiten Zustand (siehe oben) erscheinen die Geister ganz so, wie sie innerlich auf Erden waren, und es kommt an den Tag, was sie im Verborgenen getan und gesprochen hatten. Sie reden in aller Offenheit über diese Dinge, versuchen auch Ähnliches zu tun und fürchten nicht mehr, wie in der Welt, den bösen Leumund.[59] Nach dem Tod bleibt nichts von dem, was ein Mensch bei sich gedacht oder heimlich getan hat verborgen, vielmehr zeigt sich dann alles und jedes wie am hellen Tag.[60] Jedem bösen Geist werden all seine bösen, ruchlosen Taten, Räubereien, Kunstgriffe und Betrügereien bis in die kleinsten Details handgreiflich vorgeführt, wobei sie seinem eigenen Gedächtnis entnommen werden (siehe Lebensbuch). So wird er vor den Engeln und guten Geistern überführt und es bleibt keine Möglichkeit zur Leugnung. Nichts ist in der Welt so gut verborgen, daß es nicht nach dem Tod offenbar würde. (Luk 12.2-3), (Mt 12.36)[61]

Strafen

Es gibt in der Geisterwelt die verschiedensten Strafen, und es gilt kein Ansehen der Person. Jedes Böse führt seine Strafe mit sich, beide sind untrennbar miteinander verknüpft. Wer daher dem Bösen erliegt, verfällt auch der Strafe des Bösen. Im zweiten Zustand (siehe oben) werden die bösen Geister häufig und schwer gestraft, weil sie sich in alle Arten des Bösen stürzen. Jedoch wird niemand für das Schlechte gestraft, das er in der Welt getan hat, sondern für das Böse, das er gegenwärtig tut. Es läuft nämlich auf dasselbe hinaus, ob man sagt, sie büßen nun für das Böse, das sie in der Welt verübt haben, oder für das Böse, das sie im anderen Leben tun, da jeder nach dem Tod wieder zu seinem Leben und damit auch zu seinem Bösen zurückkehrt, d.h. jeder ist so, wie er im physischen Leben beschaffen war. Bestraft werden die Bösen, weil in diesem Zustand Furcht vor Strafe das einzige Mittel ist, um sie zu zähmen, denn weder Ermahnung, noch Belehrung oder Furcht vor dem Gesetz und dem üblen Ruf vermag sie dann noch zu zügeln.[62]

Die guten Geister dagegen werden niemals gestraft, obgleich auch sie in der Welt Böses getan haben, weil ihr Böses von anderer Art oder Natur war und deswegen nicht zurückkehrt. Sie haben nicht absichtlich gegen das Wahre gehandelt, sondern nur aus einem von den Eltern ererbten bösen Herzen, zu dessen Neigungen sie sich aus blinder Lust fortreißen ließen, wenn sie sich den vom Inneren getrennten Äußerlichkeiten hingaben. Im anderen Leben erleidet niemand Strafe für sein anererbtes Böse, da es ihm nicht angehört und er folglich auch nicht die Schuld daran hat. Man leidet nur für das wirkliche Böse, das sein eigen ist, soviel man sich von seinem ererbten Bösen durch sein tatsächliches Leben angeeignet hat.[63]

Trennung zwischen den Guten und Bösen

Die Trennung zwischen den Guten und Bösen geschieht im zweiten Zustand (siehe oben), im ersten sind sie noch beisammen. Die Scheidung der Guten von den Bösen wird auf vielfältige Weise bewirkt. Jeder kommt letztlich zu der Gesellschaft, zu der sein Geist bereits in der Welt gehört hatte, denn jeder Geist jedes Menschen ist mit irgendeiner höllischen oder himmlischen Gesellschaft verbunden. Sein Geist wird nach und nach dort hingeführt, und schließlich tritt er ihr endgültig bei. Hier findet der Höllensturz des Bösen statt, der sich von selbst in die Hölle stürzt, wo sich die ihm ähnlichen aufhalten.[64]

Jeder wird von seiner eigenen (herrschenden) Liebe gerichtet.[65] In der geistigen Welt kann niemand seiner (herrschenden) Begierde widerstehen, weil die Begierde seine Liebe, die Liebe wiederum seinem Willen, der Wille aber seiner Natur angehört, und dort ein jeder seiner Natur gemäß handelt.[66]Wer eine himmlische oder geistige Liebe aufweist, kommt in den Himmel, in die Hölle hingegen, wer statt derselben eine fleischliche (selbstüchtige) und weltliche Liebe hegt. Es vollzieht sich die Verbindung des Guten und Wahrenbei denen, die in den Himmel erhoben und die Verbindung des Bösen und Falschen bei denen, die in die Hölle geworfen werden sollen. Weder im Himmel noch in der Hölle darf jemand ein geteiltes Gemüt haben, nämlich etwas anderes erkennen als wollen. Da der Mensch nach dem Tod aus seiner Liebe besteht, wird alles entfernt und ihm gleichsam genommen, was nicht mit seiner herrschenden Liebe übereinstimmt, die ihm in Ewigkeit bleibt. Wer gut ist, bei dem wird alles von ihm abgerückt und gleichsam weggenommen, was nicht damit übereinstimmt oder abweicht und so wird er ganz und gar in seine Liebe versetzt, er verwandelt sich in seine herrschende Liebe. Ähnliches geschieht dem, der böse ist. Bei den Guten wird das Falsche entfernt und ihnen das mit ihrem Guten übereinstimmende und dazu passende Wahre geschenkt. Hingegen bei den Bösen wird das bei ihnen befindliche Wahre hinweggeschafft und ihnen das mit ihrem Bösen übereinstimmende Falsche zugeteilt. Es nützt den Geistern nichts, sich dagegen zu wehren; ihre Liebe ist wie ein Band, das sie gleichsam umschlingt, ohne daß sie sich loszumachen vermögen. Ähnliches widerfährt den Menschen in der Welt, dies steigert sich jedoch, wenn sie zu Geistern werden, weil sie dann nicht mehr eine fremde Liebe zur Schau tragen oder etwas vortäuschen dürfen, das nicht ihr eigen ist.[67]

Von außen betrachten führen gute wie böse Menschen (im allgemeinen) ein gleich redliches und gerechtes Leben, sie gehen wie Freunde und unterschieden sich augenscheinlich nicht. Der Prüfstein, an dem die Bösen stolpern, sich daran verletzen, und sich in der Folge von den Guten trennen und den Weg zur Hölle einschlagen, bildet das göttliche (absolute) Wahre, das alle leugnen, die zur Hölle blicken. Im höchsten Sinn stellt dieser Stein das Göttlich-Menschliche vor. Die Menschen, die das göttlich Wahre und zugleich das Göttliche des Herr (Jesus) anerkennen, werden auf den Pfad zum Himmel geleitet, die anderen zur Hölle. Siehe dazu auch (Luk 20.17) [68]

Bei den Geistern, die auf den Himmel vorbereitet werden, öffnen sich die Gebiete oberhalb des vernünftigen Gemüts, während die unterhalb befindlichen gegen den Einfluß des Bösen und Falschen verschlossen werden. Umgekehrt ist es bei denen, die auf die Hölle vorbereitet werden. Die Guten können danach nur noch nach oben, das heißt auf den Himmel oder zum Herrn aufblicken, die Bösen nur noch nach unten, auf die Hölle, vom Herrn weg, auf dessen entgegengesetzten Mittelpunkt, auf den alle Dinge der Hölle bezogen sind. Die Geister werden dann endgültig getrennt, so daß sie einander nicht mehr sehen oder erkennen.[69]

Wer das Gute und Wahre um des Guten und Wahren geliebt hat und in seinem Leben eingepflanzt hatte, der ist dadurch fähig geworden, den Himmel mit all seinen Vollkommenheiten in sich aufzunehmen. Wer hingegen der Liebe zu sich und zur Welt verhaftet ist, der hat nicht die Fähigkeit, die himmlischen Dinge wie Friede, Einsicht, Weisheit, Seligkeit usw. aufzunehmen, da er eine Abneigung dagegen hat und sie flieht.[70] Alle, die sich und die Welt mehr als ihre Nutzwirkung geliebt hatten, finden im Himmel keinen Platz. Denn jedem Menschen verbleibt nach dem Erdenleben seine Liebe oder Neigung, und sie wird in Ewigkeit nicht ausgerottet.[71] Wer in der Welt das Beste desVaterlandes mehr als sein Eigenes, und das Bestes des Nächsten wie sein Eigenes liebt (d.h. den Mitmenschen um des Guten willen Gutes tun), der sucht und liebt im anderen Leben das Reich des Herrn, denn dort nimmt dies die Stelle des Vaterlandes ein und das Gute ist dort der Nächste.[72]

Jeder Geist, der in den Himmel erhoben und zu einem Engel wird, wird der Gesellschaft zugeführt, in der seine Liebe herrscht. Dort fühlt er sich wie zu Hause, wo er geboren wurde. Geht er fort und kommt anderswohin, widerstrebt es ihm fortwährend, und er sehnt sich, zu dem ihm Ähnlichen, mithin zu seiner herrschenden Liebe zurückzukehren. Ähnliches gilt für die Hölle, wo sich die Geister ebenfalls aufgrund ihrer den himmlischen entgegengesetzten Liebesarten vereinen. In der Geisterwelt erscheinen Wege, von denen einige zum Himmel, andere zur Hölle führen, jeder zu einer ganz bestimmten Gesellschaft. Die guten Geister wählen nur die Wege, die zum Himmel führen, und zwar zu derjenigen Gesellschaft, in der das Gute ihrer Liebe herrscht. Die anderen Wege beachten sie nicht. Die bösen Geister suchen nur die Wege, die zur Hölle führen, und darin zu der Gesellschaft, in der das Böse ihrer eigenen Liebe herrscht. Andere Wege sehen sie entweder nicht, oder wollen sie doch nicht beschreiten. Derartige Weg in der geistigen Welt sind "wirkliche Erscheinungen", die Wahrem oder Falschem entsprechen.[73]

Die der fleischlichen Liebe (Selbstsucht) Verfallenen, die also vom Bösen beherrscht sind und sich gegen die Wahrheiten der Kirche im Falschen begründen, besonders auch solche, die das Wort Gottes verworfen haben, nehmen vom Licht des Himmels nichts wahr; es ist für sie Finsternis. Das höllische Licht dagegen, ein Licht wie von glühenden Kohlen, ist für sie wie helles Licht. Im Licht des Himmels verfinstert sich ihr inneres Sehen (Verstand) auch derart, daß sie wahnsinnig werden, weswegen sie davor fliehen und sich in Höhlen und Schluchten verbergen, in einer Tiefe, die davon abhängt, wie weit sie das Falsche aus ihrem Bösen entwickelt haben. Das bereitet ihnen Behagen. Ebenso verhalten sich jene, denen es Freude gemacht hatte, anderen nachzustellen um im Verborgenen Ränke zu schmieden. Die Verkörperungen der himmlischen Liebe schauen alles desto heller und schöner, je innerlicher oder höher sie ins Licht des Himmels gelangen, und desto größer ist die Einsicht und Weisheit, mit der sie die Wahrheiten verfassen. Die der fleischlichen Liebe verfallenen können in der Wärme des Himmels gar nicht leben, nicht einmal atmen, umgekehrt aber atmen die der himmlischen Liebe ergebenen umso freier und leben umso mehr aus der Fülle ihres Lebens, je mehr sie innerlich im Himmel sind.[74]

Im Jenseits gibt es kein (auferlegtes) Gericht und Urteil mehr, weil ein jeder Geist nach seinen Taten auch vollkommen sein eigener Richter ist.[75] Wer daran denkt, er haben auf der Erde Gutes getan (=hochmütige Liebe), bei dem wird der Herr auch daran denken, wieviel Böses er getan hat und ihn richten nach seinen Werken. Wer aber, weil er sich entgegen dem Wort des Herrn(Lk 17.10) für gut hält, vom Herrn gerichtet wird, der wird gerichtet zum Tod und nicht zum Leben, denn das Gericht ist der Tod der Seele in der ewigen Knechtschaft ihres Geistes. (nach Borem)[76]

Vorbereitung auf den Himmel

Der Unterricht für die guten Geister, die zu Engeln werden sollen, wird durch Engel mehrerer Engelsgesellschaften erteilt, vor allem durch Engel, die auf Grund ihrer Kenntnis des Guten und Wahren Einsicht und Weisheit haben. Alle Teilnehmer können je nach ihrer Anlage und Empfänglichkeit Belehrungen empfangen. Der Herr bringt die guten Geister, die unterrichtet werden sollen, zu den entsprechenden Unterrichtsorten, natürlich nicht alle, denn wer in der Welt (geistig) unterrichtet wurde, ist bereits vom Herrn für den Himmel vorbereitet worden. Solche Geister werden auf einem anderen Weg in den Himmel erhoben, einige von ihnen unmittelbar nach dem Tod, anderen nach kurzem Aufenthalt bei den guten Geistern, wo sie gereinigt und dabei aus ihren Gedanken und Neigungen jene gröberen Elemente entfernt werden, die sie in der Welt aufgrund von Ansehen und Reichtum angenommen hatten.[77]

Die Teilnehmer wohnen nicht am Schulungsort, sondern getrennt voneinander. Jeder einzelne steht nämlich im Hinblick auf seine inneren Bereiche in Verbindung mit der himmlischen Gesellschaft, zu der er schließlich gelangen soll. Die Unterrichtsorte sind nach der Form des Himmels angeordnet, vom Himmel aus betrachtet wie ein Himmel in kleinerer Gestalt. Vorn befindet sich der Bereich derer, die schon als Kinder gestorben und bis zur ersten Jugendzeit im Himmel erzogen worden waren, wohin sie der Herrn von ihren Erzieherinnen führt, um unterrichtet zu werden. Dahinter erstreckt sich der Bereich, wo jene unterrichtet werden, die als Erwachsene gestorben waren und in der Welt die Neigung zum Wahren aus dem Guten des Lebens entwickelt hatten. Hinter ihnen wiederum liegt der Bereich derMohammedaner, die in der Welt ein sittliches Leben geführt und ein einziges Göttliches anerkannt, den Herrn Selbst aber für den Propheten gehalten hatten. Sie werden nun in der christlichen Religion unterrichtet. Mehr gegenNorden erstreckt sich der Bereich, wo die vielen Heiden unterrichtet werden, die in der Welt ein mit ihrer Religion übereinstimmendes gutes Leben geführt hatten. Sie alle werden durch den Unterricht leicht zur Anerkennung des Herrn gebracht, weil ihrem Herzen eingeprägt ist, daß Gott nicht unsichtbar, sondern unter menschlicher Gestalt sichtbar ist. Sie sind zahlreicher als die übrigen und die besten unter ihnen stammen aus Afrika.[78]

Nicht alle werden in derselben Weise oder durch dieselbe himmlische Gesellschaft unterwiesen. Wer von Kindheit an im Himmel erzogen wurde, wird von Engeln der mehr im Inneren liegenden Himmel belehrt, weil er sich nichts Falsches aus falschen religiösen Lehren angeeignet und auch sein geistiges Leben nicht durch den Bodensatz des Strebens nach Ansehen und Reichtumverunreinigt hat. Erwachsene werden meist von Engeln des äußersten Himmels unterrichtet, weil diese besser zu ihnen passen und sie die tiefere Weisheit der Engel der mehr im Inneren liegenden Himmel noch nicht fassen können. Die Mohammedaner werden von Engeln unterrichtet, die früher selbst dieser Religion angehört hatten und zur christlichen bekehrt worden waren, ebenso werden die Heiden von ehemals heidnischen Engeln belehrt.[79] Aller Unterricht gründet sich dort auf die Lehre, die aus dem Wort abgeleitet ist, nicht aber auf das Wort ohne die Lehre. Die Christen werden aufgrund der himmlischen Lehre unterwiesen, die völlig mit dem inneren Sinn des Wortes übereinstimmt. Die übrigen, Mohammedaner wie Heiden, werden auf der Basis von Lehren unterrichtet, die ihrem Fassungsvermögen angemessen sind und sich von der himmlischen Lehre nur darin unterscheiden, daß sie das geistige Leben mithilfe des sittlichen führen lehren, gemäß den guten Lehrbestimmungen ihrer eigenen Religion, wonach sie ihr Leben bereits in der Welt ausgerichtet hatten.[80]

Der himmlische Unterricht unterscheidet sich von dem irdischen darin, daß die Kenntnisse nicht dem Gedächtnis, sondern dem Leben übergeben werden. Das Gedächtnis der Geister liegt in ihrem Leben, sie nehmen alles auf und eignen sich an, was mit ihrem Leben übereinstimmt, das anderen nehmen sie nicht auf, und noch weniger eignen sie es sich an. Da die Geister Neigungensind, wird ihnen unausgesetzt die Neigung zum Wahren um der Nutzanwendung im Leben willen eingeflößt. Der Herr sorgt nämlich dafür, daß jeder die mit seiner Anlage übereinstimmenden Nutzwirkungen liebt. Diese Liebe wird noch durch die Hoffnung vermehrt, ein Engel zu werden. Die Neigung zu dem mit der Nutzwirkung übereinstimmenden Wahren wird durch verschiedene Methoden eingeflößt, wovon die meisten in der Welt unbekannt sind. Besonders geschieht es durch Vorbildungen der Nutzwirkungen, die in der geistigen Welt auf tausendfache Weise dargestellt werden und mit derartigen Freuden und Wonnen verbunden sind, daß sie den Geist gänzlich erfassen und ihn von seinen inneren Regionen, dem Gemüt, bis zu den äußeren, mit seinem Leib zusammenhängenden, durchdringen. Auf diese Weise wird der Geist gleichsam zu seiner Nutzwirkung und gelangt daher, sobald er in seine Gesellschaft kommt, in die er durch den Unterricht eingeführt wird, in sein Leben, also in seine Nutzwirkung. Niemand kommt durch Kenntnisse, das heißt durch äußerlich Wahres, in den Himmel, sondern allein durch sein Leben, ein Leben der Nutzwirkungen, eingeübt durch Kenntnisse. [81]

Einige Geister werden zuerst abgeödet, an Orten, die als "untere Erde" bezeichnet werden, und wo manche von ihnen Hartes erleiden müssen. Dabei handelt es sich um Menschen, die sich in falschen Ansichten begründet, dabei aber doch einen guten Lebenswandel geführt hatten.[82]

Die Vorbereitung für den Himmel geschieht in kurzer Zeit, weil die Teilnehmer geistige Vorstellungen besitzen, die vielerlei zugleich umfassen. Daraufhin empfangen sie Engelgewänder, die meisten glänzend weiß wie feine Leinwand. Dann werden sie auf den Weg gebracht, der aufwärts zum Himmel führt, wo sie Wächter-Engeln übergeben werden und darauf von anderen Engeln übernommen und in Gesellschaften mit allen ihren Seligkeiten eingeführt. Danach wird dann jeder vom Herrn in seine eigene Gesellschaft gebracht, was auf verschiedenen Wegen und zuweilen auch auf Umwegen geschieht. Kein Engel kennt die Wege, die sie geführt werden, sondern allein der Herr. Kommen sie dann zu ihrer Gesellschaft, werden ihre mehr im Inneren liegenden Bereiche aufgeschlossen, und weil diese mit den entsprechenden Bereichen jener Engel übereinstimmen, werden sie auf der Stelle anerkannt und mit Freuden aufgenommen.[83]

Bestimmte Gruppen im Besonderen

§     Arme im Jenseits

§     Atheisten im Jenseits

§     Aufrichtige im Jenseits

§     Christen im Jenseits

§     Ehebrecher im Jenseits

§     Ehepaare im Jenseits

§     Ehrsüchtige im Jenseits

§     Eßsüchtige im Jenseits

§     Fälscher im Jenseits

§     Geizige im Jenseits

§     Gesetzesbrecher im Jenseits

§     Gläubige im Jenseits

§     Heiden im Jenseits

§     Herrscher im Jenseits

§     Katholiken im Jenseits

§     Kinder im Jenseits

§     Kirchenfürsten im Jenseits

§     Materialisten im Jenseits

§     Mönche, Nonnen, Einsiedler im Jenseits

§     Moslems im Jenseits

§     Mysteriengläubige im Jenseits

§     Rachsüchtige im Jenseits

§     Reiche im Jenseits

§     Scheingläubige im Jenseits

§     Scheinheilige im Jenseits

§     Selbstsüchtige im Jenseits

§     Theologen im Jenseits

§     Verfolger im Jenseits

§     Vergnüngungssüchtige im Jenseits

§     Weltweise im Jenseits

§     Wissenschaftler im Jenseits

Konfrontation mit Gott

Damit der Mensch selbständig sei, gab Gott ihm aus Sich auch einen völlig freien Willen, der vom göttlichen Grundwillen ganz gleich einem zweiten Gott an und für sich völlig getrennt ist. Wie der freie Wille ist, so ist auch seine Liebe und all seine Erkenntnis. Der Mensch ist deswegen so eingerichtet, weil Gott ihn Sich Selbst zu einem vollkommenen Ebenmaß setzte und er sich dann Gott gegenüber vollständig selbst bilden soll. Das heißt: der Mensch soll Gott in sich bilden nach seinem Maß, wie Gott ihn zuvor gebildet hat nach Seinem Maß. Dabei verzerrt der Mensch aber das ihm von Gott gegebene Grundmaß oft so sehr, daß diese neue Bildung im Menschen nicht die geringste Ähnlichkeit mit Gottes Grundmaß mehr hat. So bildet der eine Gott - als allzeit die ewige Liebe - zu einem Richter, andere zu einem Rachegott, einer Dirne, einem alleinig Weisen, einer unerbittlich ewigen Allmacht, einem Fatum, einem Weltenlenker, einem unmäßig erhabenen König, einem Zornfeuer, einer ewig unendlichen Kraft. Einige versenken ihn gar in die Materie (die Materie sei Gott) oder in ihren Bauch (ihr Magen sei Gott). So bildet sich der eine dies und der andere jenes; aber nur sehr wenige geben sich die Mühe und bilden in ihren Herzen Gott als den heiligen und ewig liebevollsten Vater aus.[84]

Im Jenseits zeigt sich dann an dem Geist des Menschen bald, wie er Gott in sich zur Erdenlebenszeit ausgebildet hat. Zum Vater werden dann nur jene kommen, die Ihn wohlausgebildet in ihren Herzen mitbringen werden, und diese auch nur werden imstande sein, das wahre Urangesicht des ewigen Vaters zu erschauen.[85] Wie aber ein jeder andere Gott in Sich verbildet hat nach seinem Behagen, so wird er Gott auch weiterhin haben - die Liebe soll die Liebe, die Weisheit die Weisheit, der Zorn den Zorn, der Richter den Richter, das Gericht das Gericht, der Tod den Tod, das Feuer das Feuer, die Hölle die Hölle getreu finden.[86]

Falsche Vorstellungen

Seelenschlaf

Es gibt keine beinahe ewig lange Todesnacht der Seele nach dem Leibestod, sondern in dem Augenblick, in dem der schwere Leib stirbt, befindet sich ein Mensch, der als ein Gerechter vor Gott diese Welt verlassen hat, auch schon in der Auferstehung und wird fortleben und wirken in Ewigkeit. Wer aber als ein Ungerechter vor Gott stirbt, der erleidet eine sehr lange Nacht zwischen dem Leibestod und der wahren Auferstehung, allerdings keine unbewußte, sondern eine der Seele wohl bewußte, das ist der rechte und lange währende, sehr qualvolle Tod der Seele.[87]

Rückkehr der Untoten am Tag X

In der Kirche wird geglaubt, daß der Mensch nicht eher in den Himmel oder in die Hölle komme als zur Zeit des letzten Gerichts. Dann würde die Seele in den Körper zurückkehren (Auferstehung des Fleisches) und der Mensch wieder als Mensch leben. Dieser Glaube enthält Finsternis, weil er ein Glaube an etwas Falsches ist, und er bewirkt bei denen, die aus ihrem eigenenVerstand heraus darüber nachdenken, zuerst Zweifel und schließlichLeugnung, d.h. bei vielen wird der Glaube an ein Fortleben der Seele nach dem Tod, an Himmel und Hölle und damit auch alles Übrige, das zum Glauben der Kirche gehört, gewaltig zerstört. Sie fragen sich z.B.:

§     Wie kann ein so großer Himmel mit so vielen Gestirnen, zerstört und ins Nichts aufgelöst werden?

§     Wie können die Sterne vom Himmel auf die Erde fallen, wo sie doch größer als die Erde sind?

§     Wie können Körper, von Würmern zerfressen, verfault, verstreut und zerstört, wieder mit ihrer Seele vereinigt werden?

§     Wo ist inzwischen die Seele, wie ist sie überhaupt beschaffen, wenn sie der Sinne entbehrt, über die sie im Körper verfügte? Wie können diese und ähnlich unbegreifliche Behauptungen denn geglaubt werden?

Richtig ist: Die gestorbenen Menschen leben ebenso als Menschen wie zuvor; sie sind nur von einer Welt in die andere hinübergegangen, wobei sie durchaus nichts verloren haben, da sie wie zuvor über einen Leib und dessen Sinne verfügen. Auch Verstand und Willen besitzen sie und ganz ähnliche Gedanken und Neigungen, ähnliche Empfindungen und Wünsche wie in der Welt. Die Hinübergegangenen wundern sich sehr über die Blindheit und Unwissenheit besonders unter den Menschen der Kirche, obwohl sie doch vor allen anderen auf Erden aufgeklärt sein könnten. Die Ursache für diese Blindheit und Unwissenheit liegt in der zu großen Liebe für das Körperliche und Weltliche, wodurch man nicht ins Licht des Himmels erhoben werden kann. Viele Gebildete der Christenheit müssen sich im Jenseits schämen, wie töricht sie über das Leben nach dem Tod, die Seele, Himmel und Hölle usw. gedacht haben. Die einfältig Gläubigen sind dagegen viel weiser als sie.[88]

Der Mensch hört im Jenseits auf Mensch zu sein

Hauptsächlich von den Gelehrten ging der Unglaube aus, der Geist des Menschen sei nach der Trennung vom Körper nicht mehr Mensch. Diese haben sich von der Seele nur einen rein gedanklichen Begriff gebildet, weil sie vom Sinnlich-Körperlichen ausgehen. Sie haben die Seele als eine bloße Idee definiert, ohne Bindung an eine Basis, in der sie sich verwirklichen kann. Eine solche Seele wäre aber wie ein flüchtiges Teilchen reinen Äthers, das beim Tod des Körpers nur zerstreut werden kann. Da die Kirche jedoch aufgrund des Wortes an die Unsterblichkeit der Seele glaubt, begründete diese Auffassung die Lehre von der Auferstehung durch Wiedervereinigung mit dem Körper zum letzten Gericht (siehe oben). Daher kann niemand, der sich die Seele aufgrund dieser Lehre und der damit zusammenhängenden Voraussetzung vorstellt, begreifen, daß sie ein Geist ist und dieser auch menschliche Gestalt hat. Dazu kommt noch, daß kaum jemand weiß, was das Geistige ist, geschweige denn, daß den Geistwesen, wie allen Geistern und Engeln, eine menschliche Gestalt gehöre.[89]

Die meisten Menschen, die von der Welt her ankommen, sind sehr erstaunt darüber, daß sie leben und genau wie zuvor Mensch sind, also sehen und reden und ihr Körper ein Tastsinn besitzt, ganz wie zuvor. Wenn sie aufgehört haben, sich über sich selbst zu wundern, beginnen sie darüber zu stauen, daß die Kirche nichts von diesem Zustand des Menschen nach dem Tod weiß, folglich auch nichts vom Himmel und der Hölle, und daß dem Menschen ein so wesentlicher Glaubensartikel der Kirche nicht durch Visionen geoffenbart worden ist. Ihnen wird aus dem Himmel bedeutet, daß solche Aufklärung wohl sehr leicht geschehen könne, wenn es dem Herrn gefalle. Doch dadurch hätten jene Menschen, die sich auf das gegenteilig Falsche versteift hatten, dennoch nicht geglaubt, selbst wenn sie es gesehen hätten. Außerdem besteht die Gefahr, daß sie es anfangs glauben und bald wieder leugnen, und so zu Entweihern des Wahren und damit in die unterste Hölle gestoßen worden wären. Dieser Umstand wird in (Luk 16.29-31) erwähnt.[90]

Alle kommen in den Himmel

siehe Himmel

Siehe auch

§     Auferstehung

§     Höllensturz

§     Jenseits

§     Mittelreich

§     Planetenreise

Quellenverweise

1.        Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 317; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 415

2.        Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 183

3.        Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 452

4.        Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 406

5.        Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 433-434; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 445; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 456; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 461; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 582

6.        Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 355-356; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 461; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 464-465; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 467; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 490; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 577

7.        Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 363; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 477; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 480; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 508; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 547

8.        Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 478; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 577

9.        Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 491

10.    Jakob Lorber, Robert Blum 1.67.1-2; Jakob Lorber, Bischof Martin 2.18; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 330; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 395; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 457; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 461; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 492-493; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 504

11.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 492; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 499

12.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 494

13.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 498

14.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 499; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 501-504; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 508

15.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 552

16.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 505-506; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 530; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 551

17.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 506

18.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 506

19.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 508

20.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 512-513

21.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 427; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 457; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 481

22.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 459

23.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 481

24.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 458

25.    Jakob Lorber, Bischof Martin 23.10

26.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 407

27.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 462

28.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 417

29.    Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.120.20

30.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 349

31.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 485; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 489-490

32.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 487

33.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 488

34.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 489

35.    Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 10.195.5; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.57.8

36.    Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.73.28

37.    Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.33.9

38.    Jakob Lorber, Bischof Martin 44.6

39.    Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.33.10

40.    Jakob Lorber, Die geistige Sonne 2.120.2-5

41.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 427; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 438

42.    Jakob Lorber, Die Erde 58.9-10

43.    Jakob Lorber, Bischof Martin 10.4

44.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 495

45.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 400

46.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 412

47.    Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.140.1-2

48.    Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.140.5

49.    Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.140.7

50.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 496

51.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 497

52.    Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.156.8-11

53.    Jakob Lorber, Bischof Martin 144.13

54.    Jakob Lorber, Bischof Martin 68.11-17

55.    Jakob Lorber, Bischof Martin 69.14; Jakob Lorber, Bischof Martin 70.23-26; Jakob Lorber, Bischof Martin 84.12

56.    Jakob Lorber, Bischof Martin 72.1; Jakob Lorber, Bischof Martin 3.7-9

57.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 380; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 395; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 501-504

58.    Jakob Lorber, Die geistige Sonne 2.120.7-9; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 551-552

59.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 507

60.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 463

61.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 462a; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 507

62.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 509

63.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 342; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 509

64.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 510-511

65.    Jakob Lorber, Bischof Martin 16.2

66.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 574

67.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 425; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 479; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 481; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 490

68.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 534

69.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 430; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 479; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 481

70.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 18; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 64

71.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 393

72.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 64

73.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 479

74.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 481; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 488

75.    Jakob Lorber, Robert Blum 1.127.1; Jakob Lorber, Die geistige Sonne 2.121.7

76.    Jakob Lorber, Bischof Martin 68.23-24

77.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 513

78.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 514

79.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 515

80.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 516

81.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 517

82.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 513

83.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 519

84.    Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.259.10-14

85.    Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.259.15-16

86.    Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.259.17

87.    Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.209.12-13

88.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 312-313

89.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 456

90.    Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 456

Kategorie: Jenseits